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Forscher fasziniert: Mann überlebt sechs Tage ohne Fleisch

Manuel G. hält fest, dass sein Verzicht nichts mit dem aktuellen Fleischskandal um Carna Grischa zu tun hat. «Pferdefleisch mochte ich sowieso nie. »
Manuel G. hält fest, dass sein Verzicht nichts mit dem aktuellen Fleischskandal um Carna Grischa zu tun hat. «Pferdefleisch mochte ich sowieso nie. »Bild: shutterstock
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Forscher fasziniert: Mann überlebt sechs Tage ohne Fleisch

27.11.2014, 10:4128.11.2014, 13:38
buzz orgler

Zug (den) – Manuel G. aus Hünenberg hat das Unmögliche geschafft. Seit letztem Freitag ernährt sich der Student vegetarisch. Obwohl der Körper des 21-Jährigen seit Tagen kein lebenswichtiges Fleisch erhält, scheint es dem jungen Mann gesundheitlich bestens zu gehen. Kein Muskelschwund, keine Müdigkeit, kein Eisenmangel. Forscher sprechen bereits von einer medizinischen Sensation.

«So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Ernährungswissenschaftler und Hobbymetzger Rolf Dongi. «Der Wahnsinnige lässt einfach von heute auf morgen die elementaren tierischen Proteine weg. Trotzdem sind sämtliche Vitalfunktionen im grünen Bereich.» Obwohl Dongi von der Aktion beeindruckt ist, rät er Nachahmern ab. «Man weiss nicht, welchen Schaden der Körper bei diesem Experiment langfristig nimmt. Der Mensch braucht Fleisch. Das ist wissenschaftlich bewiesen und schriftlich dokumentiert. Und zwar in sämtlichen Ernährungsratgebern, die zwischen 1905 und 1955 erschienen sind.»

Wann hatten Sie eigentlich zum letzten Mal Blutwurst?
Wann hatten Sie eigentlich zum letzten Mal Blutwurst?Bild: KEYSTONE

Mangel an lebenswichtigen Antibiotika

Manuel G. sagt, er habe seinen Fleischkonsum eingestellt, weil er den Tieren das ganze Leid ersparen wolle. Ernährungswissenschaftler Rolf Dongi hält das jedoch für eine dreiste Ausrede: «Das Fleisch ist schön säuberlich abgepackt. Vom Leid kriegt man ja gar nichts mit.» Der Forscher versucht nach wie vor, die wahren Beweggründe für den Fleischverzicht von Manuel G. zu finden.

«Er hat keinen Grund auf Schnitzel und Co. zu verzichten, da er die gängigen Vegie-Klischees nicht erfüllt. Er ist weder schwul noch das Kind von Birkenstock-Ökofuzzis. Für mich macht das einfach keinen Sinn.» Dass Manuel G. möglicherweise der Geschmack von Fleisch nicht mehr zusagt, hält Dongi für ausgeschlossen. «Ich bitte Sie. Fleisch ist wie Brot. Das schmeckt jedem, notfalls auch drei Mal am Tag.»

Der Wissenschaftler rät Manuel G., sein Experiment so schnell wie möglich abzubrechen. «Seine Ernährung ist mangelhaft. Dem jungen Herrn fehlen Vitamin B, Kalzium und lebenswichtige Antibiotika-Kulturen, die nur im Fleisch aus Massenzucht vorkommen.»

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Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über Schwulenhasser, die in Russland Asyl beantragen oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 



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