Blogs
Move on up

Marderschäden am Auto: So schützt du dein Fahrzeug

Bild
Bild: Shutterstock
Move on up

Marderschäden am Auto: So schützt du dein Fahrzeug

Wenn die Temperaturen im Herbst sinken, suchen Marder vermehrt geschützte und warme Rückzugsorte. Besonders beliebt sind dabei Motorräume von Autos. Die Wärme und der geschützte Platz machen sie für die Tiere attraktiv – leider hinterlassen sie dabei oft Schäden.
25.09.2026, 14:0225.09.2026, 14:02
Mobilitätsteam TCS
Mobilitätsteam TCS

Marder nutzen den Motorraum nicht nur als Unterschlupf, sondern hinterlassen dort auch ihre Duftmarken. Diese können andere Marder anlocken. Treffen die Tiere auf den Geruch eines Rivalen, kann dies ihr Revierverhalten auslösen – und damit steigt das Risiko von Beissschäden.

Besonders gefährdet sind weiche und gummihaltige Bauteile. Dazu gehören beispielsweise Kühlwasser- und andere Schläuche, Zündkabel, elektrische Leitungen sowie Dämm- und Isolationsmaterial. Ein kleiner Biss kann dabei grosse Folgen haben. Wird beispielsweise ein Schlauch beschädigt oder eine elektrische Leitung durchtrennt, kann neben dem eigentlichen Marderschaden ein kostspieliger Folgeschaden entstehen. Reparaturen können schnell mehrere hundert Franken kosten und je nach betroffenem Bauteil auch deutlich über 1'000 Franken liegen.

So lässt sich das Risiko reduzieren

Verschiedene Massnahmen können helfen, Marder vom Fahrzeug fernzuhalten. Im Handel sind beispielsweise Marder-Abwehrsprays und andere Geruchsmittel erhältlich. Ihre Wirkung kann jedoch mit der Zeit nachlassen, weshalb sie regelmässig erneuert werden müssen.

Eine weitere Möglichkeit sind Ultraschallgeräte, die im Motorraum installiert werden und für Menschen nicht oder kaum hörbare Töne erzeugen. Daneben gibt es Systeme mit Kontaktplatten, die bei Berührung einen ungefährlichen elektrischen Impuls abgeben.

Was tun bei Verdacht auf einen Marderschaden?

Vermutest du bereits einen Marder im Motorraum oder hast einen Schaden festgestellt, kann eine professionelle Motorraumreinigung sinnvoll sein. Dies hilft, vorhandene Duftmarken zu entfernen, die andere Tiere anlocken oder deren Revierverhalten auslösen können.

Wer Bissspuren, beschädigte Kabel oder Schläuche, herausgerissenes Dämmmaterial oder andere verdächtige Spuren entdeckt, sollte das Fahrzeug kontrollieren lassen. Bei Warnmeldungen, ungewöhnlichen Motorgeräuschen oder austretender Flüssigkeit empfiehlt es sich, nicht einfach weiterzufahren.

Contentpartnerschaft mit TCS
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit dem Touring Club Schweiz. Die Themen drehen sich rund um Mobilität, Freizeit und Reisen und basieren auf dem Fachwissen des internen Expertenteams des TCS. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Versicherung abklären

Marderschäden am eigenen Fahrzeug sind in der Regel nicht über die obligatorische Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung gedeckt. Je nach Versicherer und Police können Schäden durch Tierbisse hingegen über eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung versichert sein.

Wichtig ist insbesondere der Unterschied zwischen dem unmittelbaren Schaden und einem Folgeschaden. Während beispielsweise ein durchgebissener Schlauch versichert sein kann, gelten für daraus entstehende Schäden am Motor je nach Versicherung unterschiedliche Bedingungen, Deckungsgrenzen oder Selbstbehalte.

Es lohnt sich deshalb, die eigene Police beziehungsweise die Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu prüfen. Nach einem festgestellten Marderschaden sollte zudem vor einer umfangreichen Reparatur mit der Versicherung geklärt werden, welche Kosten übernommen werden.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Auto-Quartett
1 / 7
Auto-Quartett
Auto-Quartett
quelle: nordwestschweiz
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hagel beschädigt zahlreiche Autos
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Wenn die Aussicht auf den Teller kommt
Anderswo liegt zwischen Feld und Teller ein halber Kontinent. In diesen drei Regionen liegt ein Spaziergang dazwischen. Und ein Produkt daraus war 95 Jahre lang verboten. Im Herbst wird in diesen Gegenden gearbeitet: Die Alpen leeren sich, die Kastanien fallen, in den Kellern wird abgefüllt.
Um halb fünf klingelt oben am Seealpsee der Wecker. Im Tal schläft noch alles, hier brennt schon das Feuer unter dem Kessi. Wer mittags ankommt und sich auf die Terrasse des Berggasthauses Forelle setzt, isst Alpkäse von genau dieser Alp.
Zur Story