Sieht dein Lavendel traurig aus? So machst du ihn glücklich
Herkunft
Lavendel ist kein Fan von Schweizer Durchschnittswetter. Er stammt aus Griechenland und dem westlichen Mittelmeerraum, wo es trocken, sonnig und eher karg ist. Statt nährstoffreicher Erde kennt er vor allem steinige, warme Hänge.
Standort
Der grösste Fehler: zu viel des Guten. Lavendel liebt eher mediterranen Minimalismus. Heisst konkret: viel Sonne, magerer, gut durchlässiger Boden und auf keinen Fall Staunässe. Zu viel Wasser ist der schnellste Weg zu Wurzelfäule und verringert zudem seine Winterhärte.
Regelmässiger Schnitt
Schneide deinen Lavendel jedes Jahr – am besten zweimal –, damit er kompakt bleibt. Lässt du ihn mehrere Jahre ungeschnitten wachsen, fällt er auseinander und verkahlt von unten her. Die verholzten Äste bilden von selbst keine neuen Triebe und treiben auch nach einem Rückschnitt nur widerwillig aus.
Sommerschnitt
Wenn der Lavendel verblüht, ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Schnitt. Entferne alle verwelkten Blütentriebe und kürze die Triebspitzen um etwa ein Drittel. Wichtig: Lass die älteren, belaubten Teile stehen. So bleibt die Pflanze schön dicht, steckt keine Energie in die Samenbildung und zeigt im Frühherbst oft noch eine zweite, kleinere Blüte.
Frühjahrsschnitt
Der zweite Schnitt erfolgt im Spätwinter – idealerweise zwischen Ende Februar und Mitte März, noch vor dem neuen Austrieb. Nach besonders kalten Wintern lohnt es sich jedoch, etwas länger zu warten, im Zweifel bis Anfang April. Wichtig ist, dass kein Dauerfrost mehr droht. Dann kannst du den Lavendel kräftig zurückschneiden – um etwa die Hälfte bis zwei Drittel.
Fragen?
Hast du Fragen rund ums Thema Garten? Wie du ungeliebtes Ungeziefer loswirst? Welche Pflanzen besonders gut zusammen gedeihen? Dann schick uns gerne deine Frage an garten@watson.ch und vielleicht wird sie bald hier im Blog beantwortet.
