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Verstopfte Strassen, Diebstahl von Lavendel: Insta-Influencer ärgern Bauern in Frankreich.
Verstopfte Strassen, Diebstahl von Lavendel: Insta-Influencer ärgern Bauern in Frankreich.
bild: instagram/hodebbielk

Darum rasten Lavendel-Bauern in Frankreich wegen Instagram-Influencern aus

09.08.2019, 18:26

Inzwischen sucht rund ein Drittel Reisenden ihr Urlaubsziel nach der «Instagramibility» aus, wie eine Umfrage von «Opodo» erst kürzlich ergab. Dieses Reiseverhalten hat fatale Folgen für die Umwelt und die Anwohner. Nun ärgern sich die Lavendelbauern im französischen Ort Valensole-Plateaus über zu viele Influencer.

Denn viele Menschen, die nur für dieses eine perfekte Foto und die damit einhergehenden Likes in die Provence kommen, bringen eine Menge an Problemen mit sich mit, wie das Blog «PetaPixel» erklärt:

  • Befindet sich der Pilgerort der Influencer, wie hier, mitten im Nirgendwo, dann benötigen die fotowütigen Menschen ein Auto, um dorthin zu gelangen. Die Folgen: Viel zu viele parkende Autos am Strassenrand und verstopfte Strassen.
  • Wer Influencer ist oder sein will, der lässt sich nicht nur in einem Outfit ablichten, sondern macht mit seinen mobilen Kleiderschränken und Trittleitern für den besseren Winkel erst einmal die Felder – und damit die Lebensgrundlage der Bauern – kaputt.
  • Oft bleibt es nicht beim Foto. Viele Influencer pflücken ganze Lavendelsträusse.

Heute auch spannend:

Die Bauern ärgert das sehr.

Denn: Die Lavendelfelder sind ihre Lebensgrundlage und Influencer degradieren die zu einer Kulisse. Das wollen sich die Bauern nicht länger gefallen lasen. In Valensole haben sie deshalb an einem Baum ein Plakat mit der Aufschrift «Bitte respektiert unsere Arbeit» aufgehängt.

Ein Bauer sagt dazu:

«Unsere Herzen brechen, wenn wir sie durch die Blumen springen sehen.»

Warum fahren ausgerechnet jetzt so viele Influencer in die Provence?

Erst im Juni hatte eine Pariser Modefirma in Abstimmung mit den Bauern ihre Herbstkollektion in den Lavendelfeldern in Vaelensole geshootet.

Im englisch Surrey hat man übrigens mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Dort hat man sich dazu entschieden künftig Eintritt für die Lavendelfelder zu verlangen.

(hd/watson.de)

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