Sagt mir, wo ich noch Energie sparen kann – jetzt!
Als Madame Energie, kurz ME, kenne ich inzwischen die meisten Energiespartipps. Ich weiss, wie viele Kilowattstunden ein Tumbler oder ein Föhn verbraucht. Wie viel Strom eine Smartphone-Akkuladung schluckt, wie oft man mit dem gesparten Strom tumblern könnte, wenn das Modem nur 12/7 statt 24/7 läuft, und, und, und. (Falls euch das interessiert, macht nach diesem Artikel unbedingt das one and only ME-Quiz!)
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.
Mehr über das Energie-Förderprogramm EnergieSchweiz erfährst du unter www.energieschweiz.ch.
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Und doch: Ich bin sicher, da geht noch was. Wegen des immensen Energieverbrauchs will ich KI nicht fragen, wie ich noch mehr Energie spare. Diese Wahrscheinlichkeitsmaschine würde mich sowieso nur in ein Rabbit-Hole-Gespräch verwickeln.
Am Ende sind mir echte Menschen am liebsten. Also habe ich in den letzten Wochen meine Freundinnen, Verwandten, Bekannten und weniger Bekannten gefragt, welche Tricks sie noch auf Lager haben, an die ich bisher nicht gedacht habe.
Die geballte Ladung Antworten der Schwarmintelligenz
Etwas, das ich sofort auch wollte, erfuhr ich beim Apéro von Sergio*, einem ehemaligen Bürokollegen. Er habe die Hausverwaltung gebeten, im Treppenhaus Bewegungssensoren zu installieren, damit die Beleuchtung nicht mehr die ganze Nacht hindurch für nichts leuchtet. Das hätte sie dann tatsächlich gemacht – also nach dem zweiten E-Mail und einem zusätzlichen, langen Telefonat, wie er einräumte.
Der gute Georg in unserem Haus:
Ein paar Tage später hab ich unser Hauswartspaar vom zweiten Stock darauf angesprochen, als ich sie beim Treppenhausputz antraf. Und wie wir so im Energiespargespräch sind, sagt Georg*, dass er im Herbst jeweils die Dichtungen von Türen und Fenstern im Keller und Treppenhaus checkt. Wo es undicht ist, bessere er mit Dichtungsband oder Schaumstoffdichtungen nach. «Das spart Heizkosten. Vor allem, wenn die Energiepreise wieder so hoch sind, weil sie irgendwo ums Verroden Krieg führen müssen.»
Finde ich gut. Vor allem, wie er den letzten Teil seiner Aussage betont hat.
Der eine, der immer herhalten muss
Einer, der bei meinen Umfragen immer geduldig herhalten muss, ist mein Partner. (Falls du das je liest: Danke tusig, dass du ME immer so bereitwillig unterstützt! Das weiss ich zu schätzen.)
Wir kommen immer ins Diskutieren, weil er alle Energiesparmassnahmen bzw. deren Nutzen infrage stellt. Aber beim Tumbler sind wir uns weitgehend einig, dass es nennenswert Energie spart, wenn er die Wäsche einfach am Stewi auf der Terrasse trocknen lässt. Wobei: Im Winter ist der Tumbler manchmal ganz praktisch. Aber meistens hängen wir die Wäsche auch einfach in der Wohnung auf, weil wir tatsächlich froh sind über ein bisschen mehr Luftfeuchtigkeit.
Und für alle, die sich das jetzt fragen: Ja, uns ist bewusst, dass wir am meisten Energie sparen, wenn wir einfach zusammenziehen. Aber gut Ding will Weile haben oder so ähnlich.
Der Boiler Room
Eine gute Freundin von mir, nennen wir sie Sandra*, ist mit ihrer Familie vor etwa zweieinhalb Jahren in ein herziges altes Einfamilienhaus am Stadtrand gezogen. Als wir bei ihr im Garten sassen, erklärte sie, sie hätten vor etwa einem Jahr festgestellt, dass der Boiler viel zu hoch eingestellt war. «Auf 80 Grad oder so», das sei viel zu viel. Jetzt hätten sie ihn auf 60 Grad gestellt. «Wegen der Legionellen sollte man ihn nicht tiefer einstellen», erklärte sie mir.
Danach sprachen wir wieder über Anlagemöglichkeiten und die aktuellen Schwankungen an der Börse. Aber das mit dem Boiler ist mir geblieben. Da muss ich Georg mal drauf anhauen. Aber so, wie ich ihn kenne, wird er das längst auf dem Radar haben.
Der Stromfresser meiner Freundin
Schliesslich traf ich neulich in Brugg AG Rebbi*, meine Gymi-Kollegin von damals zum Kafi und Gipfeli. Ich hatte noch im Kopf, dass sie mir vor einiger Zeit erzählt hatte, dass ihr Mann ein Strommessgerät ausgeliehen hätte, um Stromfresser im Haus zu finden. Deshalb sprach ich sie natürlich auf meine Recherche an. Und sie erzählte vom Kühlschrank aus den 90ern, der einwandfrei funktioniert habe und in der Küche durchaus Retro-Chice ausstrahlte. Er entpuppte sich aber als arger Energiefresser, weshalb ihr Mann «im wahrsten Sinn den Stecker zog», erzählte sie. Vor einigen Monaten haben sie dann einen mega Effizienten gekauft. Der verbrauche jetzt nicht mal mehr halb so viel Strom.
Ersatz für meinen 15-jährigen Kühli
Meinen Uralt-Kühlschrank könnte ich eigentlich auch ersetzen lassen. Offenbar darf man als Mieterin nach Ablauf der Lebensdauer von zehn Jahren einen neuen beim Vermieter anfordern. Das kommt gleich auf meine To-do-Liste.
Und falls ihr euch das fragt: Natürlich kamen aus meinem Umfeld auch die Klassiker, wie Licht löschen, nur so viel Wasser aufkochen, wie man wirklich braucht, duschen statt baden, Wäsche bei tieferen Temperaturen waschen, und, und, und. Aber über all diese Sachen wisst ihr bestimmt längst Bescheid.
Nun seid ihr dran. Welche Energiespartipps setzt ihr in eurem Alltag um, an die man nicht gleich denkt, und was funktioniert möglicherweise überhaupt nicht?
*Ich wollte schon immer mal in einem Artikel diese Sternchen machen.
