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FILE - In this Monday, Dec. 2, 2013, file photo, Amazon.com employees organize outbound packages at an Amazon.com Fulfillment Center on

Amazon-Mitarbeiter sortieren Pakete. Bild: AP/AP

Mann betrügt Amazon um 360'000 Franken – er schickte Pakete mit Erde statt Ware zurück 🙈



Was ist passiert?

Der 22-jährige Spanier James K. hat den US-amerikanischen Onlinehändler Amazon um umgerechnet knapp 360'000 Franken betrogen. Es handelt sich um den grössten Amazon-Betrug in der EU, schreibt «El Espanol». Seine Masche war dreist, aber kreativ.

Amazon verschickt jährlich Milliarden von Paketen. Im Jahr 2017 waren es laut Eigenangaben fünf Milliarden. Klar, das nicht alle bei den Kunden bleiben. Millionen davon werden wieder zurückgeschickt – sei es, weil das Produkt defekt ist oder dem Kunden nicht passt.

Allein in Deutschland werden so 280 Millionen Pakete zurückgeschickt, was ungefähr jedem sechsten Paket entspricht. Bei so einer Rücksendeflut ist es also verständlich, dass man die zurückgeschickten Pakete automatisiert entgegen nimmt.

Was hat der Betrüger nun angestellt?

Ziemlich simpel: Der 22-jährige Spanier aus Mallorca hat diesen automatisierten Prozess ausgenutzt. James bestellte sich ein Produkt auf Amazon und bezahlte es. Er wog das bestellte Paket, entnahm die Ware und ersetzte sie durch Erde und anderen wertlosen Plunder. Danach klebte er den Karton wieder zu und retournierte ihn an Amazon und verlangte eine Rückerstattung der Kaufsumme. Weil der 22-Jährige Amazon-Prime-Kunde war, bezahlte er nicht mal für den Versand.

Wie geht das überhaupt?

Sein Trick funktionierte nur, weil Amazon die Pakete anscheinend nicht sofort prüft. Die retournierte Ware wird automatisch gewogen und falls das Gewicht stimmt, zahlt der Computer den Warenpreis zurück. Ohne, dass das Paket geöffnet wurde. Nur die auffälligen Pakete landen bei einer Sonderprüfung.

Wieso ist er aufgeflogen?

Schlussendlich war es wohl die Gier des Betrügers. Amazon fiel auf, dass der Kunde auffällig viele Pakete retournierte. Der Konzern veranlasste daraufhin eine manuelle Prüfung der Pakete und deckte so den Betrug auf.

Was hat James mit der Ware angestellt?

Der Betrüger gründete eine GmbH und vertrieb die entwendete Ware über einen Onlineshop. Geholfen hat ihm ein Kollege. Laut tamebay.com bestellte er hauptsächlich Smartphones im Wert von um die 1000 Franken. Bei einer Gesamtschadenssumme von 360'000 Franken funktionierte der Schwindel also ziemlich lange.

Welche Strafe gibt's dafür?

Wie «El Espanol» berichtet, wurde James K. verhaftet. Gegen eine Kaution von umgerechnet 3200 Franken wurde er wieder freigelassen. Amazon hat sich bisher nicht zum Fall geäussert. (jaw)

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Marcoluca22 14.08.2019 10:56
    Highlight Highlight wooow ...

    nicht schlecht, auf das muss man erst mal kommen.... spannend das die Ware beim Rückversand nicht geprüft wird ...

    lustig finde ich auch das er Ware von umgerechnet 360K "geklaut" hat und die Kaution für seine Freilassung lausige 3200 Franken beträgt.

    Hat sich definitiv für ihn gelohnt...
  • fidget 14.08.2019 10:19
    Highlight Highlight Diese Leute fliegen immer nur auf, weil sie den Hals nicht voll kriegen. Ich heisse diesen Betrug zwar nicht gut, aber Amazon ist ein Stück weit auch selbst schuld daran. Würden sie die Retouren richtig prüfen, käme es gar nicht dazu. Aber anscheinend ist es so wie es ist rentabel genug und sie können solche Betrügereien verschmerzen.
  • Fenyra Fux 14.08.2019 07:45
    Highlight Highlight Dieses Video über Retouren bei Amazon sagt schon alles... Echt traurig :-(
    Play Icon
  • Donald 14.08.2019 04:28
    Highlight Highlight Das ist mit Sicherheit nicht die ganze Geschichte. Übrigens Amazon erstattet den Betrag schon wenn man die Retoure abschickt und nicht erst wenn sie ankommt. Hat also nichts mit einer Eingangskontrolle zu tun.
  • BenFränkly 13.08.2019 23:22
    Highlight Highlight Amazon wird von nun an eine grooooooose Zahl Pakete mit Erde erhalten...
  • Barracuda 13.08.2019 22:44
    Highlight Highlight Wieso nur habe ich mit dem Drecksladen kein Mitleid...?
  • Fanta20 13.08.2019 22:11
    Highlight Highlight Einerseits kann ich diesen Betrug nicht gutheissen, andererseits fördert diese Episode einmal mehr einen Missstand unserer sorglosen Konsum-, Rücksende- und Wegwerfgesellschaft zu Tage. Die Masche konnte ja nur funktionieren, weil der Faktor Mensch als Prüfinstanz aus Gründen der Kostenoptimierung komplett aus dem Rücknahmeprozess entfernt wurde. Amazon soll ruhig einen Preis dafür zahlen müssen.

    Generell: Die Hürden für Rücksendungen von Waren aus Online-Shops sind m. E. zu tief.
  • andrew1 13.08.2019 21:56
    Highlight Highlight Das paket wird also auf das gewicht geprüft und im anschluss sind die retourangaben beim öffnen nicht mehr lesbar? Sollte doch einfach zurückverfolgt werden können. Verstehe ich nicht ganz. Oder es gibt so wenige falsche rücksendungen, dass das prüfen überhaupt nicht rentabel ist?
  • SpoonerStreet 13.08.2019 21:46
    Highlight Highlight Hört endlich auf bei diesem Riesen einzukaufen! Genau das zeigt was mit den retournierten Packeten geschieht: Mit einem Algorithmus wird kalkuliert bei welchen Waren es sich lohnt sie zu öffnen oder gleich zu entsorgen. Im Prinzip kauft man dort Müll.
    • bcZcity 14.08.2019 08:37
      Highlight Highlight „Hört endlich auf bei diesem Riesen einzukaufen!„

      Würde ich ja. Nur finde ich dort meistens die Filme/Serien die ich in der Schweiz nicht (mehr) bekomme und welche andere Shops nicht in die Schweiz liefern.

      Für gewisse Sammler ist Amazon unumgänglich! Besonders in der Schweiz, wo die meisten Online Shops nicht mal Importware anbieten (Danke an Cede und 1advd an dieser Stelle! 👍) oder wo wir dank nicht ganz in der EU benachteiligt werden.
  • Nero1342 13.08.2019 21:15
    Highlight Highlight geile siech 😂👌🏽
  • Mamasita 13.08.2019 19:49
    Highlight Highlight Wie soll das bitteschön funktionieren? Heisst dies also, die retournierte Ware wurde nicht auf Schäden überprüft, resp. die Pakete lagen da wochenlang, verschlossen, irgendwo herum? Da wird bei Amazon wohl am falschen Ort gespart 😂
    • Lee 13.08.2019 19:54
      Highlight Highlight die werden vernichtet, ist billiger :(
    • crik 13.08.2019 19:58
      Highlight Highlight @ Mamasita: Ein Großteil der retournierten Ware wird sowieso entsorgt, da billiger als Auspacken und auf Schäden prüfen. Traurig, aber leider wahr.
    • Raffaele Merminod 13.08.2019 20:11
      Highlight Highlight Richtig.
      Und Bekleidung zum Beispiel landet in die Mülltonne und wird vernichtet.
      Schöne neue Welt ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alphabetagammaomega 13.08.2019 19:41
    Highlight Highlight Menschen werden immer einen Weg finden, diesen Digitalisierungswahn zu ihrem Vorteil zu nutzen 🤭🤭
    • Sandro Lightwood 14.08.2019 05:59
      Highlight Highlight Ist in der analogen Welt nicht anders.
  • flausch 13.08.2019 19:28
    Highlight Highlight Ist wohl als Systemfehler zu bezeichnen...
    • Mambojambo123 14.08.2019 01:42
      Highlight Highlight Amazon ist ein Systemfehler
  • Liquidpsy 13.08.2019 19:19
    Highlight Highlight na wenn das jetzt nicht ganz viele nachahmer gibt. könnte noch lustig werden für amazon.
    • Kruk 13.08.2019 20:44
      Highlight Highlight Ich habe soeben einen Sack Erde bestellt, bei Amazon...
    • Bündn0r 13.08.2019 21:05
      Highlight Highlight Hatte es IPhones statt Erde in dem Sack?
    • Swen Goldpreis 13.08.2019 22:37
      Highlight Highlight Kruk: Bei Obi gibt ne Aktion mit ganz billiger Erde. Die kannst du dann vor dem Zurückschicken austauschen... haha
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