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Apples iOS und Googles Android nähern sich immer mehr an. Davon profitieren alle. bild: watson

Analyse

5 neue Funktionen fürs iPhone, die Android-User neidisch machen



«Gute Künstler kopieren, grossartige Künstler stehlen.»

Pablo Picasso (zitiert von Steve Jobs)

Apple hat bei Google abgeschaut, das ist klar. Das neue mobile Betriebssystem iOS 14 bringt einiges, das Android-User demonstrativ gähnen lässt. Wenn man genauer hinguckt, zeigt sich allerdings das für die beiden Smartphone-Rivalen typische Muster: Google prescht mit neuen Handy-Funktionen vor, Apple verfeinert und perfektioniert sie. Und bei gewissen Features überholen die Äpfel das grüne Männchen, wie selbst Android-freundliche Techblogs einräumen.

Wer sucht, findet

Ui ui ui! Apple hat die bessere Suchfunktion als die grösste und mächtigste Suchmaschine der Welt?

iOS 14 habe Android gerade mit einer universellen Suchleiste überholt, konstatierte der Techblog Android Police im Juni. Tatsächlich ist die universale iPhone-Suchfunktion, die man durch kurzes nach unten Wischen mit dem Finger startet, ziemlich mächtig und verdammt praktisch:

Und nein, der Google Assistent zähle nicht, meint Android Police; das sei nur eine ungeschickte Art und Weise, etwas zu tun, das mit kurzem Tippen zu erledigen wäre.

Knackigere Widgets

Als Erster eine neue Funktion anzubieten, bedeutet nicht, es auch wirklich gut zu machen. Das zeigt sich bei den sogenannten Widgets – also den kleinen «Helferlein», die als interaktive Elemente auf dem Smartphone-Screen angezeigt werden und als Mini-Anwendungen funktionieren.

Das Fachmagazin «Macwelt» kommentiert:

«Android hat schon so lange Widgets auf dem Startbildschirm, wie das iPhone einen Lightning-Port hat, aber nur sehr wenige von ihnen sind es wert, ausserhalb der Google-Suchleiste und der grundlegenden Wetterbedingungen verwendet zu werden. Widgets von Drittanbietern sind, um es milde auszudrücken, meistens Müll, und Google hat nichts getan, um die Plattform voranzubringen, abgesehen von einigen wenigen Widgets, die standardmässig installiert sind.»

quelle: macwelt.de

Ganz anders löse dies Apple nun (endlich) mit iOS 14. Die Widgets haben ein einheitliches Design, sind auf den Home-Screen abgestimmt und erfüllen ihre eigentliche Hauptaufgabe: «Sie bieten Informationen auf einen Blick, sodass die Notwendigkeit, Apps zu starten, reduziert wird.»

Habe ich schon erwähnt, dass sich die Widgets auf dem Home-Screen stapeln lassen? Und dann gibt's auch noch einen Smart-Stapel, der sich automatisch anpasst.

Wobei anzumerken ist, dass auch bei iPhone-Widgets Luft nach oben ist. Die Auswahl ist noch sehr überschaubar und die Umsetzung muss sich weiter verbessern.

Bild-im-Bild (PiP)

Google war um Welten früher mit der Funktion, die auf Englisch «Picture in Picture», kurz PiP, genannt wird. Apple habe die minimierten Videofenster gerade erst in iOS 14 implementiert, biete aber von Anfang an zwei zusätzliche Funktionen an, hält Android Police fest: So können iPhone-User mit Pinch-to-zoom die Grösse des schwebenden Fensters einfach ändern, und durch Zur-Seite-Wischen kann man das Fenster ausblenden und mit einem Fingerdruck wieder zurückholen.

Mehr Datenschutz, weniger Tracking

Mit iOS 14 baut Apple für die iPhone-User den Schutz der persönlichen Daten, die wegen des Mobilgeräts anfallen, weiter aus: Dies betrifft speziell die genaue Ortung des iPhones über GPS und Co. wobei das Tracking über Apps erfolgt.

Neu kann man für jede App festlegen, ob sie eine genaue Ortung durchführen darf und welche App sich mit weniger präzisen Ortsangaben begnügen muss. Die technische Umsetzung sei clever gemacht, konstatiert MacTechNews:

«Apps, welchen die präzise Ortung untersagt wurde, erhalten nun nur noch einen Standort mit einem dynamisch gewählten Radius. Dieser Standort wird erst aktualisiert, wenn der Nutzer diesen Radius verlassen hat – somit kann die App nicht davon ausgehen, dass sich der Nutzer im Zentrum des Gebietes aufhält.»

«App Clips»

Mit App Clips kopiert Apple im Wesentlichen Instant Apps, eine Funktion, die schon seit Jahren auf Android vorhanden ist. Bei iOS 14 sei das Ganze aber von Anfang an nützlicher, räumt Android Police ein. Für iPhone-User sei eine Zahlungsmöglichkeit und Anmeldefunktion (Sign in with Apple) in den Clip integriert. Und für die Dienste-Anbieter gebe es eine einfache Möglichkeit, den Nutzerinnen und Nutzern ihren Clip zu präsentieren (NFC-Tags oder QR-Codes).

Fazit

Mit jeder neuen iOS-Generation ziehen mehr und mehr ehemals exklusive Android-Funktionen auf dem iPhone ein:

Bislang konnte sich Google sicher sein, dass man zwar bei Updates weit hinter der iPhone-Konkurrenz liege, aber wenigstens funktionstechnisch überlegen sei, kommentierte giga.de. Dieser Vorsprung sei mit iOS 14 komplett dahin.

«Für Android 12 muss sich Google also wieder richtig ins Zeug legen – und davon profitieren Android-Nutzer. Danke, Apple!»

Und jetzt du!

Ist Apples iOS 14 das bessere Android? Was ist deine liebste Funktion, die auf jedes Smartphone gehört? Wo ist Android dem iPhone immer noch voraus? Schreib uns deine Meinung via Kommentarfunktion, aber bitte schön gesittet! 😉

Quellen

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