Mac Mini und Mac Studio: Apple stellt neue Geräte und schnellere Chips vor
Apple verpasst seinen kleinsten Macs einen Geschwindigkeitszuwachs. Das Unternehmen hat neben neuen Mac-Mini- und Mac-Studio-Modellen auch neue Chips vorgestellt. In den vergangenen Jahren kamen solche Produktvorstellungen erst im Herbst.
Neu sind der M6 und der M5 Ultra. Bei beiden Chips verspricht Apple einen Sprung bei der Rechenleistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Vor allem Entwickler dürften davon profitieren, da grosse KI-Modelle (LLMs) lokal auf dem Mac ausgeführt werden können sollen.
Mac Mini 2026
Cluster-Betrieb und neue Anschlüsse
Den M6 baut Apple gleich im neu vorgestellten Mac Mini ein, der jetzt auch wahlweise mit einem M5 Pro bestückt werden kann.
Beide Modelle kommen erstmals mit WLAN 7 und Bluetooth 6. Das Ethernet wurde auf 2,5 Gbit/s aufgerüstet, optional ist eine 10-Gbit/s-Variante verfügbar. Der Mac Mini mit M5 Pro verfügt über drei Thunderbolt-5-Anschlüsse, die Variante mit M6 über drei Thunderbolt-4-Anschlüsse.
Über Thunderbolt 5 lassen sich laut Apple mehrere Mac-mini-Systeme zu einem Cluster verbinden, um grosse KI-Modelle gemeinsam auszuführen. Wie das funktioniert, wird sich in ersten Tests zeigen. Auch andere Hersteller erlauben die Verbindung von Rechnern, um KI-Modelle schneller ausführen zu können.
Der Mac Mini mit M6 ist ab 900 Franken erhältlich, für die Version mit M5 Pro verlangt Apple ab 1700 Franken. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die Auslieferung soll allerdings erst am 22. September beginnen.
Mac Studio 2026
Doppelt so schneller SSD und neue Anschlüsse
Den M5 Ultra baut Apple dagegen in seinen neuen Mac Studio ein, der für Profi-Anwender gedacht ist. Das Gerät lässt sich zudem mit dem bereits erhältlichen M5 Max bestellen.
Hier soll laut Apple eine neue SSD-Architektur auf Basis des Steckplatzstandards PCIe Gen 6 bis zu doppelt so schnelle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten ermöglichen. Thunderbolt 5 bietet zudem Übertragungsraten von bis zu 120 Gbit/s.
Der Mac Studio unterstützt bis zu acht Displays oder bis zu vier Studio Display XDR mit 5K-Auflösung und 120 Hz. Neu ist eine Genlock-Unterstützung über USB-C für die Synchronisation zwischen Display und professionellen Kameraaufnahmen. Genlock ist ein Verfahren zur zeilen- und bildgenauen Synchronisation mehrerer Videosignalquellen. Für Filmemacher kann das wichtig sein.
Der Mac Studio mit M5 Max ist ab 2500 Franken erhältlich, die Variante mit M5 Ultra ab 5500 Franken. Vorbestellungen nimmt Apple ab sofort entgegen, die Auslieferung beginnt laut Ankündigung am 22. September. Eine Version mit 512 GB Arbeitsspeicher soll Ende Oktober folgen.
Verwendete Quellen:
- Apple-Mitteilung: "Apple introduces M6 and M5 Ultra for a big leap in performance and AI compute" (Englisch)
- prnewswire.com: "Geekom Pushes the Boundaries of Mini PC Innovation with Four-Node A9 Mega AI Cluster" (Englisch)
- Apple-Medienmitteilungen für die Schweiz
(dsc/t-online)

