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Google kauft Daten gescheiterter US-Airline zum KI-Training

epa12927676 (FILE) - A departing Spirit Airlines aircraft taxis to a runway at Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport in Atlanta, Georgia, USA, 18 November 2024 (reissued 02 May 2026). The a ...
Ein Flieger der Spirit Airlines in Atlanta.Bild: keystone

Google kauft Daten gescheiterter US-Airline fürs KI-Training

18.08.2026, 07:0318.08.2026, 14:14

Google hat sich für das Trainieren seiner KI-Modelle ein riesiges Datenpaket des pleitegegangenen US-Billigfliegers Spirit Airlines gesichert. Der Techkonzern betonte, dass vor der Übergabe der Daten alle personenbezogenen Informationen entfernt werden sollen.

Für ein Gebot von zehn Millionen Dollar ersteigerte der Tech-Riese in einer Auktion unter anderem rund 100 Millionen E-Mails sowie 500 Millionen Unterhaltungen über die Messaging-Plattform Microsoft Teams, wie aus Unterlagen im Insolvenzverfahren hervorgeht.

Der Datensatz könne helfen, «unsere Produkte und KI-Modelle zu verbessern», hiess es in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg. Zu dem Paket gehören auch Software sowie Daten zur Preisgestaltung.

KI soll aus echten Abläufen lernen

Der Kauf passt zu in jüngster Zeit bekanntgewordenen Versuchen von KI-Firmen, firmeninterne Kommunikation etwa gescheiterter Start-ups zum Training Künstlicher Intelligenz zu erwerben. Die Idee dabei ist unter anderem, zur Verbesserung der KI reale Abläufe in Unternehmen zu simulieren. Unterlegener Bieter bei der Spirit-Auktion war die KI-Firma Mercor mit einem Gebot von 7,5 Millionen Dollar.

Spirit Airlines hatte Anfang Mai den Betrieb eingestellt. Seit August vergangenen Jahres war der Billigflieger bereits im zweiten Insolvenzverfahren binnen weniger als zwölf Monaten. Ursprünglich wollte die Airline es im Sommer mit niedrigeren Schulden verlassen. Doch dann wurden diese Pläne durch die im Iran-Krieg stark gestiegenen Kerosinpreise torpediert. Der «plötzliche und anhaltende» Anstieg habe keinen anderen Weg gelassen, als den Betrieb einzustellen, betonte Spirit-Chef Dave Davis.

(sda/dpa)

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