Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Happy Birthday, Woz! Und nein, wir meinen nicht die «Wochenzeitung» 

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak wird 65. Wir zeigen seine besten Momente.



Steve Wozniak (Woz) hat mit Apple die PC-Revolution angeführt. Das Gesicht des Unternehmens wurde zwar sein langjähriger Freund Steve Jobs – doch ohne Wozniaks Erfindungen wäre Apples Welterfolg nicht möglich gewesen.

Die ersten Apple-Computer waren das Werk von Woz, sie schoben Mitte der 1970er Jahre die PC-Revolution mit an und legten den Grundstein für den heutigen Milliardenkonzern Apple. 

Von ihm stammte die Idee, die Bauteile auf einer Hauptplatine zu vereinen, die Anordnung der Schaltkreise bis hin zur Software, die das System zum Laufen brachte. Schon damit sicherte sich Wozniak, der am 11. August 65 Jahre alt wird, einen Platz in der Computergeschichte.

Woz über sein Baby, den Apple-I-Computer

abspielen

YouTube/Bloomberg Business

Woz, der Scherzkeks

Mit seinem Jugendfreund und Apple-Mitgründer Steve Jobs verbanden Wozniak das Interesse an Elektronik sowie die Liebe zu Scherzen und Musik. «Woz war der erste Mensch, den ich traf, der mehr über Elektronik wusste als ich», sagte Jobs einmal.

Der fünf Jahre ältere Wozniak brachte ihm auch die Songs von Bob Dylan nahe, gemeinsam jagten sie Live-Mitschnitten seiner Auftritte nach. Und sie verabschiedeten eine Abschlussklasse an ihrer Highschool mit einem riesigen Stinkefinger-Transparent, das sich plötzlich von einem Balkon entrollte. Dieser Streich habe ihre Freundschaft besiegelt, erzählte Jobs später seinem Biografen Walter Isaacson.

Woz über seine «Tetris»-Leidenschaft

abspielen

YouTube/Game Informer

Wozniak wuchs mit elektronischen Bauteilen als liebstes Spielzeug auf, sein Vater war Ingenieur bei der Luftfahrt- und Rüstungsfirma Lockheed. Auch als Teenager lötete Woz gerne an Schaltkreisen herum. «Ich wollte immer nur Ingenieur sein», sagte er. 

Das Design seines Personal Computers, aus dem später der Apple I wurde, wollte er ursprünglich für andere Computer-Bastler offenlegen. Jobs musste ihn überreden, daraus eine Firma aufzubauen und fertige Geräte zu verkaufen.

Woz, der Tüftler

Jobs der Geschäftsmann, Woz der Tüftler – diese Rollenteilung bei Apple probierte das Duo früh bei einem Experiment mit einer sogenannten «Blue Box» aus. Mit diesem Gerät tricksten sie die Systeme des damaligen Telefon-Monopolisten AT&T aus und ermöglichten kostenlose Ferngespräche. 

Woz gibt ein Trainer-Interview (1984)

abspielen

YouTube/kreftovich1

Woz las in einem Magazinartikel, dass alle Steuerfrequenzen für das Netz von AT&T in einem öffentlich zugänglichen Handbuch aufgeführt waren. Während der Telekom-Riese sich daran machte, die Exemplare schleunigst aus den Bibliotheken zu entfernen, schlichen sich die Freunde an einem Sonntag in eine geschlossene Bücherei und sicherten sich die Informationen. Wozniak war der erste, dem es gelang, eine digitale «Blue Box» zu bauen.

Erst nutzten sie das Gerät nur zum Spass. Einmal riefen sie aus einer Telefonzelle den Vatikan an, Wozniak gab sich als US-Aussenminister Henry Kissinger aus und verlangte, dringend den Papst zu sprechen. Zum Kirchenoberhaupt wurden sie nicht durchgestellt – doch die Box funktionierte und Jobs hatte die Idee, damit Geld zu verdienen. Die Teile kosteten rund 40 Dollar, Jobs setzte den Preis bei 150 Dollar an. Sie machten rund 100 Stück und wurden das meiste davon los.

Woz über Steve Jobs (2011)

abspielen

YouTube/Associated Press

Die Computer, die Wozniak entwarf, waren Apples erster grosser Erfolg. Während die Firma schnell grösser und erfolgreicher wurde, kam aber auch immer deutlicher zu Tage, wie unterschiedlich die beiden Freunde am Ende waren.

Woz war im Herzen immer ein Bastler, ein Nerd, eine recht naive Seele, ohne den Erfolgsdrang und die Ruppigkeit von Jobs. Als dieser mehrere frühe Apple-Mitarbeiter beim Börsengang aussen vor liess, schenkte Wozniak ihnen Aktien aus seinem eigenen Anteil. Zugleich war die Garagenzeit von Apple vorbei und ein Grossteil der Entwicklung lief ohne Wozniak.

Woz ist für (fast) alles zu haben. Wie wär's zum Beispiel mit Segway Polo:

abspielen

YouTube/Wall Street Journal

Woz stürzt ab

Im Februar 1981 verunglückte Hobbypilot Wozniak beim Start eines Kleinflugzeugs. Auch seine Verlobte war an Bord. Er wurde am Kopf verletzt und litt wochenlang unter Gedächtnisstörungen. 

Nach diesem Erlebnis nahm sich Woz eine Auszeit von Apple, organisierte zwei Festivals mit Musik und Technologie. 1983 kehrte er noch einmal zurück – nur um sich 1985 endgültig zu verabschieden.

Woz macht Autowerbung, damals ...

abspielen

YouTube/StuTube

... und heute.

abspielen

YouTube/Cadillac

Woz, der Privatier

Seitdem jettet Wozniak als Legende aus den Anfangszeiten der PC-Branche durch die Welt für Auftritte, wie zum Beispiel 2014 auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Er spendete viel, tanzte eher ungelenk durch die TV-Show «Dancing with the Stars» im US-Fernsehen und tauchte als er selbst in der Serie «The Big Bang Theory» auf.

Woz bei «The Big Bang Theory»

abspielen

YouTube/LosInklings

Ins aktive Tech-Geschäft kehrte Wozniak noch einmal 2009 als Chefwissenschaftler der Speicherfirma Fusion-io zurück, die im vergangenen Jahr vom Konkurrenten Sandisk übernommen wurde. Sein Erstlingswerk schwingt sich währenddessen auch nach dem Tod des langjährigen Firmenchefs Jobs weiter von Erfolg zu Erfolg: Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt. 

(dsc/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

30 Jahre Apple Macintosh

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2

US-Kongress droht mit Zerschlagung der mächtigen Tech-Giganten – diese reagieren umgehend

Der US-Kongress hat Amazon, Apple, Google und Facebook ins Visier genommen. Die einstigen Start-ups hätten sich in gefährliche Monopolisten verwandelt. Nun wird gar laut über eine Zerschlagung der Internetriesen nachgedacht.

Lange wollte die US-Politik nichts von einer strengeren Regulierung der grossen US-Techkonzerne wissen. Nun hat der Wind gedreht: Im US-Kongress verdichten sich Pläne, die grossen Tech-Konzerne zu einem faireren Wettbewerb zu zwingen. Dabei bringen die Abgeordneten in einem umfassenden Untersuchungsbericht auch eine Zerschlagung «bestimmter dominierender Plattformen» ins Gespräch.Der Wettbewerbs-Unterausschuss im Repräsentantenhaus kam in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel