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NEW YORK, NY - SEPTEMBER 21: A customer tries out the Apple iPhone 5 inside the Apple Fifth Avenue flagship store on the first morning it went on sale on September 21, 2012 in New York City. Customers lined up for days to purchase the hotly anticipated device which went on sale nationwide today. (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Muss man sein Passwort dem Zoll enthüllen oder ist es Privatsache? Bild: Getty

Darf man dem Zollbeamten den Zugriff auf das eigene Handy verwehren?

In Kanada droht einem Mann ein Jahr Gefängnis, weil er sein Handy-Passwort nicht herausrückte. Wie sieht das bei uns aus?



Damit dürfte der Kanadier Alain Philippon nicht gerechnet haben. Als er am 2. März von seiner Reise in die Dominikanische Republik wieder in Quebec ankam, verlangt ein Zollbeamter das Passwort für sein Smartphone. Philippon weigerte sich mit der Begründung, dies sei eine Verletzung seiner Privatsphäre. Wegen Behinderung der Staatsgewalt drohen dem 38-Jährigen nun bis zu einem Jahr Gefängnis sowie eine Busse von bis zu 19'500 Franken, wie das US-Portal Venture Beat berichtet. Der Gerichtstermin ist auf den 12. Mai angesetzt. Sein Smartphone wurde beschlagnahmt. In Kanada wartet man nun gespannt auf das Urteil in diesem Präzedenzfall.

Schweiz weit weniger streng

In der Schweiz wäre eine solche Bestrafung undenkbar, heisst es sowohl von Seiten der Flughafenpolizei Zürich als auch der Schweizer Zollverwaltung. Ein Passwort würde man in der Regel ohnehin nicht verlangen. Der Reisende könnte aufgefordert werden, sein Handy zu entsperren, falls er ein unerlaubtes Foto gemacht habe oder man die IMEI-Nummer des Geräts, zwecks Diebstahl überprüfen möchte. Wer nicht kooperiert, mache sich natürlich verdächtig, was zur vorübergehenden Festnahme führen kann.

Grundsätzlich gelten laut Walter Pavel von der Schweizer Zollverwaltung, folgende Grundregeln:

So sieht es in der Schweiz aus

Die Flughafenpolizei fügt an, dass ein Jahr Gefängnis für die Nichtherausgabe des Passworts kaum möglich sei. Je nach Fall müsse man mit einer Busse rechnen, wahrscheinlicher sei aber, dass es den Reisenden einfach Zeit koste.

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