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VW-Chef attackiert Tesla – und löst Shitstorm aus

Der VW-Chef attackiert Tesla – und sticht in ein Wespennest

23.10.2017, 10:5223.10.2017, 22:17

Stell dir vor, du bist als Chef des VW-Konzerns an eine Podiumsdiskussion zum Thema «Die Zukunft der Automobilindustrie» eingeladen. Zum Schluss der Veranstaltung gibt's eine Fragerunde und die Moderatorin erwähnt nebenbei, dass es Tesla gelinge, seine Kunden zu faszinieren.

So passiert ist es letzte Woche Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Am besten hören wir uns die darauf folgende Tirade des Managers im Original-Wortlaut (auf Bayerisch) an:

Das sagte der VW-Chef über Tesla:

«Bei allem Respekt, es gibt auf dieser Welt Ankündigungsweltmeister, ich nenne keine Namen. Es gibt Unternehmen, die verkaufen mit Mühe 80'000 Autos pro Jahr. Volkswagen 11 Millionen in dem Jahr. Dann gibt's Unternehmen wie Volkswagen, die erwirtschaften im Jahr einen Gewinn von 13 oder 14 Milliarden Euro. Und wenn ich richtig informiert bin, dann vernichtet Tesla pro Quartal einen dreistelligen Millionenbetrag, [und] schmeisst die Mitarbeiter raus, wie sie lustig sind. Also Sozialkompetenz – weiss ich nicht, wo die ist. »
quelle: youtube

Dass der VW-Konzern wegen #Dieselgate und unternehmerischen Versäumnissen massiv sparen muss und allein in Deutschland zehntausende Arbeitsplätze streicht, blendete der hochbezahlte Manager ganz einfach aus.

Die Podiumsdiskussion wurde gefilmt und bei YouTube veröffentlicht, die Reaktionen liessen nicht lang auf sich warten ...

«Da spricht ein Blinder von Farbe.»
Kommentar bei heise.de
«Man kann von Tesla halten was man will, aber wenn man selbst 25 Milliarden für Strafen verbrennt, sollte man zum Thema Geld verbrennen einfach mal die Fresse halten.»
Kommentar bei YouTube
«Selbstbelobigung auf der Feier auf der Titanic.»
«Wie es scheint hat der Herr Müller aus seiner teuren Arroganz im Abgasskandal nichts gelernt. Hätte er sich bei Anhörungen in den Staaten etwas demütiger gezeigt, wäre der Skandal für VW deutlich billiger geworden. Und nun sowas. Zugegeben, diese dummen Sprüche werden ihn kein Geld kosten, aber in seiner Position sollte man wissen wie PR geht (...).»
quelle: heise.de
«Ja Ja VW, wer im Glashaus sitzt sollte NIEMALS mit Steinen werfen. Kein VW-Mitarbeiter war jemals mit Geld vom Konzern im Bordell und die Abgaswerte wurde zu keinem Zeitpunkt geschönigt. Die konzernhöchsten Mitarbeiter schweben im weissen Anzug durch die Firmenzentrale und begrüssen sich gegenseitig mit ‹Namaste›.»
quelle: youtube
Was hältst du von den Aussagen des VW-Chefs?
An dieser Umfrage haben insgesamt 3965 Personen teilgenommen

(dsc, via dailykanban.com)

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