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Telegram von massivem DDoS-Angriff betroffen – steckt China dahinter?

Telegram von massivem DDoS-Angriff betroffen – steckt China dahinter?

13.06.2019, 10:0014.06.2019, 06:44

Der Smartphone-Messenger Telegram ist nach eigenen Angaben Ziel eines grossangelegten Hackerangriffs geworden. Die Attacke sei grösstenteils von China aus gestartet worden. Telegram-Gründer Pavel Durov setzte den Vorfall in Zusammenhang mit den Massenprotesten in Hongkong.

Das Netzwerk machte den Zwischenfall, der zu Störungen des verschlüsselten Dienstes führte, am Mittwochabend öffentlich.

Es handelte sich demnach um eine sogenannte DDoS-Attacke, mit der die Angreifer die ins Visier genommenen Server durch Überlastung lahmlegen wollten. In vielen Regionen der Welt konnte es vorübergehend zu Verbindungsproblemen mit dem Dienst kommen.

Schlag gegen Aktivisten

Wie Durov über Twitter mitteilte, hatten sich vergleichbaren Hackerangriffe, in die staatliche Akteure involviert gewesen seien, in der Vergangenheit immer zeitgleich mit Protestbewegungen in Hongkong ereignet. «Dieser Fall war keine Ausnahme.»

Bei den schweren politischen Unruhen in Hongkong organisieren sich viele Aktivisten über Telegram, um so der Überwachung durch die chinesischen Behörden zu entkommen. Auf dem chinesischen Festland ist der Onlinedienst nicht verfügbar, die Bewohner der einstigen britischen Kronkolonie haben jedoch Zugang.

Zehntausende Menschen hatten am Mittwoch aus Protest gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz Hauptverkehrsstrassen und das Regierungsviertel in Hongkong blockiert, es kam zu Zusammenstössen mit der Polizei. 70 Menschen wurden verletzt. Bereits am Sonntag hatten in Hongkong hunderttausende Menschen gegen das geplante Auslieferungsgesetz demonstriert. Am Donnerstagmorgen blieb die Lage vorerst ruhig.

(sda/reu/dpa)

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