Digital
CIA

Er belieferte Wikileaks: CIA-Programmierer soll 40 Jahre hinter Gitter

Er belieferte Wikileaks: CIA-Programmierer soll 40 Jahre hinter Gitter

02.02.2024, 15:1602.02.2024, 15:19

Ein früherer Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA soll wegen Weitergabe geheimer Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks mehrere Jahrzehnte hinter Gitter.

US-Medien berichteten am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium, der 35-jährige Programmierer Joshua Schulte sei wegen Spionage und des Besitzes von Kinderpornografie zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Im März 2017 hatte Wikileaks Tausende Seiten von vertraulichen Dokumenten unter dem Label «Vault 7» veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass die CIA eine eigene Programmiertruppe aufgebaut hatte, um durch Schwachstellen unter anderem in Smartphones, Computern und Smart-TV-Geräten Verdächtige gezielt auszuspähen.

Bei einer grossangelegten Fahndungsaktion stiessen Ermittler laut Justizministerium auf den Mann, der bis 2016 als Software-Ingenieur bei der CIA an der Entwicklung von Spionageprogrammen gearbeitet hatte. Er wurde 2018 unter anderem wegen illegaler Beschaffung von Informationen über die nationale Verteidigung und deren unrechtmässige Weitergabe angeklagt.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So hörte die CIA über eine Schweizer Firma 100 Staaten ab
1 / 12
So hörte die CIA über eine Schweizer Firma 100 Staaten ab
Mai 1952: Der Schwede Boris Hagelin gründet in Steinhausen (Zug) eine Firma für Chiffriergeräte. Die Crypto AG bietet Sicherheitslösungen für Militärs, Unternehmen, Privatpersonen, Banken und Regierungen.
quelle: wikicommons/gemeinfrei
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Twitter und Facebook über russischen Einfluss bei US-Wahlen
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die SBB-App wird noch viel praktischer – das sind die wichtigsten Neuerungen
Das Parkticket-Buchen (P+Rail) zieht direkt in die SBB-Mobile-App um und EasyRide wird endlich schlau genug für Sparbillette. Was sich ab Mittwoch für Pendlerinnen, Hundebesitzer und Sparfüchse ändert.
Die SBB bauen ihre wichtigste App weiter aus und integrieren bisher ausgelagerte Dienste direkt in «SBB Mobile». Zudem gibt es praktische Verbesserungen für EasyRide und eine Vorschau auf eine neue Sperrbildschirm-Funktion für iPhone- und Android-User.
Zur Story