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RockYou2024: Das steckt hinter dem grössten Passwort-Leak aller Zeiten

Passwort-Leak (Symbolbild)
Wer sich an die gängigen Vorsichtsmassnahmen hält, hat (fast) nichts zu befürchten.Bild: imago-images.de

Aufregung um «grösstes Passwort-Leak aller Zeiten» – das steckt dahinter

In einem Hacker-Forum ist unter der Bezeichnung RockYou2024 die angeblich grösste Sammlung gestohlener Login-Daten veröffentlicht worden. Kein Grund zur Panik!
09.07.2024, 13:3424.06.2025, 09:01

Seit Tagen machten alarmierende Meldungen über das angeblich grösste Passwort-Leak aller Zeiten die Runde. Fast zehn Milliarden gestohlene Login-Daten seien in einer Datei namens rockyou2024.txt enthalten. Dabei handle es sich um User-Daten, die aus verschiedenen aktuellen und älteren Leaks zusammengetragen wurden.

Das ursprüngliche Posting im Hacker-Forum datiert vom 4. Juli. Seither häuften sich allerdings auf der Social-Media-Plattform X (Twitter) die skeptischen Einschätzungen von unabhängigen Cybersicherheits-Experten.

Wie schlimm ist es?

Nicht weiter besorgniserregend, sagen Leute, die die ZIP-Datei heruntergeladen und analysiert haben.

Er habe sich die entsprechende Liste angesehen und sie sei «absoluter Müll», hält der autistische kanadische Hacker Dustin Heywood und X-User EvilMog fest. Und ein anderer Kenner der Materie bestätigt, dass die zusammengestellten Daten keinen Wert hätten.

«Die RockYou2024-Version ist Müll. Die Datei beginnt mit vielen 0x00, und eine schnelle Durchsicht der Zeichenfolgen zeigt, dass sie viele gehashte Passwörter enthält (wie aus /etc/passwd). Auch zufällige Firmennamen und andere Sachen. Ich bezweifle stark, dass sie irgendeinen echten Wert/eine echte Bedrohung darstellt.»
quelle: x.com

Demnach sind viele der in der Textdatei enthaltenen Passwörter nicht im Klartext aufgeführt, sondern als Hash-Version. Das heisst, sie sind leicht verschlüsselt, sodass sie nicht ohne zusätzlichen Aufwand für Anmeldeversuche missbraucht werden können.

Was lernen wir daraus?

Im Prinzip könnten Hacker solche Passwörter-Listen verwenden, um sogenannte Brute-Force-Angriffe durchzuführen und sich unbefugten Zugriff auf verschiedene Online-Konten zu verschaffen. Dazu lassen sie eine Software alle bekannten Benutzernamen-Passwort-Kombinationen automatisch durchprobieren.

Wer seit vielen Jahren das immer gleiche Passwort verwendet, muss tatsächlich damit rechnen, dass eigene Online-Konten kompromittiert werden.

Wer einzigartige Passwörter verwendet und diese über einen Passwort-Manager verwaltet, sollte sicher sein. Insbesondere dann, wenn bei den Online-Diensten die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiv ist. Denn so können Angreifer selbst dann nicht in fremde Konten eindringen, wenn sie die Login-Daten kennen.

Anzumerken ist, dass schon früher entsprechende Textdateien im Internet verbreitet wurden. Vor drei Jahren veröffentlichte Cybernews.com einen Artikel über die damals angeblich grösste Passwort-Sammlung RockYou2021 mit 8,4 Milliarden Passwörtern im Klartext.

Bin ich betroffen?

Das kannst du auf dieser Passwort-Check-Website von Cybernews herausfinden. Du gibst deine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ein und erfährst innert Kürze, ob deine Login-Daten in einem Leak enthalten waren – und von Hinz und Kunz im Internet einsehbar sind.

Quellen

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