DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital-News

Handy-Sucht bei Kindern: Darum soll Apple eingreifen

08.01.2018, 07:05

Weitere News im Überblick:

  • Erste Nutzer verklagen Intel wegen Prozessor-Schwachstelle

iPhone-Sucht bei Kindern: Apple soll dagegen vorgehen

Zwei Grossaktionäre haben Apple aufgefordert, gegen die Smartphone-Sucht bei jungen Menschen vorzugehen. So soll der iPhone-Hersteller eine Software entwickeln, mit der Eltern die Nutzungsdauer beschränken können, wie das Wall Street Journal in der Nacht auf Montag berichtet.

Ab welchem Alter sollen Kinder ein eigenes Smartphone haben?

Ausserdem soll Apple untersuchen lassen, wie sich die übermässige Smartphone-Nutzung auf die Psyche auswirkt. Erwähnt werden Bedenken wegen der Zunahme von Teenager-Depressionen und erhöhten Suizid-Raten bei jungen Leuten.

iPhones und Kinder seien eine «toxische Kombination».
iPhones und Kinder seien eine «toxische Kombination».
screenshot: wsj

Es gehe darum, dass Apple mit gutem Beispiel vorangehe und andere Smartphone-Hersteller nachziehen.

«Apple kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, der Industrie zu signalisieren, dass die besondere Aufmerksamkeit für die Gesundheit und Entwicklung der nächsten Generation sowohl ein gutes Geschäft als auch das Richtige ist.»
quelle: wsj

Bei den zwei Investoren handelt es sich um den Hedgefonds Jana Partners und den kalifornischen Lehrer-Pensionsfonds CalSTRS. Nach ihrem Willen soll Apple zudem untersuchen lassen, wie sich die übermässige Telefonnutzung auf die Psyche auswirkt.

Die Manager beider Fonds seien besorgt, dass sich das Thema negativ auf den Apple-Aktienkurs auswirke, wenn es nicht angegangen werde, berichtete das «WSJ» weiter. Sie verfügen demnach zusammen über Anteilsscheine im Wert von etwa zwei Milliarden Dollar.

Weniger Unfälle

Apple habe in der Vergangenheit Bereitschaft gezeigt, etwas gegen problematisches Verhalten von Smartphone-Nutzern, respektive negative gesellschaftliche Folgen, zu tun. So sei mit dem mobilen Betriebssystem iOS 11 eine «Nicht stören»-Funktion für Autolenker lanciert worden, um Unfälle zu vermeiden.

Apple soll nun freiwillig gegen übermässige Smartphone-Nutzung bei Minderjährigen vorgehen, bevor Regulierungsbehörden oder Konsumenten eine gesetzliche Regelung erzwingen.

Während Jana die Initiative bestätigte, reagierten CalSTRS und Apple zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahmen.

(sda/reu)

Erste Nutzer verklagen Intel wegen Prozessor-Schwachstelle

Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Sicherheitslücke in Computer-Prozessoren gerät der Branchenrise Intel ins Visier erster Klagen von US-Konsumenten. Sie argumentieren mit Blick auf die entdeckte Schwachstelle, dass ihnen schadhafte Chips verkauft wurden und fordern Wiedergutmachung.

Bis Samstag wurden zunächst drei Klagen in den Bundesstaaten Kalifornien, Indiana und Oregon eingereicht. Sie streben den Status von Sammelklagen an, denen sich weitere Konsumenten anschliessen können.

Durch die Sicherheitslücke können theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen.

Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. Tech-Firmen sind dabei, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem nach Ansicht von Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben.

Forscher machten zwei Angriffsszenarien aus: Mit «Meltdown» kann man Daten aus dem Betriebssystem abgreifen, mit «Spectre» aus anderen Programmen.

(sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Fair produzierte Handys und Laptops – von Apple bis Huawei

1 / 19
Fair produzierte Handys und Laptops – von Apple bis Huawei
quelle: epa/epa / roman pilipey
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel