Digital
Games

Gamescom: Darum ist die AfD auf der Computerspiel-Messe nicht willkommen

Social media influencer and live streamer Kunshikitty walks through the exhibition halls during the opening of Gamescom, the world's biggest gaming event and most important business platform for  ...
Tummelplatz für Influencer: Die Gamescom findet noch bis am 30. August in Köln statt.Bild: keystone

Darum ist die AfD auf der grössten Computerspiel-Messe der Welt nicht willkommen

Die als rechtsextrem geltende deutsche Partei ist auch an der Gamescom in Köln ein Thema: An der weltgrössten Branchenmesse für Computer- und Videospiele will man nichts mit ihr zu tun haben.
28.08.2026, 11:5328.08.2026, 15:56
Ein Artikel von
t-online

An der derzeit stattfindenden Gamescom haben Vertreter der AfD nach Ansicht der Veranstalter nichts verloren. Der Geschäftsführer des Game-Branchenverbandes, Felix Falk, erklärte in Köln:

«Diejenigen, die demokratische Prinzipien und eine offene Gesellschaft bekämpfen, so wie die AfD es tut, die sind nicht unser Partner und die sind auf einer Gamescom nicht willkommen.»
Felix Falk ist Geschäftsführer der Interessenvertretung der Videospiel-Industrie in Deutschland

Die Begründung

Deutschland sei ein Land, in dem Vielfalt, Gleichberechtigung und demokratischen Rechte hochgehalten und beschützt werden, sagte Falk. Und weiter:

«Wir treten ein für die freiheitlich demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat, wir treten ein für Vielfalt und das respektvolle Miteinander unterschiedlicher Perspektiven und wir treten ein für eine offene Gesellschaft.»

Im Verband Game hat sich Deutschlands Branche für Computer- und Videospiele organisiert. Der Verband ist auch mit der Politik in Kontakt, damit die Interessen der Branche angemessen zur Geltung kommen in der Gesetzgebung und in der öffentlichen Debatte. Schon vor längerer Zeit hat sich Game selbst auferlegt, kein Gespräch mit der AfD zu suchen und zu Veranstaltungen keine AfD-Politiker einzuladen.

Die Gamescom gilt als weltweit grösste Messe für Computer- und Videospiele sowie Unterhaltungselektronik. Sie findet jährlich in Köln statt. Hersteller aus aller Welt präsentieren auf der Messe ihre neue Software und Hardware.

Gamescom bricht Rekord
Am Auftakt der Computerspiel- und Videospiel-Messe Gamescom haben am Mittwoch rund 5000 Personen teilgenommen. Unter grossem Applaus wurden in einer Kölner Messehalle Trailer neuer Spiele gezeigt, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.

Das Leitthema lautet «Games machen Lust auf Zukunft». Bei der Messe präsentieren sich bis Sonntag über 1600 Aussteller, das sind so viele wie noch nie. 2025 waren es 1568 gewesen. Erwartet werden mindestens 350000 Besucherinnen und Besucher, einige von ihnen als Cosplayer bunt kostümiert. Zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland, Firmen aus Asien sind stark vertreten.

Die Gamingindustrie verändere sich, hiess es zur Eröffnung. Viele Studios seien geschlossen worden und die Chipkrise mache Hardware so teuer wie noch nie. Weil KI-Rechenzentren immens viele Chips brauchen, habe sich das Angebot verknappt und Gaming-Technik verteuert.
infobox image
Ein Cosplayer an der Gamescom 2026.Bild: keystone

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

(dsc/t-online)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus
1 / 13
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus

Einige der reichsten und mächtigsten Männer aus dem Silicon Valley treiben demokratiefeindliche Machenschaften voran. Der US-Journalist Gil Durán (Bild) prangert in seinem Buch «The Nerd Reich» und einem gleichnamigen Podcast bekannte Akteure an ...

quelle: screenshot: youtube
Auf Facebook teilenAuf X teilen
ZDF-Journalist zeigt Alice Weidel ihre eigene Scheinheiligkeit auf
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bundesrat will bei Social-Media-Regulierung den Jugendschutz ausbauen
Jugendliche sollen in den sozialen Medien besser geschützt werden. Der Bundesrat wird im Juni 2027 ein entsprechendes Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen präsentieren. Das teilte er am Mittwoch mit.
Der Bundesrat will Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen stärker regulieren und den Jugendschutz ausbauen. Die Vorlage eines Bundesgesetzes habe eine breite Unterstützung gefunden, heisst es in einer Mitteilung.
Zur Story