Darum ist die AfD auf der grössten Computerspiel-Messe der Welt nicht willkommen
An der derzeit stattfindenden Gamescom haben Vertreter der AfD nach Ansicht der Veranstalter nichts verloren. Der Geschäftsführer des Game-Branchenverbandes, Felix Falk, erklärte in Köln:
Die Begründung
Deutschland sei ein Land, in dem Vielfalt, Gleichberechtigung und demokratischen Rechte hochgehalten und beschützt werden, sagte Falk. Und weiter:
Im Verband Game hat sich Deutschlands Branche für Computer- und Videospiele organisiert. Der Verband ist auch mit der Politik in Kontakt, damit die Interessen der Branche angemessen zur Geltung kommen in der Gesetzgebung und in der öffentlichen Debatte. Schon vor längerer Zeit hat sich Game selbst auferlegt, kein Gespräch mit der AfD zu suchen und zu Veranstaltungen keine AfD-Politiker einzuladen.
Die Gamescom gilt als weltweit grösste Messe für Computer- und Videospiele sowie Unterhaltungselektronik. Sie findet jährlich in Köln statt. Hersteller aus aller Welt präsentieren auf der Messe ihre neue Software und Hardware.
Das Leitthema lautet «Games machen Lust auf Zukunft». Bei der Messe präsentieren sich bis Sonntag über 1600 Aussteller, das sind so viele wie noch nie. 2025 waren es 1568 gewesen. Erwartet werden mindestens 350000 Besucherinnen und Besucher, einige von ihnen als Cosplayer bunt kostümiert. Zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland, Firmen aus Asien sind stark vertreten.
Die Gamingindustrie verändere sich, hiess es zur Eröffnung. Viele Studios seien geschlossen worden und die Chipkrise mache Hardware so teuer wie noch nie. Weil KI-Rechenzentren immens viele Chips brauchen, habe sich das Angebot verknappt und Gaming-Technik verteuert.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
(dsc/t-online)

