Digital
International

Starlink-Nutzern im Iran drohen neu Peitschenhiebe und Haft

Starlink-Nutzern im Iran drohen neu Peitschenhiebe und Haft

29.06.2025, 16:0329.06.2025, 16:04

Die Nutzung des amerikanischen Satelliten-Internetdienstes Starlink ist Menschen im Iran künftig verboten. Das hat das Parlament in Teheran beschlossen, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete. Verstösse können mit Geldstrafe, Peitschenhieben und bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden.

iPhone und Starlink von SpaceX (Symbolbild)
Das Verwenden einer Starlink-Verbindung hat für Menschen im Iran neu schwerwiegende Konsequenzen.Bild: imago-images.de

Wie stark Starlink, das dem Tech-Milliardär Elon Musk gehört, im Iran genutzt wird, ist nicht bekannt. Die Kosten dürften aber das Budget eines durchschnittlichen Haushalts in dem Land übersteigen. Starlink ist eine der wenigen Alternative, auf die Iranerinnen und Iraner zurückgreifen können, wenn die Führung das Internet abstellt – wie jüngst geschehen während des Krieges mit Israel.

Das Parlament stimmte zudem für eine Verschärfung der Strafen wegen mutmasslicher Spionage. Auch «operative Kooperation» solle künftig mit der Todesstrafe geahndet werden. Was damit genau gemeint ist, wurde aus der Mitteilung nicht deutlich. Beobachter gehen aber davon aus, dass diese Regelungen als weiteres Mittel der Einschüchterung von Kritikern dient.

Beide Entscheidung müssen noch vom Wächterrat gebilligt werden. Die Zustimmung gilt in den Fällen als Formsache. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Geheimdienst: Entlastung in «Russland-Affäre», doch der Schaden ist angerichtet
Auch eine neuerliche Untersuchung klärt nicht sicher, ob NDB-Mitarbeiter Daten an eine russische Firma weitergegeben haben. Einmal mehr zeigt der Bericht dafür das zerrüttete Klima in der Behörde auf.
Hat der Schweizer Nachrichtendienst sensible Daten an Russland weitergegeben? Das behauptete ein Bericht von SRF vor einem Jahr gestützt auf vertrauliche Dokumente. Eine Administrativuntersuchung, die von Bundesrat Martin Pfister in Auftrag gegeben wurde, liefert nun zwar Entlastung – vollständig ausgeräumt sind die Zweifel aber nicht.
Zur Story