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Deutscher Experte fordert Vergeltung gegen Russland und erklärt, wieso

Markus Lanz in der Talk-Sendung vom 18. August 2026. Thema war unter anderem der missglückte Drohnen-Anschlag in Leipzig. Eine DNA-Spur führt nach Russland.
Thema in der Talk-Sendung war unter anderem der missglückte Drohnen-Anschlag in Leipzig. Eine DNA-Spur führt nach Russland.Bild: Screenshot: zdf.de

Deutscher Experte erklärt, wie gegen Russland zurückgeschlagen werden muss

Sicherheitsexperte Peter Neumann überrumpelt vor laufenden TV-Kameras Markus Lanz mit einer Forderung zu Putins hybridem Krieg. Der Moderator fragt erstaunt nach. Neumann wird deutlich.
19.08.2026, 10:4319.08.2026, 10:43
Christoph Cöln / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der renommierte Sicherheitsexperte Peter Neumann hat bei «Lanz» eine klare Forderung gestellt: Deutschland müsse auf den mutmasslich russischen Anschlagsversuch auf ein ukrainisches Flugzeug in Leipzig mit Gegenmassnahmen reagieren. «Wir müssen uns überlegen: Wie vergelten wir?», sagte der 51-Jährige in der ZDF-Talkshow.

Auf Nachfrage von Gastgeber Markus Lanz, dem das Erstaunen ob der Forderung anzumerken war, konkretisierte Neumann seinen Vorschlag:

«Wenn Russland auf dem Leipziger Flughafen eine Drohne zur Explosion bringt, dann muss es darauf natürlich eine Antwort Deutschlands geben.»

Diese könne von symbolischen Massnahmen wie der Ausweisung des russischen Botschafters bis hin zu verdeckten Operationen gegen Cybernetzwerke in Russland reichen. Wichtig sei dabei die richtige Balance, so der Sicherheitsexperte, der am renommierten Londoner King's College forscht.

Auch dürfe man Machthaber Wladimir Putin nicht unterschätzen. Gar keine Reaktion «signalisiert Schwäche», so Neumann. Eine zu starke Reaktion könnte jedoch eine direkte Auseinandersetzung mit Russland provozieren.

«Auch da müssen wir strategischer sein. Wir müssen im Prinzip zu jedem Zeitpunkt alle Optionen haben und uns überlegen, welche Option ist zu welchem Zeitpunkt richtig?.»

Neumann plädierte für eine koordinierte «4V-Strategie», bestehend aus Verhindern, Vorbereiten, Verfolgen und Vergelten. Unter «Vergeltung» verstehe er «die Wiederherstellung von Abschreckung» durch gezielte Gegenmassnahmen wie verdeckte Cyberoperationen, härtere wirtschaftliche Sanktionen oder das Ausweisen russischer Diplomaten.

Extremismus-Experte
Peter Neumann (Jahrgang 1974) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und gilt als einer der führenden internationalen Sicherheitsexperten für Terrorismus und Radikalisierung. Er lehrt als Professor für Sicherheitsstudien am Department of War Studies des King's College London.

Neumann war 2014 als Berater der USA bei den Vereinten Nationen tätig und fungierte 2017 als Sonderbeauftragter für die Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Sein Werk «Die neuen Dschihadisten» wurde zum Bestseller. Weitere bekannte Bücher sind «The New World Disorder» oder «Bluster: Donald Trump's War on Terror».
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Der deutsche Extremismus-Experte Peter Neumann vertrat in der Talk-Sendung «Lanz» im August 2026 die Position, dass es bei Russlands hybridem Krieg gegen Europa klare Vergeltungsmassnahmen brauche.Screenshot: zdf.de

Adler: «Sie wollen Deutschland in die Knie zwingen»

Das grundlegende Ziel des autoritären Kremlherrschers Putin sei dabei klar, sagte die Deutschlandfunk-Journalistin Sabine Adler (62) ans TV-Publikum gerichtet:

«Russland geht es um die Unterstützung der Ukraine. Sie wollen Deutschland in die Knie zwingen. Sie wollen diese Verunsicherung.»

Die Journalistin warnte zudem vor russischer Einflussnahme auf die deutschen Landtagswahlen im Osten. Moskau versuche gezielt, Politiker an die Macht zu bringen, die die Ukraine-Unterstützung aufweichen würden. Besonders alarmierend: Aus dem Kreml gibt es laut Adler konkrete Konzepte, wie sich die AfD gegenüber Russland verhalten soll.

Darüber hinaus verwies sie auf eine riesige Drohnenfabrik im russischen Tatarstan, in der unter fragwürdigen Umständen Zehntausende Drohnen produziert werden. Der Kreml lasse dort nachweislich unter anderem Frauen aus afrikanischen Ländern und aus Lateinamerika arbeiten. Diese seien mit der falschen Versprechung, sie könnten dort studieren, in die russische Föderation gelockt worden.

Quellen

(dsc/t-online)

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Fernrohr
19.08.2026 12:29registriert Januar 2019
Und Russland will jetzt die Nestlé-Fabriken verstaatlichen. Also, zuerst unter Zwangsverwaltung stellen und dann einem Kreml-Gangster für ein Butterbrot überlassen, wie schon Danone an Ramsan Kadyrov gegangen ist. Mal sehen, wie die Schweiz darauf reagiert. Ah! Ach ja! Neutral, nicht wahr?
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Hold my beer
19.08.2026 11:39registriert Juli 2022
Ist ja wohl schon lange klar: Vlädu Putler kennt nur die Sprache des Stärkeren. Nach 4 Jahren Ukraine-Krieg ist es höchste Zeit, dass sich Europa zusammenrauft und Stärke zeigt.

Und die Schweiz tut sehr gut daran, die "friedvolle" "Neutralitätsinitiative" bachab zu schicken. Frieden und Neutral, my ass. Die SVP will Gschäftli machen mit Putler und verschliesst die Augen völlig davor, dass mit der Aufhebung der ach so ungerechtfertigten Sanktionen sie dem Putler total in die Hände spielen. Ihm würde die Tür im Herzen Europas weit offen stehen!
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him
19.08.2026 12:13registriert Mai 2021
Absolut recht hat Herr Neumann! Nichts tun, wegducken heisst für Putin: "noch mehr provozieren und verunsichern". Und falls sich Deutschland dazu entscheidet, ein paar Diplomaten auszuweisen, werden die sich einfach ein paar Kilometer südlich bei uns in der Schweiz ansiedeln, weil die Russische Botschaft sicher noch einige Stellen offen hat und da niemand genauer hinschaut bzw. hinschauen will .... (Ironie off).
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