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Studie: Schweizer sehen wenig Nutzen von Künstlicher Intelligenz

Eine Frau benuetzt ChatGPT mit einem Computer, fotografiert am Donnerstag, 30. Maerz 2023 in Bern. Die kuenstliche Intelligenz ChatGPT wurde entwickelt um Benutzern das Erstellen von natuerlich klinge ...
Nur 10 Prozent der Befragten sehen dank KI-Einsatz eine klare Verbesserung der Arbeitsqualität.Bild: keystone

Studie: Schweizer sehen wenig Nutzen von Künstlicher Intelligenz

29.09.2026, 09:0329.09.2026, 09:05

In der Schweiz blicken die Beschäftigten verhalten in die Zukunft. Die Sorge ist gross, dass ihre Fähigkeiten in den kommenden Jahren nicht mehr gefragt sein könnten, wie eine Studie von PwC zeigt. Skeptisch sind Schweizer Arbeitnehmende zudem, wenn es um den Nutzen von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz geht.

KI ist im Arbeitsalltag vieler Beschäftigter angekommen, vom Nutzen sind aber nur wenige überzeugt. Laut der am Dienstag publizierten und weltweit durchgeführten «Hopes and Fears 2026»-Studie von PwC nutzen 28 Prozent der Schweizer Beschäftigten generative KI täglich. Der weltweite Durchschnitt liegt bei tieferen 22 Prozent.

Allerdings geben schweizweit nur 14 Prozent an, dass sie sich durch KI-Nutzung motivierter und zuversichtlicher fühlen. Noch geringer ist der wahrgenommene konkrete Nutzen von KI: Lediglich 10 Prozent sehen dank KI-Einsatz eine klare Verbesserung der Arbeitsqualität und gar nur 9 Prozent sind der Meinung, KI fördere ihre Fähigkeiten und Kreativität. Immerhin sind 22 Prozent der Ansicht, dass KI hilft, komplexere Aufgaben zu bewältigen.

Auch bei der Arbeitsplatzsicherheit zeigt sich bei den Arbeitnehmenden Zurückhaltung. Zwar fühlen sich mit Blick auf die kommenden zwölf Monate noch zwei Drittel der Schweizer Beschäftigten in ihrem Job sicher. Doch nur 27 Prozent sind optimistisch, dass ihre Fähigkeiten auch noch in drei Jahren auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein werden.

«Die Schweiz hat eine stabile und hoch qualifizierte Belegschaft, aber keine ausgeprägte Aufbruchsstimmung», wird Adrian Jones, Partner und Leiter Workforce bei PwC Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Viele Mitarbeitende seien vorsichtig, wenn es um die berufliche Zukunft, die Führung oder den Mehrwert von KI gehe.

Es fehlt an Weiterbildung

Als Knackpunkt macht PwC die oft fehlende Weiterbildung aus. Die fehle vor allem in der Kernbelegschaft, wo Beschäftigte weder über seltene Fähigkeiten noch ausgeprägte KI-Kompetenzen verfügen. «Nutzung allein schafft noch keine Akzeptanz», so Teena Madhvani, Partnerin People & Organisation bei PwC Schweiz. Es brauche Unterstützung und gezielte Weiterbildung, damit KI zu Produktivität und messbarem Geschäftsnutzen führe.

Für die in 48 Ländern und 29 Branchen durchgeführte Studie hat PwC rund 50'000 Beschäftigte befragt, davon rund 1000 in der Schweiz. (sda/awp)

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