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Kinderporno-Plattform im Darknet mit fast 90'000 Mitgliedern gesprengt

Kinderporno-Plattform im Darknet mit fast 90'000 Mitgliedern gesprengt

Ermittler haben den «Elysium»-Betreiber, einen Deutschen, bereits Anfang Juni verhaftet, wie nun mitgeteilt wurde.
06.07.2017, 09:4806.07.2017, 21:46

Ermittler haben eine Darknet-Plattform zum Austausch von Kinderpornografie mit fast 90'000 Mitgliedern auffliegen lassen. Der 39-jährige mutmassliche Betreiber aus dem deutschen Bundesland Hessen wurde bereits am 12. Juni festgenommen.

Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag mit. Die Plattform namens «Elysium» hatte demnach zuletzt mehr als 87'000 Mitglieder. Über das Darknet tauschten sie den Angaben zufolge weltweit kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern.

Die Ermittler stiessen demnach auf Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs auch von Kleinkindern. Die Plattform bestand seit Ende 2016 und war nur über das Darknet zugänglich. Der mutmassliche Betreiber befindet sich in Untersuchungshaft.

«Neben dem Administrator konnten weitere Verantwortliche und Mitglieder der Plattform in Deutschland und im Ausland identifiziert werden, denen neben der Verbreitung von Kinderpornographie zum Teil auch schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird. Festnahmen von weiteren dringenden Tatverdächtigen erfolgten vor allem in Deutschland und in Österreich.»

Auch für gute Zwecke genutzt

Das Darknet wird von Menschen genutzt, die anonym im Internet unterwegs sein wollen. Websites im Darknet können nur verschlüsselt aufgerufen werden und viele Inhalte werden von Suchmaschinen wie Google oder Bing nicht erfasst.

Geheim ist das Darknet aber nicht: Im Web gibts unzählige Anleitungen zum Surfen mit der frei verfügbaren Anonymisierungs-Software Tor. Diese wird auch von politisch Verfolgten und Menschenrechtsaktivisten genutzt, um sich zu schützen.

Wer im Darknet etwas kaufen will, muss in der Regel eine digitale Kryptowährung benutzen, die bekannteste Währung ist Bitcoin. Bei ihr ist ebenfalls nur sehr schwer nachzuvollziehen, wer der Urheber einer Bezahlung ist.

(dsc/sda/afp)

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9 Kommentare
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X23
06.07.2017 10:38registriert November 2016
Ich hoffe sie haben mehr als nur eine Person festgenommen. Nur schade, dass man solchen Abschaum im Gefängnis durchfüttern muss und die Strafe wohl milder sein wird, als wenn man sich in DE einen Film herunterlädt.
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