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Analyse

Warum versagen die Kantone bei der SwissCovid-App? Es gibt einen bösen Verdacht

Ein kinderleicht zu bedienendes System, das infizierten SwissCovid-Usern ermöglicht, «Kontakte» umgehend zu warnen: watson erklärt, wie es im Detail funktioniert, und zeigt anhand eines aktuellen Falles, was besser werden muss.



Um was gehts?

Weil die Infektionszahlen steigen und das herkömmliche Contact-Tracing an seine Grenzen stösst, wird die SwissCovid-App zur Eindämmung der Corona-Krise wichtiger.

SwissCovid hat bald 1,5 Millionen aktive User. Allerdings ist das Hauptziel der Schweizer Tracing-App, nämlich Menschen rasch vor einer möglichen Ansteckung zu warnen, infrage gestellt. Dies weil es ausgerechnet an einer Schlüsselstelle des vom Bund entwickelten Systems harzt: bei der schnellen Ausstellung der Covidcodes durch autorisierte Fachpersonen in den Schweizer Kantonen.

Den 12-stelligen Covidcode sollten Betroffene nach Vorliegen eines positiven Testresultats möglichst rasch in der App eingeben, damit anschliessend andere SwissCovid-User automatisch gewarnt werden. Doch bei der Ausgabe des 24 Stunden gültigen Codes kommt es zu Verzögerungen, wie Recherchen und Schilderungen Betroffener zeigen. Teilweise müssen sich Infizierte mehrere Tage oder länger gedulden.

Weil etwa die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich keine Auskunft geben wollte zu den Abläufen, hat watson beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) nachgefragt. Die Herausgeberin der App erklärt erstmals detailliert, wie das Covidcode-System funktioniert und wie einfach es zu bedienen sei.

Anhand eines weiteren aktuellen Falles aus Zürich zeigen wir, was auf kantonaler Ebene schief läuft und warum die Verantwortlichen die Abläufe verbessern müssen. Allerdings zeichnet sich schweizweit ein grosses Problem ab: Offenbar sind einige Kantonsärzte gegen die neue Technik.

Wie funktioniert das Covidcode-System?

Das BAG hat watson Schulungsunterlagen zur Verfügung gestellt, die zeigen, wie das Personal in den Kantonen instruiert wird, um das Covidcode-System zu bedienen.

Kurz zusammengefasst: Autorisierte Personen müssen sich auf einer BAG-Webseite einloggen, im Browser-Fenster das mutmassliche Datum der Ansteckung eingeben (Auftreten der «Erstsymptome») und auf Knopfdruck den 12-stelligen Covidcode für Positiv-Getestete generieren. Dann kann man den Covidcode der betroffenen Person mitteilen.

So lassen sich Covidcodes in 4 Schritten generieren

Die Kantonsärzte sollen die Covidcodes gemäss BAG dann erzeugen, wenn ein konkreter Fall vorliegt und die Person bestätigt habe, dass sie die SwissCovid App benutzt. Das Generieren der Codes kann auch an weitere autorisierte Personen delegiert werden, um Verzögerungen zu vermeiden.

«Geben Sie den Covidcode per Telefon, SMS oder E-Mail an den Patienten weiter, damit er diesen in der SwissCovid-App eingeben und Kontakte warnen kann.»

Aus den Schulungsunterlagen für das Covidcode-System

Dieses Instruktionsvideo des Bundes richtet sich an die Kantonsärzte (und ist auch für Laien verständlich)

abspielen

Video: YouTube/eIAM BIT ISB

Was braucht es auf Seiten der Kantone, um die Covidcodes zu generieren und auszugeben?

Dazu schreibt BAG-Sprecher Marco Stücheli:

Wer ist verantwortlich?

Die Software für das Covidcode-System wurde durch das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) entwickelt. Der Server wird durch die Bundesverwaltung betrieben. Technische Verbesserungen seien zur Zeit keine geplant, «da nicht benötigt», teilt der für die SwissCovid-Kommunikation verantwortliche Mann beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), Marco Stücheli, mit.

Zu Bürozeiten bietet der Bund zudem einen telefonischen «Covidcode-Support» exklusiv für Kantonsärzte. So konnte diese Woche einem Zürcher Kantonsarzt geholfen werden, der versuchte, mit seinem Laptop (Macbook) einen Covidcode zu erzeugen und an Browserproblemen scheiterte.

«Für die Optimierung der Prozesse» arbeitet das BAG eng mit den Kantonen zusammen, wie es heisst. Und dies ist offensichtlich dringend nötig, wie die Recherchen zeigen.

Wo ist das Problem?

Das ist eine Frage, der sich die Verantwortlichen in den Kantonen stellen müssen – angesichts des einfach zu bedienenden Covidcode-Systems, das schnell Codes generiert.

Offenbar sind die von den kantonalen Gesundheitsbehörden zu verantwortenden und von den kantonsärztlichen Diensten organisierten Abläufe zum Teil schwerfällig und es kommt zu Abstimmungs- und Kommunikationsproblemen mit den Zuständigen in den Contact-Tracing-Teams. Dies zeigt ein weiterer aktueller Fall aus dem Kanton Zürich, den ein watson-User mit eindrücklichen persönlichen Schilderungen und Screenshots belegen kann. Auslöser war ein vermeintlich positives Testresultat, das beinahe dazu geführt hätte, dass der watson-User und seine Partnerin auf eine gebuchte Ferien-Flugreise in den Süden verzichtet hätten.

Die Frau hatte an einem Schweizer Universitätsspital den vom Reiseland Portugal vorgeschriebenen Corona-Test gemacht. Dann kam es zum Chaos: Nachdem das Spital die Frau telefonisch nicht erreichte und der zuständige Virologe daraufhin nicht mehr erreichbar war, meldete sich am folgenden Tag das Contact-Tracing-Team und eröffnete der Frau, dass sie positiv getestet worden sei. Nach einem weiteren Test hiess es dann seitens Spital, man könne das Resultat weder negativ noch positiv werten. Bis schliesslich Entwarnung gegeben wurde. Da weilte das Paar bereits am Ferienort.

Die Mail-Korrespondenz der Frau mit dem Zürcher Contact-Tracing-Team zeigt, dass es zu Kommunikationspannen kam. Ihr wurde relativ spät noch ein Covidcode zugestellt, als bereits klar war, dass sie sich nicht infiziert hatte.

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In einem weiteren Mail wurde der Frau erklärt, warum ihr das Contact-Tracing-Team einen Covidcode zugeschickt hatte, obwohl sie erwiesenermassen nicht positiv war.

«Diese Codes werden bei uns in ‹Paketen› abgearbeitet, weshalb wir verpasst haben, dass Sie in der Zwischenzeit bereits als COVID-negativ gemeldet wurden.»

Zürcher Contact-Tracing-Team

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Anzumerken ist, dass der Kanton Zürich mit einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen zu kämpfen hat. Allein am Donnerstag (27. August) wurden 96 neue Fälle gemeldet.

Werden die Codes nur per E-Mail verschickt oder ist das auch über andere Kanäle möglich?

Dazu teilt BAG-Sprecher Stücheli mit:

«Dies ist abhängig von den Prozessen der Kantone. Die Übermittlung erfolgt meistens über Telefon (im Gespräch zwischen Contact-Tracing-Mitarbeitenden und den positiv getesteten Personen). Es ist aber auch möglich, dass Kantone den Covidcode per E-Mail oder SMS versenden.»

Die offizielle Empfehlung der Fachleute beim Bund: Nach der Erzeugung sollte der Covidcode direkt im Gespräch telefonisch mitgeteilt werden. Die Kantone könnten den Code aber auch versenden, da sie den Prozess selber gestalten. Diesbezüglich gebe es keine Weisung, auch nicht bezüglich des Versendens von unverschlüsselten E-Mails. Das BAG schätze «das Missbrauchspotenzial als gering ein».

Warum dauert es Tage bis zum Versenden der Codes, wenn das Ausstellen in Minuten möglich ist?

Das hänge «von den jeweiligen Prozessen in den Kantonen ab», teilt das BAG diplomatisch mit.

Vom Kanton Aargau wissen wir, dass sonntags gar keine Covidcodes ausgestellt werden, was zu Verzögerungen bei der Alarmierung führen kann. Und im Kanton Zürich werden Covidcodes nicht einzeln, sondern «in Paketen» generiert. Auch dadurch kann wertvolle Zeit verloren gehen.

Der Epidemiologe Marcel Salathé, der die SwissCovid-App mitentwickelt hat, nimmt kein Blatt vor den Mund, was die Effizienz der kantonalen Tracing-Bemühungen betrifft:

«Wirksam heisst schnell. Stattdessen glaubt man noch immer, das Virus passe sich den Bürozeiten der Beamten an.»

Und warum gibt es keine zeitlichen Vorgaben durch den Bund, der ja als Herausgeberin der App fungiert und den Kantonen das Covidcode-System zur Verfügung stellt?

Dazu BAG-Sprecher Stücheli:

«Die Generierung der Covidcodes durch die Mitarbeitenden des kantonsärztlichen Dienstes bzw. des Contact-Tracing liegt in der Hoheit der Kantone. Das BAG spricht hierfür Empfehlungen aus, gibt aber in der momentanen besonderen Lage keine zeitlichen Vorgaben vor.»

Und dein Kanton?

Hast du negative Erfahrungen gemacht mit dem Ausstellen des Covidcodes in deinem Kanton oder einem kantonsärztlichen Dienst und Contact-Tracing im Allgemeinen? Schreib Digitalredaktor Daniel Schurter via E-Mail oder über die sichere Messenger-App Threema. Threema ID: ACYMFHZX. Hinweise werden vertraulich behandelt.

Gemäss BAG wird zurzeit ein System aufgebaut, welches den Datenaustausch zwischen Bund und Kantonen im Rahmen des klassischen Contact-Tracings ermögliche.

Der Aufbau des Projekts komme gut voran, zitiert die «Netzwoche» den BAG-Chefbeamten Kim Il-Sang. Es gebe aber auch beträchtliche Herausforderungen:

«Es gibt mehrere IT-Systeme in den Kantonen und jedes davon muss die entsprechende Schnittstelle umsetzen, damit das ‹Minimal Essential Dataset› sicher und automatisiert an die nationale Datenbank für Contact Tracing geschickt werden kann.»

Sang-Il Kim, Leiter Abteilung Digitale Transformation quelle: netzwoche.ch

Ziel dieser nationalen Datenbank sei eine bessere Datenlage, um die Ansteckungsketten gründlicher nachverfolgen zu können.

Beim digitalen Tracing, das ja auf dem Prinzip der Datensparsamkeit aufbaut und die Anonymität der User gewährleisten muss, ist hingegen grundsätzlich keine Datenerhebung möglich und laut Bundesamt für Gesundheit auch keine zeitliche Auswertung zu den Covidcodes geplant.

Ein böser Verdacht

Die SwissCovid-App funktioniert, auch wenn es immer noch beträchtliche Widerstände und Zweifel gibt in der Bevölkerung und die Abläufe weiter verbessert werden müssen.

Zur Erinnerung: Eine solche App ist keine Wunderwaffe, aber ein praktisches und günstiges Hilfsmittel. Damit lassen sich Leute warnen, die sich während 15 Minuten oder länger in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

Je mehr Leute die App aktivieren, desto grösser die Wirkung. Allerdings müssen dafür die Kantone mitspielen. Und genau hier zeichnen sich massive Widerstände ab. Die «Wochenzeitung» (WOZ) hat mit verschiedenen Kantonsärzten gesprochen und malt ein ziemlich düsteres Bild.

Rudolf Hauri, der 59-jährige Zuger Kantonsarzt und Präsident der Schweizer KantonsärztInnen (VKS), zeigte sich nicht sonderlich überzeugt von der digitalen Lösung. Damit die SwissCovid-App wirklich einen Beitrag ans sogenannte Contact Tracing, also das Aufspüren von Infektionsketten, leisten könnte, müsste sie viel präzisere Daten erheben.

Eine solche Haltung, die unter Kantonsärzten relativ weit verbreitet sein soll, zeugt von beträchtlichem technischen Unverständnis und einem grossen Unwillen gegenüber dem hohen Datenschutz, den SwissCovid bietet. Offenbar bestehen auch grundsätzliche Zweifel an der Funktionsweise des SwissCovid-Systems. Ein Abwehrreflex gegenüber Neuem?

Fakt ist: Nur weil viele Kantone nicht wissen, ob und wie viele Infektionen überhaupt über die App entdeckt wurden, ist dies kein Grund, das Vorhaben «auszubremsen». Vielmehr sollten die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die neuartige Technik als zusätzliches Hilfsmittel akzeptieren und es mit der erforderlichen Infrastruktur unterstützen.

Mathias Wellig, Entwicklerchef beim SwissCovid-Team, findet in einem aktuellen Interview versöhnliche Worte:

«So einfach das Prinzip ist, es ist trotzdem ein neuer, zusätzlicher Prozess. In einem Land mit 26 Kantonen ist es zumindest denkbar, dass es zu anfänglichen Schwierigkeiten kommt. Das ist aber noch lange kein Grund, in einen Reaktionismus zu verfallen. Im Gegenteil: Jetzt geht es darum, das Ganze möglichst schnell zu etablieren, sodass es zuverlässig läuft.»

Tatsächlich gilt es, in den nächsten Wochen und Monaten ganz genau hinzuschauen, was die Kantone in Sachen Contact-Tracing leisten – und was verbessert werden muss.

Epidemiologe Marcel Salathé:

Ich würde mir wünschen, dass die Bevölkerung besser sehen würde, in welchem Kanton das Contact-Tracing funktioniert und in welchem nicht. Also: Wie lange geht es, bis das Testresultat beim Betroffenen ist? Wie lange geht es, bis der Contact-Tracer aktiv wird? Wie lange geht es, bis die Codes generiert werden? Dann würde man sehen, wo es funktioniert und wo nicht.

«Ob es ein Kanton richtig macht bei der Seuchenbekämpfung, entscheidet sich nicht an der Maskenpflicht in den Läden, das ist ein Nebenschauplatz, sondern ob er sauber testet und tracert.»

PS: Dazu gehört das «digitale Contact-Tracing», mit dem diverse Kantonsärzte noch auf Kriegsfuss stehen.

Es geht auch anders besser

Auf den Artikel meldet sich eine watson-Userin aus der Nordwestschweiz und schreibt: «An der Stelle möchte ich mal den Kanton Solothurn loben. Denn nicht nur war der Kantonsärztliche Dienst schnell mit Anrufen, (sie haben meinen Hausarzt geschlagen und waren unter 24h nach dem Test) ich habe den Code für das App auch gleich im E-Mail mit der Verfügung erhalten, ein paar Minuten nach dem Telefonat. Das darf auch mal beleuchtet werden, dass es an bestimmten Orten reibungslos funktioniert! So müsste definitiv das Ziel für alle sein – es nimmt einem sehr viel Stress in einem sehr herausfordernden Moment.»

Quellen

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155Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Miikee 28.08.2020 19:53
    Highlight Highlight ┐( ∵ )┌
    Benutzer Bild
  • Der Rückbauer 28.08.2020 19:08
    Highlight Highlight Ich will das nicht verallgemeinern, Tatsache ist aber, dass viele Aerzte noch Weltmeister im Faxen sind. Als Begründung geben sie Datenschutz an.
    Auch das ärztliche Wissen im Internet ist ihnen ein Dorn im Auge. Letzthin machte ich im Internet einen ausführlichen, von einer seriösen Liga angebotenen Test, der posisiv war. Ich ging damit zu meinem Hausarzt, ein Schulfreund, legte ihm das Resultat auf den Tisch und sagte: "Schau, hier ist meine Diagnose".
    Die KI wird hier Riesenschritte machen, sie weiss mehr als der Arzt.
  • Bananenrepublikaner 28.08.2020 19:01
    Highlight Highlight «Die Generierung der Covidcodes durch die Mitarbeitenden des kantonsärztlichen Dienstes bzw. des Contact-Tracing liegt in der Hoheit der Kantone. Das BAG spricht hierfür Empfehlungen aus, gibt aber in der momentanen besonderen Lage keine zeitlichen Vorgaben vor.»

    Und dann noch die steinzeitliche Haltung gewisser Kantonsärzte, die einfache digitale Lösungen boykottieren. Wird Zeit, dass der Bund hier die Führung übernimmt und den faulen Eiern Feuer unterm Hintern macht: Standardprozess definieren und umsetzen.
  • Stinkstiefel 28.08.2020 18:33
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Gawayn 28.08.2020 18:28
    Highlight Highlight Tja auch die beste App kann man in die Tonne treten wenn Updates und Informationsfluss nicht folgen.

    Das gilt vor allem für die Covid App.
    Soweit mein durchaus vorhandenes Verständnis für Programmierung, ist es ein genial einfaches Konzept.

    Aber zum Heulen, dass es darin versagt, dass das Tracing zu langsam folgt.
    Der Betreiber der App beisst vermutlich aus Frust in seinen Schreibtisch rein...

    Die Covid Verleugner rufen grad HURRA!
  • WHYNOT 28.08.2020 18:03
    Highlight Highlight Wir brauchen weder Masken noch die App, aber dafür etwas mehr Hirnschmalz und vor allem Zivilcourage.
  • Scrat 28.08.2020 17:19
    Highlight Highlight Einfach nur peinlich, was sich hier die zuständigen kantonalen Behörden herausnehmen. Was ist bloss so schwierig daran, das Testprozedere so anzupassen, dass bei einem positiven Testergebnis gleich ein entsprechender Code generiert und zusammen mit dem Testergebnis dem Patienten mitgeteilt wird? Kann den Ärzten schlussendlich ja völlig wurscht sein, ob der Patient die App nutzt oder nicht.
  • Dingirsu, der Orcust des Abendsterns 28.08.2020 16:58
    Highlight Highlight Es bedarf einer vollständigen Reorganisierung. Dieses Problem wurde jetzt schon ne Weile vor sich hergeschoben, obwohl die App ein wichtiger Bestandteil zur Vermeidung von Neuansteckungen wäre. Das ist komplett inakzeptabel und die Verantwortlichen gehören zur Rechenschaft gezogen.
  • SUV-Fahrer 28.08.2020 16:49
    Highlight Highlight Wieso kann das nicht jeder Arzt machen? Was soll das mit den Kantonsärzten und -Ärztinnen? Sind die anderen zu blöd für das? Jeder Arzt soll ein Login bekommen und den Code generieren können. Der hat ja auch direkt die Daten des Patienten. Und da, soweit mir ist, in der CH noch das Arztgeheimnis gilt, ist der Datenschutz auch kein Problem. Von der Krankenkasse bekommen die sicher auch noch einen Fünfliiber um die Daten einzugeben. Sehe das Problem nicht.
  • Lilamanta 28.08.2020 16:33
    Highlight Highlight Ich finde, der Föderalismus hat langsam ausgedient. Alle Strukturen leisten wir uns26 Mal.
    26x unterschiedliche Steuern, 26x Vorgaben zum Lehrplan, 26 Verwaltungsverfahren, 26x Kantonsarzt etc. Schadet mehr, als es nützt.
    • redeye70 28.08.2020 17:41
      Highlight Highlight Föderalismus ist wichtig aber gewisse Kompetenzen sollte man den Kantonen wegnehmen. Die Coronakrise zeigt das Versagen der Kantone wenn man schnell und objektiv entscheiden sollte.
    • Lilamanta 28.08.2020 18:38
      Highlight Highlight @redeye
      Ich finde, er wird überschätzt. Wir Menschen sind längst nicht mehr von Kanton zu Kanton verschieden. Verschieden sind nur noch die Gesetze. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man in einem Dorf mehr Steuern bezahlen muss als im anderen, Schüler nach einem Kantonswechsel Wissenslücken haben, man mehr oder weniger Stipendien oder Sozialhilfe erhält von Kanton zu Kanton etc.
  • HAL1 28.08.2020 16:21
    Highlight Highlight Nun man könnte sich hier einen neuen, geistreichen Kommentar einfallen lassen, aber warum die Mühe wenn ein reziklierter etwas angepasster, wie die Faust aufs Auge passt 😂.

    Kantone: Was erlaubt sich der Bund uns da reinzureden... wir wissen selber was wie und wo. Das grenzt ja an Diktatur POCH POCH!!

    2 Monate später...

    Bund: Hier Kantone... das Eisen is ausm Feuer... jetzt müsst ihr es nur noch halten.

    Kantone: U was? Wie? Äh nein... hä warum? Was muss ich jetze? Tracing was? Hmm ok... PARTYYY!!

    Ärzte: iiiiii ein neues Tool... Blasphemie!

    Covid-19: Yippiyaye Schweinebacke.
    • ursus3000 28.08.2020 16:34
      Highlight Highlight Der war damals schon nichts.
    • HAL1 28.08.2020 20:13
      Highlight Highlight @ursus

      Mag sein... beschreibt die aktuelle Situation jedoch recht gut.🤷‍♂️
  • Tom Frogman 28.08.2020 16:17
    Highlight Highlight Und wieder ein Punkt mehr auf einer langen Liste wo der Föderalismus versagt....
    Föderalismus ok, klar - aber nicht bei bundesweiten Angelegenheiten und vor allem bei dringlichen Gesundheitsfragen.
    Leider fallen immer noch einigen "kantönligeistern" die Zacken aus der Krone, wenn der Bund etwas übernimmt.
    Einfach nur wie beleidigte Kleinkinder: " Ich bin schon gross, ich kann das schon auch alleine...!"
    Bin auch dafür: Der Bund muss (leider) wieder ran.

  • Antichrist 28.08.2020 15:07
    Highlight Highlight Das ist das beste Beispiel, dass Informatik nicht nur eine App ist und warum Apple für ihre Produkte einen satten Aufpreis verlangen kann. Wenn Technokraten und Bürokraten aufeinander treffen, wird leider kein Usability Nobelpreis draus. Das ganze Verantwortungs- hin- und hergeschiebe wirft auch kein gutes Licht auf unsere Gesundheitsbehörden.
    Die nächste Pandemie müssen wir ohne Staat managen.
    • Fisherman 28.08.2020 20:18
      Highlight Highlight @Antichrist
      Zitat: Informatik nicht nur eine App ist. Einverstanden.

      Aber was hat das mit dem proprietärsten Betriebssystem zu tun?

      Wie ein Kollege hier schon schrieb: schlechter Prozess digitalisiert ist immer noch ein schlechter Prozess.
  • Louisa86 28.08.2020 14:48
    Highlight Highlight Natürlich ist die Situation bzw. sind die Probleme vielschichtig, aber dennoch ein gutes Beispiel für die Haltung und die Arbeitsmoral von einem Grossteil der Staats- und Kantonsangestellten aus meiner eigenen Erfahrung: Kein Druck, keine Effizienz, zu viele Angestellte und Veränderungen sind nur schwerfällig umzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass etwas privatwirtschaftliches Denken und Handeln dem Bund und den Kantonen gut tun würde. Ganz am Ende könnte so vielleicht auch der Steuerzahler profitieren.
  • surfi 28.08.2020 14:42
    Highlight Highlight Zum Glück wohne ich im Kt. Solothurn. Dort scheint es zu funktionieren.
  • sevenflip 28.08.2020 14:32
    Highlight Highlight Meine Frau (Ärztin in Kanton ZH) musste gestern ihren ersten positiv getesteten Fall an den Kantonsarzt melden:
    1. war's mehr als mühsam, rauszufinden, wie man den Kantonsarzt erreicht. Das sollte in einem einfachen zentralen Register aufrufbar sein, von dem die Ärzte auch aktiv in Kenntnis gesetzt werden!
    2. hat sie lediglich eine Fax-Nummer (wir schreiben das Jahr 2020!!!!!!) gefunden.
    Dementsprechend hat der Arzt kein Feedback, ob die Meldung beim Kantonsarzt angekommen ist.

    Wer fragt sich jetzt noch, warum so viel verloren geht und der Prozess so langsam und mühselig ist?
    • bokl 28.08.2020 16:51
      Highlight Highlight https://lmgtfy.com/?q=kantonsarzt+kanton+z%C3%BCrich

      1. Treffer
  • Risk Master 28.08.2020 14:26
    Highlight Highlight Bei dieser Verhinderungs-Manie des Aarg. Gesundheits-Direktors aus der SVP (nur zu Büro-Zeiten) und der altertümlichen Vorgehensweisen von Kantonsärzten wundert es ja gar nicht, steigen die Zahlen wieder. Hier muss der Bundesrat nun halt mit Befehlstaktik den Damen und Herren Regierern den Tarif durchgeben.
  • Macrönli 28.08.2020 14:19
    Highlight Highlight Ohje, jeder wurstelt rum, dsbei wärs jetzt Zeit mal EINHEITLICH zu handeln statt jedes Kantönli für sich. Und btw, hab ich da was falsch verstanden? Fas Paar war schon verreist obwohl das Resultat noch nicht klar war? 🤔🤨
  • The oder ich 28.08.2020 14:04
    Highlight Highlight Wie viele Kantonsärzt/innen haben während der Covid-Zeit das Handtuch geschmissen? Man müsste vielleicht die mal befragen, wo sie das Problem sehen.
  • Peterermohn 28.08.2020 14:00
    Highlight Highlight Es ist schon hanebüchen, auf welchem digitalen Stand die Ärzte und Behörden teilweise sind. Wenn es ums Geld geht in den Abrechnungen funktioniert es komischerweise doch. Der Bund bzw. das BAG muss eine einen digitalen Record vorschreiben, der zeitnah von den Meldestellen übermittelt wird und dann in einer Datenbank von den berechtigten Personen eingesehen und ausgewertet werden kann. Ein Kantonsarzt, der sich um die Digitalisierung foutiert, gehört entlassen.
  • Tolot 28.08.2020 13:50
    Highlight Highlight Die Kantone wollten unbedingt die Kontrolle zurück, und beweisen nun eindrücklich, dass sie absolut überfordert und inkompetent sind. Es lebe der Kantönligeist🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
    • Risk Master 28.08.2020 17:06
      Highlight Highlight Danke Tolot und gewisse warten auf Godot!
  • DanielaK 28.08.2020 13:36
    Highlight Highlight " In Paketen" ist ein recht schwammiger Begriff. 1x täglich wäre schon mehr als offenbar momentan teils gemacht wird. Ohne selbst im Büro zu arbeiten glaube ich aber: aufgrund der Dringlichkeit wäre es doch klug dafür zu sorgen, das mindestens morgens und mittags jemand als erstes die eingetroffenen Codebestellungen abarbeitet. Wir müssen bei der Arbeit auch immer wieder Prioritäten setzen.
  • Rissle 28.08.2020 13:12
    Highlight Highlight So ein Brunz. Die Codes können doch vorgeneriert und dann zusammen mit dem positiven Befund ausgehändigt werden. Alles andere ist Gugus. Das Ganze MUSS zental gesteuert sein, jetzt ist nicht die Zeit für Kantönligeist 🤦
    • Lissy Cloud 28.08.2020 14:10
      Highlight Highlight Die Codes sind nur 24h gültig und enthalten den vermuteten Ansteckungszeitpunkt - damit nur Personen die nach Ansteckung Kontakt hatten die Nachricht erhalten.
      Ich denke es ist nicht sinnvoll Codes zu vorgenerieren...
    • Pafeld 28.08.2020 15:22
      Highlight Highlight Natürlich ist es das. Die Codes sind dann einfach nur passiv geschaltet, was man bei einer bestätigten Infektion einfach ändert. Den Code zusammen mit den Patientendaten bekommen nur medizinisches Personal und die zuständigen Beamten zu Gesicht. Der Code wird generiert, wenn der/die MPA das zugehörige Testformular ausfüllt. Das funktioniert seit Jahren bestens so mit diversen meldepflichtigen Krankheiten. Es bräuchte halt mehr Serverkapazitäten, eine narrensichere Oberfläche und ein vier-Augenprinzip zur Kontrolle. Der Code wird aktiv, sobald das Labor den Test bestätigt.
  • ostpol76 28.08.2020 13:10
    Highlight Highlight Nach der Aussage von Karl Lauterbach gestern bei Markus Lanz ist der Nutzen der App meiner Meinung nach sowieso sehr gering, wenn das Ganze mit dem Code so lange dauert.

    Er hat nämlich erklärt, dass man nach neuen Erkenntnissen nur 2 Tage vor und etwa 4 Tage nach Auftreten von Symptomen ansteckend ist.

    So ist also kaum möglich, die Kette zu unterbrechen.
    • Töfflifahrer 28.08.2020 15:30
      Highlight Highlight Uns medizinische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man bereits 5 Tage vor Auftreten der ersten Symptome ansteckend ist.
      Wem glaub ich wohl mehr.
    • ostpol76 28.08.2020 18:24
      Highlight Highlight Ja, eine gute Frage wem du / wir eigentlich noch glauben sollen.
      Karl Lauterbach ist übrigens auch Mediziner.
    • Bananenrepublikaner 28.08.2020 19:31
      Highlight Highlight @ostpol: du schreibst es ja selber: die Generierung des Codes und dessen Übermittlung dauert zu lange. Das hat nix mit der App an sich zu tun. Wenn die Arbeitsabläufe bei den kantonalen Gesundheitsdiensten wie vor 100 Jahren ist, hilft die beste Technik nicht viel.
  • DARTH OLAF 28.08.2020 13:06
    Highlight Highlight vielleicht liegt es auch daran, weil einige in den kantonen nicht wissen, wie man in dieses internetz faxt.
    • baumi92 28.08.2020 14:02
      Highlight Highlight "Das Internet ist für uns alle Neuland" ;-)
  • Shelley 28.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Frei nach Einstein: Die Dummheit der Menschheit ist unendlich.
    Ignorante und unwissende Kantonsärzte, inkompetente Kantonsregierungen, blind fanatische und realitätsferne Masken- und Impfgegner. So gesehen sind wir doch selbst Schuld, wenn unsere Gesellschaft vor die Hunde geht. „Wir“ haben zwar alles gewusst, wolltens aber weder glauben, noch danach handeln. Bei einem aggressiveren Virus wäre jetzt aus die Maus.
    • baumi92 28.08.2020 14:05
      Highlight Highlight Nein, da wären andere Massnahmen getroffen worden.
      So geschehen bei Ebola, eine schreckliche Virus-Erkrankung:
      Tausende Tote in Afrika interessieren keinen, aber 3-4 Ebola Fälle in Frankreich haben dafür gesorgt, dass Europa diese Krankheit in sehr kurzer Zeit in den Griff gekriegt hat.
    • Sälüzäme 28.08.2020 19:06
      Highlight Highlight @baumi92: man kann Ebola nicht mit Covid19 vergleichen, sogar eine Grippe hat eine kürzere Inkubationszeit. Bei Ebola ist nach 3 Tagen Schluss, in Quarantäne isoliert oder tot. Der Radius um Mitmenschen anzustecken wird dadurch massiv reduziert, nicht so bei Covid und das macht es ziemlich schwierig. Versagen noch die Behörden, ist die Ka..e am Dampfen.
  • benn 28.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Sie hätten es mit dem Fax lösen sollen, dann könnten auch die Beamten und Ärzte damit umgehen und die Akzeptanz würde steigen... traurig, aber wahr, leider!
    • Töfflifahrer 28.08.2020 15:31
      Highlight Highlight Ich kenne einige Behörden, die haben schon gar keinen Fax mehr!
  • julia1888 28.08.2020 12:38
    Highlight Highlight So richtig schwierig wird es, wenn es über die Kantonsgrenzen geht.
  • Lowend 28.08.2020 12:37
    Highlight Highlight Das Ausstellen von COVID-Codes ist doch nur eines von vielen Problemen der Kantone. Das begann, dass die Kantone nicht genug Masken an Lager hatten und setzte sich über fehlende Pläne der Spitäler bis hin zum heute herrschenden Regelchaos fort.

    Wenn man sieht, wie viele Probleme bei der Bewältigung dieser Pandemie von diesem unsäglichen Kantönligeist verursacht wurden, sollte man sich echt überlegen, ob wir diese nette Schweizer Tradition nicht demokratisch beerdigen und dafür die Schweiz nach einem neuen, viel effektiveren System von sieben, etwa gleich grossen Regionen organisieren sollten?
    • sowhat 28.08.2020 13:30
      Highlight Highlight Mein Vorschlag: Die Kantone können bleiben, wie sie sind. Es müssen nur einige Aufgaben von ihnen an den Bund übergehen. Gesundheitswesen ist das erste. Den Rest besprechen wir Schritt für Schritt.
    • Töfflifahrer 28.08.2020 15:32
      Highlight Highlight Was mich dabei wütend macht, ist, dass wir für diesen überflüssigen und hinderlichen föderalen Überbau mittels Steuern noch viel Geld zahlen.
  • mrmikech 28.08.2020 12:28
    Highlight Highlight Ich arbeite mit Ärzten (weltweit) und kann sagen: Viele sind sehr stur, kennen sich nicht mit Technologie aus – und wollen sich nicht damit auskennen. Dazu, alles was neu ist, ist schlecht. Dafür denken sie, dass sie alles besser wissen. Mühsam.
    • Holzkopf 28.08.2020 12:49
      Highlight Highlight Willkommen bei den Menschen...
    • Holzkopf 28.08.2020 12:58
      Highlight Highlight 90 % der Autofahrer halten sich für überdurchschnittliche Autofahrer...

      So ähnlich funktioniert es wohl in allen Lebensbereichen. Und ein bisschen macht das auch Sinn: Wessen Ansichten über das Leben sind für jeden von uns wichtiger als die eigenen? Unser Verstand ist egozentrisch angelegt und entsprechend handeln wir im Alltag und erst recht in Krisensituationen.

      Ich glaube nicht, dass man dazu eine bestimmte Berufsgruppe suchen muss. Menschen sind so, auch ich und auch du, wie man schön daran erkennen kann, dass wir uns berufen fühlen, unseren Senf als Kommentar abzugeben 😘
    • mrmikech 28.08.2020 13:06
      Highlight Highlight @Holzkopf: Diese spezifische Berufsgruppe ist verantwortlich für die Gesundheit der Bevölkerung und verursacht ein Problem wegen ihres Widerstandes gegen etwas Neues, ich verstehe deinen Kommentar also gar nicht. Ich sehe in meinen Kreis sehr oft wie lernresistent Ärzte sind. Es geht nicht um die Bäckerei, wo die Brötchen nie ändern. Es geht hier um Menschenleben.
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  • Zeit_Genosse 28.08.2020 12:25
    Highlight Highlight Verwaltungsstellen funktionieren nach dem Prinzip von Machträumen. Bei den Kantonsärzten ist es ähnlich. Da passt eine durchgängige Digitalisierung mit Prozessketten, die sich nicht Machtstrukturen und Entscheidungslinien halten, schlecht ins Bild. Die Personen können schlicht nicht umgehen damit. Und das führt zur Politik, die das erfassen müsste und die Bedingungen anpassen könnte. Aber da hocken Milizpolitiker - die ihre Wiederwahl im Blickfeld haben - und möglichst ungestört „arbeiten“ möchten. Zudem haben viele von denen keinen blassen Schimmer von IT, Digitalisierung, Blockchain und KI.
    • Firefly 28.08.2020 20:04
      Highlight Highlight Wieder mal ein Beweis dafür, dass starre Hierarchien im Notfall nicht funktionieren.

      " Zudem haben viele von denen keinen blassen Schimmer von IT, Digitalisierung, Blockchain und KI. "

      Müssen sie auch nicht, sie müssen nur ein Formular ausfüllen. Das ist auf dem Papier nicht schwieriger als in einem Browser.
  • Hoci 28.08.2020 12:20
    Highlight Highlight Angesichts der verbreiteten Meinung beim Gesundheitspersonal, Covid sei bloss eine Grippe, alles übertrieben – wundert mich das nicht. Meine Arztpraxis trägt keinerlei Masken, sagte mir, ich solle keine tragen. Als ich darauf bestand, gab mir die Assistentin die Maske, in dem sie mit ihrer ganzen Hand die Maske im Mundbereich hielt!?
    Ähnliche Vorträge + teils hohe Aggressivität gibts von Physiotherap., diversen Gesundheits-/Yoga/-Sporttrainern.
    Ich finde das umso bedenklicher, weil ich für Leute im Gesundheitsbereich eigentlich annehme, dass bessere Kenntnisse zu Viren/Epidemien vorhanden sind als im Schnitt.
    • ursus3000 28.08.2020 12:43
      Highlight Highlight Jetzt beklagst Du dich über die Leute, die dir helfen? Findest du das nicht ein bisschen undankbar? Wenn dein Arzt wüsste, wie Du über ihn schreibst, würde ich verstehen, wenn er Dich nicht mehr als Patient haben wollte.
    • aglio e olio 28.08.2020 12:54
      Highlight Highlight Das halte ich für eine manipulative Unterstellung. Gerade im Gesundheitsbereich kenne ich niemanden der CoVid-19 für eine Grippe hält.
      Suche dir einen anderen Arzt.
    • sowhat 28.08.2020 13:37
      Highlight Highlight Ursus, macht nix. An seiner Stelle würde ich eh die Praxis wechseln.
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  • Ali_G 28.08.2020 12:19
    Highlight Highlight Leider haben unsere Nachbarländer recht behalten, der Staat/Bürger ist zu faul oder unflexibel, um das Geschenk des Datenschutzes zu würdigen.
    Ohne Datenschutz würde die App vollautomatisch unsere Bewegungsprofile aufzeichnen und innert Stunden alle gefährdeten Personen warnen, Infektionsherde würden schnell gefunden und die Verantwortlichen könnten ihre Schutzkonzepte optimieren.
    Das was wir jetzt betreiben ist ein Blindflug.

    Wir sind einfach noch nicht bereit, selbst Verantwortung für den Datenschutz zu übernehmen.
  • Black Cat in a Sink 28.08.2020 12:09
    Highlight Highlight Es ist eigentlich so, wie es immer ist, wenn Neues eingeführt wird; der Aufwand den es braucht, den Wandel in den Köpfen zu verankern wird massiv unterschätzt oder schlimmer noch, er geht vergessen. Es mit dem Holzhammer zu versuchen, ist auch keine Lösung. Jemand von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen, braucht Zeit und die läuft uns in diesem Kontext davon!
  • Autokorrektur 28.08.2020 12:06
    Highlight Highlight Kind wurde vom Kinderarzt am Dienstag getestet, nach drei Tagen hatten wir den Befund. (Zum Glück negativ, habe keine Lust auf den ganzen Rattenschwanz an Konsequenzen.) Da fängts doch schon an. Zudem musste ich beim Arzt nachfragen, sonst wüssten wir es wohl immer noch nicht.
  • PHILosopher_XI 28.08.2020 12:02
    Highlight Highlight Woher die Überraschung?
    Läuft doch wie sonst auch, wenn man etwas vom Amt haben möchte.
    Meine Idee:
    Kehrt den Prozess um und die positiv Getesteten sollen den Code abgeben.
    Wenn das Amt nämlich etwas von einem will, kennen sie keine Geduld und scheuen keine Mühe. 🤣
    • Firefly 28.08.2020 20:08
      Highlight Highlight "Wenn das Amt nämlich etwas von einem will, kennen sie keine Geduld und scheuen keine Mühe."

      Stimmt und kosten tuts dann auch noch meistens was.
  • UrsK 28.08.2020 11:57
    Highlight Highlight Langsam ist auch Herr Schurter beim wahren Intelligenztest angelangt ;-)
    • @schurt3r 28.08.2020 12:08
      Highlight Highlight Haha, musste grad schmunzeln, danke.

      Aber Obacht! Es laufen zurzeit mehrere Intelligenztests ;-)
    • Ueli der Knecht 28.08.2020 12:16
      Highlight Highlight Meines Erachtens mit eher magerem Resultat.
    • Hoci 28.08.2020 12:27
      Highlight Highlight Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit einer fehlenden Führung + wie ich vermute typisch schweiz. Vorbehalte gegenüber Bund + allen ausserhalb der persönlichen Arbeitsinsel, auf der man Gott spielen kann.
      Beim Bund wurde diese Sorte Mitarbeiter erfolgreich entmistet, bei den Kantonsärzten besteht Nachholbedarf.
      Es sollte niemanden überraschen, angesichts der massiven Übermittlungsschwierigkeiten an Daten an den Bund – seit März!
      Ich würde mir mehr Durchsetzung + harte Konsequenzen durch den Bund (=Führung) wünschen, denn was immer der Grund ist, die Kantone greifen nicht durch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HappyUster 28.08.2020 11:51
    Highlight Highlight "... dass der watson-User und seine Partnerin auf eine gebuchte Ferien-Flugreise in den Süden verzichtet hätten."

    Wie kann man in einen Flieger steigen und in den Süden fliegen, wenn das Resultat noch gar nicht 100% klar ist???
    SORRY aber wirklich 'Kopfschüttel'
  • De-Saint-Ex 28.08.2020 11:47
    Highlight Highlight Bestätigt leider, was ich in diesem Zusammenhang gestern oder vorgestern schrieb: Arbeitsverweigerung nennt sowas... und zwar böswillige. Weg mit diesem elenden Föderalismus...
  • MartinZH 28.08.2020 11:42
    Highlight Highlight Ich habe es so kommen sehen: Sobald die Kantone zuständig sind, beginnt das Chaos! 🙈

    Genau so, wie in meinem Kommentar vom 12.6.20 festgehalten.
    http://www.watson.ch/!898364593#discussion_898364593

    Wir hatten es schon mit einem einzigen Koch beim Bund nicht einfach. Und nun bestätigt es sich wieder einmal: Zu viele Köche verderben den Brei. 😉
    Benutzer Bild
  • Shin Kami 28.08.2020 11:32
    Highlight Highlight Wieso zum Henker wird die Ausstellung des Codes nicht einfach automatisiert per Mail oder SMS? Wenn der Code ausgestellt wird ein zusätzliches Fenster für Telefonnummer oder EMail und dann wird der Code sofort übermittelt, am besten noch mit einer erklärenden Nachricht daran.
    • Delfina 28.08.2020 11:53
      Highlight Highlight Ja genau, ich verstehe auch nicht, warum das nicht automatisiert ist?! Erst dann kann der Aargau am Sonntag Pause machen😴
    • Suigarah 28.08.2020 12:17
      Highlight Highlight Keine automatisierung macht schon Sinn. Wie Sie gelesen haben, sind die Tests weder eindeutig noch zuverlässig. Stellen Sie sich vor was für ein Chaos ausbricht wenn auch noch 10,20 oder 100 negative einen Code fälschlicherweise eingeben.
    • Tavares 28.08.2020 13:03
      Highlight Highlight Wenn Prozess schon ändern, dann direkt beim Test durch das Labor. Sobald ein positiver Test vorhanden ist, wird ein Covid-Code durch das Labor generiert. So erhält der Hausarzt / Spital : etc. Gleich das Resultat und den Code.
  • IMaki 28.08.2020 11:32
    Highlight Highlight «Ob es ein Kanton richtig macht bei der Seuchenbekämpfung, entscheidet sich nicht an der Maskenpflicht in den Läden, das ist ein Nebenschauplatz, sondern ob er sauber testet und tracert.»

    Wo er recht hat, hat er recht, unser Super-Tracer S. in SG. Und genau deshalb verrennen sich die überforderten Kantönli-Politiker in die Maskerade, weil man dann so tun kann als ob, aber es passiert nichts. D.h. passieren tut schon etwas: Das Gewerbe wird vernichtet und das menschliche Verhalten wird krank gemacht. Man wird bei den nächsten Wahlen etwas genauer hinschauen müssen.
    • Hoci 28.08.2020 12:34
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden. Aber die Masken schützen Menschen und Gewerbe /Wirtschaft am besten. Darum ist es völlig unverständlich, wieso es nicht seit März in Innenräumen Pflicht ist. Es hätte uns vieles erspart.
      Der Bund usw. hat extrem viel verbockt mit seiner «Masken bringen nichts»-Lüge und trägt die Hauptverantwortung.
      Man hätte nur die erfahreneren Asiaten kopieren müssen, aber nö, Europäer wissens ja besser...
    • Beat_ 28.08.2020 16:46
      Highlight Highlight @Hoci: die Masken schützen nicht am besten. Am besten helfen Abstand halten und regelmässiges Händewaschen (es geht darum, dass wenn man sich ins Gesicht fasst, möglichst keine Viren an den Händen sind, darum auch nicht Händeschütteln).
      Die Masken können ein zusätzliche Hilfe sein, aber auch nur, wenn richtig getragen und der Gsichtspimmel nicht frei rausschaut.
  • stagger lee 28.08.2020 11:30
    Highlight Highlight Brutal wieviele Schwächen des Systems Schweiz durch Covid aufgedeckt werden. Von schlechtgeführten Bundesämtern über hickhack im Bundesrat bis zum unfähigen Beamtenapparat in den Kantonen.

    In guten Zeiten läuft das System Schweiz, in Krisenzeiten ist es lausig.
  • Autokorrektur 28.08.2020 11:30
    Highlight Highlight "sondern ob er sauber testet und tracert." 😖 Verfolgt. Bitte. Das deutsche Wort für "tracing" ist Verfolgung. 🙄
    • ursus3000 28.08.2020 11:45
      Highlight Highlight Und auf Englisch würde es traced heissen, aber das ist eben Denglisch.
    • Maya Eldorado 28.08.2020 11:54
      Highlight Highlight Mich ärgern die immer grössere Flut von englischen Ausdrücken auch.
      Immer muss ich nachschauen, was denn die deutsche Uebersetzung ist - einfach ärgerlich.
    • Autokorrektur 28.08.2020 12:05
      Highlight Highlight @Maya Eldorado mich ärgern die überhaupt nicht, da ich zur Hälfte auf englisch denke. Was mich nervt sind diese verhunzten Wörter, weder englisch noch deutsch, und noch nicht mal eingedeutschtes Englisch. "Tracert" - da rollen sich meine Zehennägel hoch. Wenn schon, dann wie ursus3000 richtig feststellt, dann "traced". Aber so... 😖
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  • Shlomo 28.08.2020 11:26
    Highlight Highlight Schön, jetzt können wir uns über die Prozesse in den Kantonen aufregen, anstelle uns zu fragen, was wir tun können, um das Risiko einer Ansteckung auf ein Minimum zu reduzieren. Also Hauptsache, wir müssen unser Hirn nicht einschalten. Top 👍
    • Maya Eldorado 28.08.2020 11:56
      Highlight Highlight Stimmt! Und je mehr der Einzelne die Verantwortung an den Staat abgibt, je mehr nähern wir uns einer Diktatur! Wollen wir das wirklich?
    • sowhat 28.08.2020 13:46
      Highlight Highlight Und warum nicht beides?
    • Shlomo 28.08.2020 14:24
      Highlight Highlight Es braucht Regeln und diese Regeln müssen eingehalten, kontrolliert und bei Nichtbefolgung geahndet werden ohne Pardon.
  • Sek L. Schweiss 28.08.2020 11:23
    Highlight Highlight Ein positiver COVID-19 Test ist meldepflichtig, richtig? Warum wird die Code-Generierung diesem Prozess nicht direkt angehängt? Es ist mir schleierhaft, wieso ein Infizierter nach einem Code nachfragen muss, welcher dann in einem zusätzlichen Prozess erst noch generiert werden muss.
    • ch.vogel 28.08.2020 12:46
      Highlight Highlight Meldungen für meldepflichtige Krankheiten (davon gibt es ja einige) werden wahrscheinlich etwas langsamer verarbeitet und müssen ggf. vom Arzt noch mit weiteren Daten ergänzt werden (Risikofaktoren, bestehende Krankheiten, regelmässige Medis, Alter, etc...). Alle diese Daten sind fürs Contact Tracing nicht direkt relevant.
      Darum macht es schon Sinn, einen möglichst schlanken Prozess zu haben vom positiven Testresultat zur Information des Erkrankten und dessen Kontakte. (Was leider in vielen Kantonen offenbar nicht der Fall ist, aber jetzt hoffendlich umgehend verbessert wird.)
  • Der Echsenmensch 28.08.2020 11:19
    Highlight Highlight "Die Kantonsärzte sollen die Covidcodes gemäss BAG dann erzeugen, wenn ein konkreter Fall vorliegt und die Person bestätigt habe, dass sie die SwissCovid App benutzt."

    Hier fängt es schon an. Warum diese Umwege?

    1. Sollten doch nicht die Kantonsärzte den Code generieren, sondern die, die direkt mit den Daten arbeiten, also das Testlabor oder die Contact Tracer.

    2. Positives Testresultat = Code. Warum erst nachfragen, ob der Patient die App nutzt? Spielt doch keine Rolle, wenn ein Code nicht verwendet wird...

    Warum immer so kompliziert? *Facepalm*
    • Autokorrektur 28.08.2020 12:10
      Highlight Highlight Ich glaube das hat mit dem Controlling zu tun; um nachzuverfolgen, wie viele den Code trotz App nicht darin eingeben. Zudem gäbe es mit Sicherheit (!) Leute, die in verwirrte Halbpanik ausbrechen würden, wenn man ihnen so einen Code zuschickt und sie keine App haben und nicht wissen, was tun. Das widerum bedeutet Mehraufwand: verwirrte Leute am Telefon beruhigen, und ihnen erklären, dass sie etwas NICHT benutzen müssen, obwohl sie es erhalten haben ist ziemlich schwierig.
    • ch.vogel 28.08.2020 12:40
      Highlight Highlight @Autokorrektur:
      - Im Vergleich zur möglichen Reduktion von Infektionszahlen ist doch - sorry - sch... egal, wieviele den Code nicht eingeben haben, obwohl angefordert. Schliesslich gibts dazu keine Pflicht.
      - "Ihr Covid-Test vom <Datum> war positiv. Wenn sie die SwissCovid-App nutzen, geben sie bitte folgenden Code ein: xxxxxx. Ein Mitarbeiter des Tracing-Team wird sich in den nächsten Stunden bei Ihnen melden. Bitte vermeiden Sie weitere Kontakte und begeben sich so bald wie möglich in Isolation."

      Was soll an einer solchen Nachricht bitte missverständlich sein?
    • Autokorrektur 28.08.2020 13:34
      Highlight Highlight @ch.vogel Als ehemalige Supporterin via Telefon kann ich dir sagen: vieles. Ich kann mir das Gespräch sogar leibhaftig vorstellen. "Ja, und dann habe ich hier noch diesen *Code* bekommen." "Okay, haben Sie denn die SwissCovidApp?" "Ich weiss nicht. Wo muss ich die denn haben?" "Das ist eine App, die Sie auf Ihrem Handy installieren können." "Aha. Und woher weiss ich, ob ich diese App habe?" "Sie müssten Sie selber heruntergeladen haben. Oder, falls das jemand anders für Sie gemacht hat, dann sehen Sie auf ihrem Bildschirm ein Icon mit dem Namen." "Was ist ein Icon?"
      Ja. Solche Gespräche gibt's
    Weitere Antworten anzeigen
  • BöserOnkel 28.08.2020 11:19
    Highlight Highlight Da treten einfach mal die Grenzen des Föderalismus offen zu Tage. Diese Probleme gibt es in vielen Bereichen, welche aber gerne heruntergespielt oder verschwiegen werden. Schauen sie als Beispiel mal wie bei Justiz und Polizei bezüglich interkantonaler Zusammenarbeit gemurkst wird. Das ist zum Teil ein Witz!
    Föderalismus ist bezüglich unserer direkten Demokratie sicherlich sehr wertvoll, bezüglich der Bereiche wo es unabdingbar einer nationalen Vorgehensweise oder Zusammenarbeit bedarf, ist er allerdings eine ziemliche Katastrophe!
    • Maya Eldorado 28.08.2020 12:01
      Highlight Highlight Da ist entgegenzuhalten: Ohne Föderalismus ist direkte Demokratie nicht möglich. Föderalismus bedeutet aber auch, dass der Einzelne dann stark die Eigenverantwortung für sich und die anderen tragen muss. Und an diesem Willen hapert es in unserer Gesellschaft immer mehr.
  • BlickvonAussen 28.08.2020 11:19
    Highlight Highlight Der Beitrag bestätigt meine beruflichen Erfahrungen:
    1. Neuer Vorschlag, Reaktion: 1000 Einwände, warum es nicht funktionieren wird.
    2. Fachidioten: Exzellent auf ihrem Gebiet, aber das ist auch alles.
    3. Unendliche Diskussionen.
    • Ueli der Knecht 28.08.2020 12:19
      Highlight Highlight Gewinner sehen bei jedem Problem tausend Lösungen.

      Verlierer sehen bei jeder Lösung tausend Probleme.
  • Atavar 28.08.2020 11:18
    Highlight Highlight "Ein Abwehrreflex gegenüber Neuem?" Natürlich - gutschweizerische Tradition. Ist in der Privatwirtschaft nicht anders, nur etwas weniger ausgeprägt.

    Für mich sehr erschreckend: sind die kantonalen Regierungen so unorganisiert oder durchsetzungsschwach, dass sie den Zuständigen die Prozesse nicht aufzwingen? Und sind diese so eingebildet, dass sie sich wirklich als Entscheidungsträger sehen?

    Erneuter Beweis: Funktion / Titel schützen nicht vor Unfähigkeit.
  • insert_brain_here 28.08.2020 11:18
    Highlight Highlight Ich denke hier menschelts einfach zu sehr. Der Kantonsarzt ist sich nicht gewohnt Anweisungen auszuführen und dutzende Zahlen in einen Computer einzutippen ist ihm zu stupide, kurzfristig dafür Leute einzustellen dürfte nicht möglich sein, da in vielen Kantonen dank bürgerlicher Sparpakete keine Stellen geschaffen werden dürfen.
    • drüber Nachgedacht 28.08.2020 12:45
      Highlight Highlight Es ist auch nicht Aufgabe des Kantonsarztes, die Zahlen im Computer einzutippen.
      Seine Aufgabe ist es sicherzustellen, dass dies von Personen verantwortungsvoll und speditiv durchgeführt wird.
      Aber Ärzte haben eine medizinische Ausbildung und keine Ausbildung, um etwas zu organisieren. Darum sollten sie dort nur zur Beratung von medizinischen Problemen stehen.
      Leider fällt da bei vielen Ärzten eine Zacke aus der Krone, wenn sie nicht zuoberst allein herrschen können.
    • Beat_ 28.08.2020 16:55
      Highlight Highlight Wahrscheinlich müsste mal bei der Wahl der Kantonsärzte angefangen werden. Ist offensichtlich für Viele eine eine Möglichkeit für Ruhm und Ehre. Und jetzt wo es etwas zu tun gibt...
  • bbelser 28.08.2020 11:15
    Highlight Highlight Danke, Dani Schurter, für diese Einordnung.

    Sollte es tatsächlich so sein, dass (ältere?) Kantonsärzte hier den Ueli machen ("chume bii däm Äpp-Züügs nöd druus"), dann wäre das für eine moderne Verwaltung ein Armutszeugnis ganz besonderer Güte.
    Davon dürften wir im Falle von Krisen nicht abhängig sein.
    Wie wird das erst bei einer Cyber-Krise? Löschen wir dann das Internet?

    Ich hoffe immer noch, dass es "nur" Anlaufschwierigkeiten sind...
  • Garp 28.08.2020 11:14
    Highlight Highlight Danke Schurter, genau das hat mich interessiert, wer, wie und wo diese Codes generieren kann. Ich nehme an, das geht dann in Sekundenschnelle. Gestern meinte ja noch jemand vom Kanton, sie hätten den Code beantragt und müssten so lange auf den warten vom Bund.

    In Paketen abarbeiten geht einfach gar nicht. Macht man das dann alle 2 Tage? 🙈
  • darkz0ne 28.08.2020 11:14
    Highlight Highlight Die Kantone haben um 16 Uhr Feierabend, das liegt ja auf der Hand, dass die 2 Tage benötigen bei soviel Kaffeepausen. Freitags ist jeweils Homeoffice, da erwische selbst ich keinen Mitarbeiter mehr.

    Und Ja: ich arbeite bei einem Kanton.
    • HappyUster 28.08.2020 11:41
      Highlight Highlight Macht das Spass? Also ich meine mit Kaffeepausen sein Geld (Lohn kann man dann ja nicht sagen) zu erhalten?

      Wäre nichts für mich...
  • N. Y. P. 28.08.2020 11:13
    Highlight Highlight @Daniel Schurter

    Eigentlich müsste man dir die Verantwortung für den Kanton ZH übergeben.

    Du bist bestens informiert. Du hast nicht den "Läckmeramarsch", den teilweise die Verantwortlichen des Kantons an den Tag legen.

    Aber klar, der Mo würde sagen:

    Der Schurter will für den Kanton arbeiten, obwohl das in dem Büro verbote isch?
    • @schurt3r 28.08.2020 11:25
      Highlight Highlight Nein, und danke, nein.
      Ich will nicht zu Mo aufs Sofa! 😂

      Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich denke, viele Kantonsangestellte machen ihren Job gut und motiviert. Es muss sich wohl vor allem auf Führungsebene einiges bewegen.
    • N. Y. P. 28.08.2020 11:33
      Highlight Highlight @schurt3r

      Du musst ja nur 2 Minuten auf dem Sofa sitzen, gescheit in die Kamera gucken und warten, bis die Schlussbeleidigung raus ist.

      ;-)
    • bokl 28.08.2020 13:15
      Highlight Highlight #Schurter4Chefsache

      😎
  • HerbertBert 28.08.2020 11:12
    Highlight Highlight Der gesamte Prozess der Code-Vergabe hat unnötige Schritte drin. Es gibt keinen Grund, warum der Kanton speziell neue Leute dafür autorisieren muss.

    Die Person, welche den Test durchführt und ein positives Resultat findet, soll den Code generieren. Mit dem Testresultat "positiv" soll der Code mitgesendet werden.

    Wie die Contact-Tracer des Kantons nachher vorgehen, ist den Kantonen überlassen.

    Der Code muss möglichst schnell raus. Auch wenn die Kantone nicht schlampen würden, würde man unnötig Zeit mit dem Zwischenschritt über die Contact-Tracer verlieren.
  • Astrogator 28.08.2020 11:09
    Highlight Highlight Ich denke der Grund ist simpler: Geld.

    Quarantäne belastet die EO und die Wirtschaft wird auch nicht Freude haben wenn täglich mehrere 100 Personen fehlen.

    Die ganze Kommunikation, auch beim Thema Masken, läuft auf dieses Thema hinaus: weniger Leute in Quarantäne schicken. Steigende Fallzahlen sind dann die Konsequenz daraus.

    Inzwischen habe ich im Arbeitsumfeld den zweiten Fall mit Covid-App und einer Notification, anderer Kanton aber dasselbe Resultat: wegen der App schicken wir niemanden zum Test und in Quarantäne wenn er keine Symptome hat.
    • Autokorrektur 28.08.2020 11:32
      Highlight Highlight Das ist genau das, was ich befürchtet hatte; dass nämlich die Arbeitgeber die Warnung der App einfach abtun, und deswegen die Mitarbeiter nicht zu Hause bleiben lassen.
    • Alnothur 28.08.2020 12:29
      Highlight Highlight "wegen der App schicken wir niemanden zum Test und in Quarantäne wenn er keine Symptome hat."

      Soll man ja auch nicht. Wenn man eine Warnung bekommt, soll man die Kontaktstelle... Moment, was war das Wort nochmal? Ah ja: kontaktieren. Die sagen dann, was man soll.
  • bokl 28.08.2020 11:08
    Highlight Highlight Die SwissCovidApp ist kein digitales Contact-Tracing. Die App ist anonym. Ein nachverfolgbarer Kontakt kann nicht anonym sein.

    Die App kann zusätzlichen Input für das Contact-Tracing liefern. Das kann natürlich zu Mehraufwand führen.

    Da "Trace -> Isolate" aber das (einzige?) wirksamste Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung von SarsCov2 ist, sollten die Codes mit dem positiven Testresultat ausgegeben werden und die Ressourcen für das Contact-Tracing entsprechend aufgestockt werden.
    • @schurt3r 28.08.2020 11:31
      Highlight Highlight Doch doch, die App macht digitales Contact Tracing. Stark vereinfacht ausgedrückt.

      Wenn man es genau nehmen will, ist es Bluetooth-basiertes Proximity-Tracing, das das Prinzip der Datensparsamkeit (Privacy by Design) umsetzt und auf dem Exposure Notification Framework basiert, das Apple und Google in ihre neueren Versionen der Betriebssysteme iOS und Android integriert haben und autorisierten Entwicklern der nationalen Apps zur Verfügung stellen, damit es zuverlässiger und energieeffizienter funktioniert.

      Uff! :)
    • bokl 28.08.2020 11:41
      Highlight Highlight Aus Wikipedia
      "Als Contact-Tracing bezeichnet man im Rahmen der Umgebungsuntersuchung das Nachverfolgen von Kontaktpersonen, sowie das aktive Ermitteln von Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten und infiziert sein könnten."

      Nachverfolgen und aktiv Ermitteln ist m.M. mit der App nicht möglich. Codeeingabe ist "Fire and Forget". Danach bleibt nur die Hoffnung, dass die Gewarnten sich brav melden. Wenn sie sich melden, kann das Contact-Tracing beginnen.
    • Cityslicker 28.08.2020 13:53
      Highlight Highlight @bokl: Das sehe ich anders - Nach Codeeingabe muss man nicht warten, bis sich die erste Instanz möglicher Infizierter (15min in der Nähe gewesener) meldet - die Codelogik ermöglicht auch die Warnung potentieller Kontakte der nächsten Instanzen. Genau darin liegt ja der Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zum manuellen Tracing. So gesehen ist es schon ein Tracing - auch wenn gewollt keine zentrale Gesamtübersicht möglich ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DeeMind 28.08.2020 11:06
    Highlight Highlight Jaja, da sieht man wieder den Kantönli-Verhinderungsgeist. Für mich komplett inakzeptabel, dass auf behördlicher Seite nicht an einem Strang gezogen wird. Was für eine Falle macht denn sowas bei der Bevölkerung? Vielleicht stimmen wir darüber ab, ob jemand infiziert ist oder nicht? So reden gleich alle mit... Nein jetzt mal ehrlich: Zurücktreten und Platzmachen ihr 'Kantonsärztetrötzli', für Ärzte, die richtig zusammenarbeiten wollen.
    @Bund: einmal mehr zeigt sich, dass im Krisenmanagement wie jetzt, die Kantönli-Lösungen alles kaputt machen... Weg damit! Jetzt!
    • DeeMind 28.08.2020 11:29
      Highlight Highlight An die 'Blitzer' : Mich würde ganz gerne interessieren, WAS euch an meinem Text nicht gefällt. Kommentarlos 'blitzen' halte ich für deplatziert...
    • ursus3000 28.08.2020 11:54
      Highlight Highlight Deine Rechthaberei. Grosse Worte in Kommentarspalten nützen genausowenig wie meine dummen Kommentare. Also jetzt weisst Du es. Und ich werde auch in Zukunft blitzen, wenn es mir gefällt. Und nimm die Blitze hin wie ein Mann, ohne in Wehklagen zu verfallen, es ist schliesslich kein Ponyhof.
    • Spooky 28.08.2020 13:18
      Highlight Highlight @DeeMind
      Beruhige dich! Du musst keine Angst haben. Das sind keine echten Blitze, die dich treffen könnten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 28.08.2020 11:02
    Highlight Highlight Ich habe seit 1984 einen PC. Damals war das Ding noch ziemlich fremd. Da wurde vom Internet gesprochen, doch keiner wusste genau, was das sein sollte. Heute, doch etliche Jahre später, sollte ein Kantonsarzt schon wissen, was digitale Verarbeitung ist. Er muss ja keinen Computer bauen, sondern keine Angst vor dem Explodieren haben, wenn er eine falsche Taste drückt.
    • PeteZahad 28.08.2020 13:03
      Highlight Highlight Kann nicht sein.
      Das www (World Wide Web) wurde erst 1991 öffentlich
      "English engineer and computer scientist Sir Timothy John Berners-Lee invented the World Wide Web in 1989. He wrote the first web browser in 1990 while employed at CERN near Geneva, Switzerland. The browser was released outside CERN to other research institutions starting in January 1991, and then to the general public in August 1991."
    • ChrisG 28.08.2020 13:53
      Highlight Highlight @PeteZahad Das WWW ist nicht das gleiche wie das Internet. Das ist nur eine Anwendung, wenn auch die, die dem Internet, wie wir es heute kennen zum Durchbruch verholfen hat.

      Das Internet gibt es schon seit den 70er Jahren und seit den frühen 80er wurde es auch Internet genannt.

      Ich selbst war schon Ende der 80er online. Auch wenn das Netz von damals nichts mehr mit dem heute bekannten WWW zu tun hat.
    • HugiHans 28.08.2020 19:23
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass auch heute viele nicht wissen was das Internet ist und wie es zu nutzen ist. Das etwas sich ständig verändert und nicht statisch wie ein Buch bleibt, bereitet vielen Mühe.
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  • Töfflifahrer 28.08.2020 11:00
    Highlight Highlight Ich sehe mich in meiner Vermutung leider bestätigt, die wollen nicht. Für mich ist dies einer fahrlässigen Körperverletzung durch die Kantonsräte gleichzusetzen, die gehören verzeigt und entlassen!
    Ich hoffe jedoch, dass die politischen Stellen in den Kantonen denen endlich Feuer unter dem ..... machen.
    • Töfflifahrer 28.08.2020 12:13
      Highlight Highlight *Sorry Kantonsärzte
  • landre 28.08.2020 10:59
    Highlight Highlight Habe den Artkiel nur flüchtig gelesen (hole es später nach). Sieht soweit aus als ist ein weiterer Bericht/ Analyse/ Beitrag mit dem jeder alphabetisierte Mitmensch wirklich etwas anfangen kann. (Top. Merci @Schurter.)
    • Cityslicker 28.08.2020 13:40
      Highlight Highlight Meinen Blitzer dafür, dass du offensichtlich zwar Zeit zum Kommentieren findest, dir aber nicht zum Lesen nimmst. Ganz grundsätzlich ;-)

      Dass Daniel Schurter so hartnäckig am Thema SwissCovid-App dranbleibt, finde auch ich grossartig.
  • jopa 28.08.2020 10:53
    Highlight Highlight Anstatt die eigenen Prozesse zu hinterfragen und zu verbessern, verhängt man lieber eine Maskenpflicht in Einkaufszentren und verbietet Veranstaltungen von mehr als 100 Personen.
    • HappyUster 28.08.2020 11:47
      Highlight Highlight Sagen wir so: ABSTAND, HÄNDEWASCHEN und MASKEN können vor dem Virus schützen.
      Es gibt genug Menschen (sieh dich mal um), die alle drei Hilfsmittel ignorieren. Ergo steigen die täglichen Fallzahlen!
      Man MUSS leider das Volk mit Gesetzen vor sich selber (siehe ÖV, Läden) schützen.
      Sorry jopa...
  • Der Buchstabe I 28.08.2020 10:40
    Highlight Highlight Ich wäre für ein Ultimatum vom Bund:

    Wenn die Kantone nicht endlich die Selbstverantwortung wahrnehmen, die sie sich so lange "ertöipelet" haben, übernimmt der Bund wieder, punkt.

    Das Gehabe der meisten Kantonsregierungen ist mehr als unprofessionel, peinlich und einer Schweiz schlicht unwürdig.
    • Geischtli 28.08.2020 11:08
      Highlight Highlight Danke, genau so sehe ich das auch.
    • Posersalami 28.08.2020 11:11
      Highlight Highlight So schauts aus!

      Der Bund macht eine Liste mit Massnahmen und versieht sie mit Schwellenwerten, ab wann sie in Kraft gesetzt werden. ZB. Clubs schliessen ab 50 Fällen pro Wochentag, Maskenpflicht in Läden ab 80 Neuinfektionen pro Wochentag, usw. (Zahlen nur zur Verdeutlichung). CT soll komplett der Bund übernehmen, inkl. Codes generieren für die App.

      Allerdings muss der Bund dann liefern und das BAG seine Prozesse massiv verbessern.
    • Linus Luchs 28.08.2020 11:27
      Highlight Highlight Der Bund will nicht übernehmen. Gerade der Umstand, dass die Administration des Contact Tracings den Kantonen zugeschoben wurde, obwohl jeder einigermassen verstandsbegabte Mensch sofort sieht, dass angesichts der heutigen Mobilität Contact Tracing mindestens eine nationale Aufgabe sein muss, zeigt: Der Bund will nicht! Sehr wahrscheinlich aus finanziellen Gründen. Lieber lässt er 26 Kantone wursteln. Die sind dann auch schuld, wenn etwas nicht klappt. So wird Föderalismus gefährlich, aber der Bund nimmt das in Kauf.
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