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US-Unternehmen gehackt – Swisscom, Sunrise und Salt betroffen

14.02.2022, 05:0514.02.2022, 07:17

Die US-Firma iBasis ist Opfer eines Hackerangriffs geworden und könnte als Transporteur von Daten missbraucht werden, die Schweizer Betreibern gehören. Swisscom und Sunrise UPC wissen davon und prüfen, ob ihre Kunden betroffen sind.

Auch Kunden von Swisscom könnten vom Hacke-Angriff betroffen sein.
Auch Kunden von Swisscom könnten vom Hacke-Angriff betroffen sein.Bild: keystone

«Wir haben Kenntnis von einem Ransomware-Angriff bei iBasis», sagte Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher am Sonntagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und bestätigte damit eine Online-Meldung der Tageszeitung «Le Temps».

Swisscom habe keine direkten Geschäftsbeziehungen mit iBasis, abgesehen von Roaming-Verbindungen über Betreiber, die iBasis als Transporteur für die Datenübertragung nutzen könnten, sagte Hubacher.

Der Schweizer Anbieter stehe in engem Kontakt mit seinen Partnern, um zu überprüfen, ob und welche Daten von Swisscom-Kunden betroffen sind. «Wir berücksichtigen jede neue Entdeckung», sagte die Sprecherin weiter.

Sunrise UPC äusserte sich ähnlich wie Swisscom und gab an, in den Bereichen MMS-Interworking/internationale Anrufe mit iBasis zusammenzuarbeiten. Man sei noch dabei zu prüfen, ob Daten von Kunden betroffen seien, sagte Rolf Ziebold, Sprecher von Sunrise UPC, gegenüber Keystone-SDA. Salt hat noch nicht auf eine Anfrage geantwortet.

Laut «Le Temps» hat der Hackerangriff in den USA Swisscom, Sunrise UPC und Salt stark betroffen. iBasis, ein in der breiten Öffentlichkeit wenig bekanntes Unternehmen, bietet internationale Dienstleistungen für hunderte von Telekommunikationsanbietern auf der ganzen Welt an.

Der Cyberangriff habe dazu geführt, dass Informationen über die Kommunikation der Kunden dieser Anbieter vorübergehend im Darknet veröffentlicht wurden, schreibt «Le Temps». (saw/sda)

Opfer einer Ransomware-Attacke? Darum sollten Betroffene nicht bezahlen
Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit NCSC rät von der Zahlung eines Lösegeldes ab und warnt: «Es gibt keine Garantie, dass die Verbrecher nach der Bezahlung des Lösegelds die Daten nicht doch veröffentlichen oder anderen Profit daraus machen. Zudem motiviert jede erfolgreiche Erpressung die Angreifer zum Weitermachen, finanziert die Weiterentwicklung der Angriffe und fördert deren Verbreitung.»

Sollten Opfer dennoch das Bezahlen von Lösegeld in Erwägung ziehen, empfiehlt das NCSC dringend, diese Schritte mit der Kantonspolizei zu diskutieren.

Auf der Webseite https://www.nomoreransom.org/ gibt es Tipps, um die Schadsoftware zu identifizieren und die Möglichkeit bereits bekannte Schlüssel herunterzuladen. Nomoreransom.org ist ein gemeinsames Projekt der niederländischen Polizei und von Europol, an dem sich auch die Schweizerische Eidgenossenschaft beteiligt.
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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gantii
14.02.2022 07:40registriert Februar 2015
was heisst den, dass Daten 'vorübergehend' im Darknet öffentlich sein sollen? Das ist kein PostIt-Board in der Migros. Einmal da, immer da.
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