Digital
Social Media

Hast du auch diese merkwürdige Instagram-E-Mail erhalten? Darum geht es

Hast du auch diese merkwürdige E-Mail von Instagram erhalten? Das steckt dahinter

12.01.2026, 10:4812.01.2026, 14:11

Instagram-User haben in den vergangenen Tagen teils mehrere E-Mails erhalten, die sie zum Zurücksetzen des Passwortes auffordern. Der Betreff der Nachricht lautet: «We've made it easy to get back on Instagram» (Wir haben es leicht gemacht, wieder auf Instagram zurückzukehren.)

Die E-Mails wurden massenhaft verschickt, ohne dass die Betroffenen zuvor eine Aufforderung zum Zurücksetzen des Passwortes angefordert hatten.

So sieht die besagte E-Mail aus:

Instagram-User können diese E-Mail ignorieren, wenn sie sie nicht selbst angefordert haben.
Instagram-User können diese E-Mail ignorieren, wenn sie sie nicht selbst angefordert haben.screenshot: watson

Die Nachrichten wurden von der E-Mail-Adresse security@mail.instagram.com verschickt.

Rasch kamen Gerüchte auf, Instagram sei gehackt worden. Am Sonntag reagierte Meta und dementierte entsprechende Berichte:

«Wir haben ein Problem behoben, das es Dritten ermöglichte, für einige Nutzer E-Mails zum Zurücksetzen von Passwörtern anzufordern. Es gab keine Sicherheitslücke in unseren Systemen und Ihre Instagram-Konten sind sicher. Sie können diese E-Mails ignorieren – Entschuldigung für die entstandene Verwirrung.»
Meta

Die ungewollten Passwort-E-Mails von Instagram waren für viele User verwirrend, eine unmittelbare Gefahr bestand laut Meta allerdings nicht. Die Angreifer hätten keine Möglichkeit gehabt, sich selbst anzumelden oder Passwörter zu ändern. Sie nutzten den temporären Fehler bei Instagram offenbar einfach aus, um Spam-Mails zu versenden.

Zunächst gab es Berichte, dass die E-Mails nach einem angeblichen früheren Datenleck aus dem Jahr 2024 verschickt worden seien. Ein Anti-Viren-Hersteller hatte am 9. Januar 2026 behauptet, Cyberkriminelle hätten Informationen von 17,5 Millionen Instagram-Konten abgegriffen. Anscheinend wurde Instagram aber nicht direkt gehackt, vielmehr wurden wohl massenhaft Daten von Instagram-Usern «gescraped», also automatisiert von den öffentlichen Profilen ausgelesen. Solche Datensätze werden von Kriminellen beispielsweise für Phishing-Angriffe genutzt.

Wie immer gilt: Um seine Konten abzusichern, sollte man wo immer möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wie die Techkonzerne das Internet kaputtmachen
1 / 16
Wie die Techkonzerne das Internet kaputtmachen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mag sich als Nerd verkleiden, doch das ändert nichts daran, dass der Techmilliardär ein Totengräber des freien Internets ist. In diesem Beitrag erfährst du, warum jede neue Plattform für uns User im Desaster endet...

quelle: keystone / nic coury
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dieses Paar zeigt dir, warum du nicht alles, was du auf Instagram siehst, glauben sollst
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16
Lösegeld bei Ruag-Erpressung: Spielten US-Interessen eine Rolle? – die Sonntagsnews
Bundesrat Albert Rösti will die Einnahmen aus der CO2-Abgabe künftig in die Bundeskasse lenken und wegen sprachlicher Hürden kam es laut einer Sust-Untersuchung in der Westschweiz fast zu einer Zugkollision: Die Sonntagsnews.
Bundesrat Albert Rösti plant laut «NZZ am Sonntag» einen radikalen Umbau der Klimaabgaben. Demnach will er die CO2-Abgaben auf fossile Brennstoffe nicht mehr der Bevölkerung und der Wirtschaft zurückgeben, sondern das Geld soll vollumfänglich in die Bundeskasse gehen. Der Umweltminister wolle ab 2030 auf ein Emissionshandelssystem setzen. Mit dem Wegfall der CO2-Abgabe entfalle auch die heutige Rückverteilung, zitiert das Blatt Röstis Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Der Bund wolle mit den so generierten zusätzlichen Einnahmen von mutmasslich mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr neue klimapolitische Massnahmen finanzieren. Die Menschen in der Schweiz erhielten das Geld bisher als Rabatt auf ihre Prämien für die obligatorische Krankenversicherung gutgeschrieben. Kritik komme auch aus Röstis eigener Partei, der SVP. «Wir sehen das sehr kritisch», zitierte die Zeitung den Solothurner Nationalrat Christian Imark.
Zur Story