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OpenAI-Whistleblower tot in Wohnung aufgefunden – das wissen wir

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OpenAI mit seinem Chef Sam Altman hat gegen eine Reihe von Klagen von Kreativschaffenden zu kämpfen.Bild: keystone

OpenAI-Whistleblower tot in Wohnung aufgefunden – das wissen wir

Suchir Balaji hatte gegen seinen früheren Arbeitgeber OpenAI schwere Vorwürfe erhoben. Dieser habe bei der ChatGPT-Entwicklung gegen das Urheberrecht verstossen.
16.12.2024, 08:2316.12.2024, 08:26
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Ein ehemaliger Open-AI-Angestellter, der als Whistleblower in den USA Schlagzeilen machte, ist tot. Suchir Balajis Leiche wurde schon am 26. November in seiner Wohnung in San Francisco entdeckt.

Bekannte des 26-Jährigen hatten laut einem Bericht der BBC die Polizei alarmiert, nachdem sie sich um sein Wohlergehen gesorgt hatten. Die Gerichtsmedizin geht von Suizid aus. Die Polizei teilte mit, es gebe keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt.

Suchir Balaji, Whistleblower und früherer OpenAI-Angestellter.
Suchir Balaji wuchs in Cupertino, Kalifornien, auf und studierte in Berkeley Informatik.Screenshot: LinkedIn

Schwere Vorwürfe

Balaji arbeitete vier Jahre als Forscher beim Künstliche-Intelligenz-Giganten OpenAI. Dort half er, die enormen Mengen an Internetdaten zu sammeln, die das Unternehmen zum Erstellen seines Online-Chatbots ChatGPT verwendete. Im vergangenen August kündigte er schliesslich.

Im Oktober gab Balaji der «New York Times» (NYT) ein Interview, in dem er behauptete, OpenAI habe bei der Entwicklung des Online-Chatbots ChatGPT gegen das US-Urheberrecht verstossen. Er habe OpenAI verlassen, weil er nicht länger zu Technologien beitragen wollte, die seiner Meinung nach der Gesellschaft mehr schaden als nützen würden, hiess es in dem Bericht.

Balaji: «Kein nachhaltiges Modell»

«Wenn Sie glauben, was ich glaube, müssen Sie das Unternehmen einfach verlassen», sagte Balaji, der in Kalifornien aufgewachsen war und an der University of California in Berkeley Informatik studiert hatte. «Dies ist kein nachhaltiges Modell für das Internet-Ökosystem als Ganzes», so Balaji. Chatbots zerstörten die kommerzielle Rentabilität der Personen, Unternehmen und Internetdienste, die die digitalen Daten erstellt hätten, mit denen diese KI-Systeme trainiert würden.

OpenAI kämpft gegen eine Reihe von Klagen von Kreativschaffenden im Kontext seiner Datenerfassungspraktiken. Im Dezember verklagte die «New York Times» das Unternehmen und dessen technischen Partner und Grossinvestor Microsoft. Der Grund: Sie hätten Millionen von Artikeln verwendet, um Chatbots zu entwickeln, die nun als Quelle zuverlässiger Informationen mit dem Nachrichtenmedium konkurrieren.

Beide Unternehmen haben die Vorwürfe zurückgewiesen. OpenAI sagte auf Anfrage der «NYT»:

«Wir erstellen unsere KI-Modelle unter Verwendung öffentlich verfügbarer Daten, in einer Weise, die durch Fair Use und verwandte Prinzipien geschützt ist und durch langjährige und weithin akzeptierte Rechtspräzedenzfälle unterstützt wird. Wir betrachten dieses Prinzip als fair gegenüber Entwicklern, als notwendig für Innovatoren und als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der USA.»

Ein Sprecher des Unternehmens drückte in einer von CNBC News zitierten Erklärung sein Beileid zum Tod des ehemaligen Mitarbeiters aus. Man sei «am Boden zerstört, heute von dieser unglaublich traurigen Nachricht zu erfahren, und unser Mitgefühl gilt in dieser schwierigen Zeit Suchirs Angehörigen».

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Quellen

(dsc/t-online/

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