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Das iPhone verfolgt jeden Schritt von dir. So stoppst du die Handy-Überwachung

Dir ist es vielleicht nicht bewusst, aber das iPhone weiss haargenau, wo du wann und wie lange in den letzten Monaten warst. Die ständige Überwachung hat einen simplen Grund.



Das iPhone kennt uns besser als wir uns selbst. Es weiss, wo wir gestern, vor einer Woche oder vor einem halben Jahr waren. Dies ist an sich nichts Neues und die Tracking-Funktion lässt sich auch problemlos deaktivieren. Doch nur den wenigsten Usern dürfte die gut versteckte Funktion «Häufige Orte» vertraut sein. Sie speichert, wann wir zur Arbeit fahren, wann wir am Abend wieder nach Hause kommen und wo die Freundin wohnt, die wir oft besuchen.

Es ist eine Frage der Perspektive, ob man es faszinierend oder beängstigend findet, dass das iPhone fortlaufend ein Bewegungsprofil erstellt. Es zeichnet die exakte Zeit auf, wann man an einem bestimmten Ort angekommen und wieder gegangen ist: Zuhause, im Büro oder in der Lieblingsbar.

Das iPhone weiss, wo wir uns oft aufhalten

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Unter «Häufige Orte» in den iPhone-Einstellungen erscheint eine Liste mit den Orten, an denen man sich oft aufhält. Die Wohnadresse, der Arbeitsort, die Schule etc.

Um dein Bewegungsprofil einzusehen, musst du dich durch die Einstellungen des Mobiltelefons klicken: «Einstellungen», «Datenschutz», «Ortungsdienste», «Systemdienste» und schliesslich wirst du ganz unten bei «Häufige Orte» fündig. Dort kannst du die Funktion auch ganz einfach ausschalten. 

Bei den meisten iPhone-Usern dürfte die Tracking-Funktion «Häufige Orte» unbewusst aktiviert worden sein. Und das geht schnell: Wer die Ortungsfunktion für Google Maps oder Apple Maps nur einmal eingeschaltet hat, aktiviert gleichzeitig «Häufige Orte».

Das iPhone zeichnet die Position auf und versucht anhand der besuchten Orte gewisse Muster zu erkennen. Das Mobiltelefon folgert zum Beispiel, dass man dort wohnt, wo man häufig die Nacht verbringt. Hält man sich tagsüber oft am gleichen Ort auf, geht das iPhone davon aus, dass man an dieser Adresse arbeitet. Besucht man einen Ort wiederholt, sei es das Haus eines Kollegen oder ein Restaurant, werden diese Adressen ebenfalls als «Häufige Orte» auf der Karte vermerkt.

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Das iPhone hat richtig erkannt, wo der watson-Redaktor wohnt und arbeitet.

Warum speichert das iPhone unsere Bewegungen?

Das Smartphone registriert, wo wir uns wann wie oft aufhalten. Doch wozu? Apple bleibt vage: «‹Häufige Orte› erlaubt dem iPhone zu lernen, welche Orte du häufig besuchst, um dich mit nützlichen ortsbezogenen Informationen zu versorgen.» Im Klartext geht es darum, dass das iPhone Muster im Tagesablauf des Users erkennt, um ihm unaufgefordert zum richtigen Zeitpunkt nützliche Informationen zu liefern. 

Ein Beispiel: Fährt jemand jeden Wochentag mit dem Auto von Olten nach Bern, lernt das iPhone den Arbeitsweg und zeigt am Morgen automatisch an, wie lange die Fahrt unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrssituation dauern wird. 

Heute dauert der Arbeitsweg 29 Minuten

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Die gesammelten Ortungsdaten nutzt das Betriebssystem dafür, uns schon morgens unter «Heute» in der Nachrichtenzentrale die schnellste Route ins Büro und zurück nach Hause vorzuschlagen.

Die Daten werden laut Apple nur auf dem Gerät gespeichert und nicht mit Dritten geteilt. Trotzdem: Für Datenschützer klingt die ständige Überwachung gespenstisch und in den falschen Händen ist das über Monate aufgezeichnete Bewegungsprofil auf jeden Fall gefährlich. Kriminelle, die sich Zugriff auf dein Gerät verschaffen, sehen etwa, wann du üblicherweise das Haus verlässt und wieder nach Hause kommst.

Die Ortungsfunktion ist für Apple auch aus Marketinggründen interessant, um auf Webseiten und in Apps ortsbezogene Werbung einzublenden.

Auch Android und Windows Phone

Google zeigt schon seit längerem, dass ortsabhängige Dienste enorm praktisch sein können. Android-User kennen die Tracking-Funktion als Google Now. Google Now erkennt zum Beispiel, dass man im Büro ist und zeigt am Abend automatisch an, wie lange man aufgrund des aktuellen Verkehrs nach Hause brauchen wird. Auch Microsoft hat ortsbezogene Informationen im Stil von Google Now eingeführt. 

Fazit: Bevor du irgendwo hingehst, wo du nicht sein solltest, ist es eine gute Idee, die Tracking-Funktion auszuschalten – egal ob Android, iPhone oder Windows Phone. Als positiver Nebeneffekt schont die deaktivierte Überwachungsfunktion den Akku.

Google geht einen Schritt weiter

Eine ähnliche Ortungsfunktion, die noch einiges faszinierender ist, gibt es bei Google Maps zu sehen. Mit aktiviertem Standortverlauf im Google-Konto kann man auf Google Maps seine Bewegungen der letzten Monate als Animation verfolgen: Zum Beispiel den täglichen Arbeitsweg oder die Reiseroute in den Ferien. Auch bei Google lässt sich die Tracking-Funktion in den Einstellungen deaktivieren.

via Buzzfeed und Caschys Blog

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ast1 13.01.2017 21:28
    Highlight Highlight Sehr viel Halbwissen. Damit ein Krimineller Zugang zu diesen Daten erhalten könnte, müsste er physischen Zugang zum Gerät, spwie den Passcode besitzen. Die Backups speichern solche Daten nur verschlüsselt, also müssten Kriminelle wiederum das Passwort kennen.

    Weiter schaltet Apple keine Werbung (iAd wurde abgeschaltet) und hat deshalb auch kein Interesse an solchen Nutzerdaten.

    Das Tracking von häufigen Orten braucht nicht mehr Akku als die normale Verwendung von Ortungsdiensten, da der Standort dann sowieso periodisch ermittelt wird.
  • sir_kusi 12.01.2017 07:50
    Highlight Highlight Danke an alle, die dieses Google-Tracking eingeschaltet haben. So sehe ich auf Google Maps die Verkehrssituation oder die Beliebtheit von gewissen Orten inkl. Zeitangabe. Praktisch ;-)
    • ast1 13.01.2017 21:25
      Highlight Highlight Die Verkehrsdaten in Google Maps kommen eher von den Netzbetreibern, die die Geräte anhand der Funkzellen triangulieren können.
  • Nunja 11.01.2017 22:11
    Highlight Highlight Leicht absurder Video: In den Einstellungen Whatsapp, Instagram (beide Facebook), Google, Uber, und anderen den eigenen Standort mitteilen, z.T. sogar immer, aber sehr nützliche Systemdienste wie Fotos ausschalten und sich über die Speicherung der Bewegung auf dem Gerät aufregen, welche neben all den genannten Firmen auch der Provider recht genau mitkriegt. Der Unterschied ist nur, dass man's selber nachschauen könnte. Übrigens: Die Bewegungsdaten werden von Apple nicht mal im iCloud Backup gespeichert (wie der Fingerabdruck).
  • Nunja 11.01.2017 22:02
    Highlight Highlight Google geht nicht EINEN Schritt weiter, sondern tausende. Das Entscheidende sind doch die Daten, welche ausserhalb des Gerätes gespeichert und ausgewertet werden. Das machen ja allerdings die meisten Anwender mit Facebook und Google Tracking gerne und freiwillig. Wenn man sieht, welchen Aufwand Apple treibt, damit sie unsere Daten nicht auswerten können (zB. Foto Tagging) wird der Unterschied zu Google und Konsorten klar.
    -> http://www.apple.com/chde/privacy/
    • senseCH 12.01.2017 07:38
      Highlight Highlight Auswerten tut Apple die Daten garantiert, das Geschäft mit den Daten ist zu gross, um es zu ignorieren.
      Bez. dem Link: Verschlüsselt werden die Daten bei allen und auch jeder schreibt, dass die Privatsphäre hoch geschrieben wird :-)
      Gutes Beispiel Apple Health, alles geht über die Cloud, ansonsten kann man die Schnittstelle nicht benutzen. Gesundheitsdaten möchte ich noch viel weniger in eine Coud laden als Standortdaten, auch wenn sie verschlüsselt sind.
    • ast1 13.01.2017 21:36
      Highlight Highlight Gesundheitsdaten werden NICHT über iCloud synchronisiert. Höchstens werden diese in einem verschlüsselten Backup abgespeichert.
  • ralck 11.01.2017 21:57
    Highlight Highlight hä? wer heute wegen datenschutz schreit, ist hoffentlich genug intelligent unter datenschutz diese ortung zu deaktivieren. vermutlich haben diese auch permanent das wlan an und werden andauernd geortet. diese praxis wird ja nicht erst seit gestern ausgeübt, oder?
    • ast1 13.01.2017 21:39
      Highlight Highlight Deshalb verwenden Android und iOS schon seit einiger Zeit generierte MAC-Adressen, damit Benutzer nicht eindeutig identifiziert werden können.
  • Madison Pierce 11.01.2017 16:43
    Highlight Highlight Lache hart ab dem Video. Komische Musik, nervöse Texte. Als hätte jemand den Windows Movie Maker entdeckt. :)

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