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Das Huawei P30 Pro ist das aktuelle Top-Gerät der Chinesen.
Das Huawei P30 Pro ist das aktuelle Top-Gerät der Chinesen.Bild: watson

Auch Trump kann Huawei nicht stoppen – Handy-Verkäufe gehen durch die Decke

Huawei verkaufte in der ersten Jahreshälfte 2019 nochmals deutlich mehr Smartphones als im bereits starken ersten Halbjahr 2018 – obwohl der Handy-Markt insgesamt schrumpft.
30.07.2019, 10:1730.07.2019, 13:32

Der chinesische Huawei-Konzern ist im ersten Halbjahr ungeachtet der US-Sanktionen deutlich gewachsen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um gut 23 Prozent auf 401.3 Milliarden Yuan (rund 57.7 Milliarden Franken), wie Huawei am Dienstag mitteilte.

Der Mobilfunk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter war von US-Präsident Donald Trump Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Damit wurde Huawei der Zugang zu Technologie von US-Unternehmen und dem amerikanischen Markt weitgehend gesperrt.

Die Aussicht, dass Huawei-Smartphones keine Updates des Android-Betriebssystems von Google mehr bekommen, erschwerte die Verkäufe unter anderem in Europa. Die Chinesen haben laut Analysen der Marktforschungsfirma Kantar zwischen Mai und Juni rund einen Drittel ihres Marktanteils in den wichtigsten EU-Märkten Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Spanien und Italien verloren. Für die Schweiz erhebt Kantar keine Zahlen.

Huawei selbst machte keine konkreten Angaben dazu, wie stark das Geschäft ausserhalb Chinas seit Mitte Mai gelitten hat.

118 Millionen Smartphones in sechs Monaten

Dennoch setzte Huawei im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben 118 Millionen Smartphones ab, das waren 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Wachstum dürfte zu einem grossen Teil vom Heimatmarkt getragen worden sein. Nach Berechnungen der Analysefirma Canalys erreichte Huawei im zweiten Quartal in China einen Rekord-Marktanteil von 38 Prozent. Dort sei der Smartphone-Absatz der Firma in dieser Zeit um 31 Prozent auf 37.3 Millionen Geräte gestiegen. Dazu habe auch eine patriotische Stimmung angesichts der US-Sanktionen beigetragen.

Huaweis grösste Rivalen in China – Oppo, Vivo, Xiaomi und Apple – haben im zweiten Quartal 2019 allesamt Marktanteile eingebüsst.

In Europa dürften viele Huawei-Kunden ihren geplanten Kauf in den letzten Wochen lediglich verschoben haben. Sollte sich bald herausstellen, dass künftige Huawei-Geräte wie gewohnt mit Googles Android-System laufen, dürften sie ihre Zurückhaltung ablegen und in der zweiten Jahreshälfte für starke Verkaufszahlen sorgen. Kritisch wird es hingegen, wenn auch nach August nicht klar ist, wie es weitergeht.

Huaweis Verwaltungsratschef Liang Hua gab sich zur Zahlenvorlage kämpferisch. «Wir werden weiter für unser Überleben kämpfen», sagte er am Dienstag. Huawei werde auch in die Zukunft investieren. Zugleich werde man im zweiten Halbjahr durch die Sanktionen entstandene Löcher stopfen müssen, das werde höhere Kosten bedeuten.

(oli/sda/awp/dpa)

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