International
Afghanistan

14 Tote bei Angriff auf schiitische Moschee in Kabul

epaselect epa04341428 Afghan men pray at the Blue Mosque believed by some Muslims to be the site of the tomb of Ali ibn Abi Talib, the cousin and son-in-law of Prophet Muhammad, in Mazar-i-Sharif, nor ...
Mehrere bewaffnete Angreifer hatten am Vorabend des schiitischen Aschura-Festes eine Moschee in Kabul angegriffen. (Symbolbild)Bild: SAYED MUSTAFA/EPA/KEYSTONE

14 Tote bei bewaffnetem Angriff auf schiitische Moschee in Kabul

11.10.2016, 20:5112.10.2016, 07:05

Bei einem Angriff auf schiitische Pilger in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag mindestens 14 Menschen getötet worden. 36 weitere seien verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Mehrere bewaffnete Angreifer hatten am Vorabend des schiitischen Aschura-Festes eine Moschee in Kabul angegriffen.

Wie ein Sprecher des Innenministeriums weiter mitteilte, waren 13 Todesopfer Zivilisten, darunter ein Kind, zudem war ein Polizist unter den Toten. Unter den Verletzten waren demnach 19 Frauen. Zuvor hatten die Behörden bereits mitgeteilt, dass mindestens einer der Angreifer getötet worden sei.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Zu einem Anschlag auf eine Demonstration der schiitischen Hasara am 23. Juli in Kabul, bei dem 84 Menschen getötet worden waren, hatte sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekannt. Die radikale sunnitische Gruppierung betrachtet Schiiten als Ungläubige.

Die Bewaffneten seien in das Gebäude eingedrungen und hätten angefangen, auf Betende zu schiessen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki, am Dienstagabend. Wegen des bevorstehenden Aschura-Feiertages soll der grösste Schrein der Hauptstadt im Viertel Kart-e Sakhi sehr gut besucht gewesen sein.

Das Aschura-Fest, das am Mittwoch beginnt, ist eine der höchsten Feiern für Schiiten. Weltweit gedenken Schiiten bei dem Fest des Martyriums von Imam Hussein, einem Enkel des Propheten Mohammed, der im Jahr 680 in der Schlacht von Kerbela im heutigen Irak von dem sunnitischen Kalifen Jasid getötet wurde. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Vor Wahl: USA und Australien schliessen wegen Unsicherheit Botschaft in Brasilien
Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben die USA ihre Konsulardienste im Land aus Sicherheitsgründen vorerst ausgesetzt.
US-Bürger wurden aufgefordert, die diplomatischen Einrichtungen auch bei dringenden Anliegen nicht aufzusuchen und sich stattdessen an den zuständigen Bereitschaftsdienst zu wenden, wie die US-Botschaft in Brasilien mitteilte.
Zur Story