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Sensationsfund! Archäologen finden bislang grösste verlorene Stadt in Ägypten

09.04.2021, 15:1810.04.2021, 11:58

Archäologen finden verlorene Stadt in Ägypten

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Archäologen finden verlorene Stadt in Ägypten
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Eigentlich waren die Archäologen auf der Suche nach dem Totentempel von Pharao Tutanchamun. Stattdessen fanden sie im ägyptischen Luxor nun eine 3000 Jahre alte Stadt.

Es handele sich um die grösste antike Stadt, die jemals in Ägypten gefunden wurde, erklärte der Leiter der Mission, Sahi Hauass, in einer Mitteilung.

«Die Entdeckung dieser verlorenen Stadt ist die zweitwichtigste archäologische Entdeckung seit dem Grab von Tutanchamun», sagte die Professorin für Ägyptologie an der Johns Hopkins Universität in den USA, Betsy Bryan. Das Grab des Pharaos war 1922 entdeckt worden. Der jetzige Fund gibt Bryan zufolge «einen seltenen Einblick in das Leben der alten Ägypter zu der Zeit, als das Imperium am reichsten war».

Die Siedlung stamme aus der Zeit des Königs Amenophis III., der von etwa 1391 bis 1353 v. Chr. im Alten Ägypten herrschte, teilte Hauass mit. Das belegen dem Archäologen zufolge auch ausgegrabene Gegenstände wie Lehmziegel mit Siegeln des Pharaos.

Die antike Stadt sei gut erhalten, «mit fast vollständigen Mauern und Räumen». Die Mauern seien teilweise bis zu drei Meter hoch. Die Archäologen hätten unter anderem Felsengräber, eine Bäckerei mit Öfen und Keramikbehältern sowie eine Werkstatt entdeckt. In der Werkstatt sollen demnach in einem Bereich Ziegel, in einem anderen Amulette als Dekoration für Tempel und Gräber hergestellt worden sein. Ein Wohn- und Verwaltungsviertel sei erst teilweise freigelegt worden.

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Video: srf/Roberto Krone

Die Stadt galt demnach als verloren: «Viele Auslandsmissionen haben nach dieser Stadt gesucht und sie nie gefunden», sagte Hauass. Aus historischen Quellen gehe hervor, dass die Siedlung aus drei Palästen von König Amenophis III. sowie dem Verwaltungs- und Industriezentrum des Imperiums bestanden haben soll. Der Archäologe sowie das ägyptische Antikenministerium hatten den Fund im Süden des Landes am Donnerstag verkündet.

Die Ausgrabung hatte Hauass zufolge im September 2020 begonnen – mit dem Ziel, den Totentempel von Tutanchamun zu finden. «Zur grossen Überraschung des Teams tauchten in alle Richtungen Lehmziegelformationen auf», sagte der Mann, der als einer der einflussreichsten und kundigsten Archäologen Ägyptens gilt.

Ägypten hat in jüngster Zeit eine Reihe archäologischer Entdeckungen publik gemacht. So waren im Februar bei Ausgrabungen im Nildelta Überreste einer antiken Brauerei freigelegt worden. Im Januar hatten Archäologen in der Totenstadt Sakkara bei Kairo zudem einen Totentempel und 50 weitere Sarkophage gefunden.

Die Verkündigung antiker Entdeckungen soll auch die angeschlagene Tourismusbranche in Ägypten wiederbeleben. Die Wirtschaft ist von Tourismus-Einnahmen abhängig und hat während der Corona-Pandemie stark gelitten. Ein ähnliches Ziel verfolgte auch eine feierliche Prozession in Kairo in der vergangenen Woche: Dabei wurden die Mumien von 22 Königen und Königinnen aus dem alten Ägypten durch die Stadt transportiert, um in ein neues Museum verlegt zu werden. (aegsda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Leverage
09.04.2021 15:49registriert Dezember 2017
Eigentlich verrückt, dass man immer noch solch grosse Funde finden kann, obwohl seit Jahrzehnten mit moderner Ausrüstung danach gesucht wird. Anscheinend gibt es noch immer viel zu entdecken auf dieser Welt.
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Dave1974
09.04.2021 16:04registriert April 2020
Wie oft ist da wohl einer über einen Stein gestolpert und hat diesen nur als solchen angesehen?! Eine doch recht grosse Anlage so lange Zeit direkt vor der Nase und doch unerkannt.
Bin immer wieder überrascht, was sich trotz unserer Technologien so lange verbergen kann. Schade, dass man viele Entdeckungen nicht mehr an die grosse Glocke hängen darf. Kann stundenlang staunen.
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BenjiS
09.04.2021 15:30registriert Mai 2020
Was die Leute nicht alles verlieren!
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