Erster Neuschnee erhöht Gefahr eines Gletscherabbruchs in Randa (VS)
Die ersten Schneefälle könnten laut Expertinnen und Experten die Gefahr eines Gletscherabbruchs am Weisshorn oberhalb von Randa erhöhen. Das schreibt der «Walliser Bote».
Auf dem Hängegletscher Ost hänge nach wie vor ein Eisblock von etwa 300'000 Kubikmetern, der sich mit bis zu 20 Zentimetern pro Tag talwärts bewege. Sollte sich in den nächsten Wochen auf der darunterliegenden flachen Ebene des Bisgletschers viel Neuschnee sammeln, könnte ein Abbruch drohen.
Der Gletscherabbruch könnte eine gefährliche Eis-Schnee-Lawine auslösen, die eine deutlich grössere Reichweite hätte, als ein reiner Eisabbruch im Sommer. «Das macht mir persönlich schon ein bisschen Bauchschmerzen», sagt Norbert Carlen, Naturgefahreningenieur des Kantons Wallis, gegenüber dem «Walliser Boten».
Im November könnten milde Temperaturen dafür sorgen, dass der Eisblock vor dem Wintereinbruch teilweise kontrolliert abbricht und so das Risiko eindämmt.
Die Gefahrensituation wird derzeit täglich mithilfe einer Kameraüberwachung und eines Messgeräts, das die Bewegungen des Eisblocks registriert, neu eingeschätzt. Für die Menschen in Randa besteht aktuell keine Gefahr.
Dennoch bleibt auf Empfehlung des Kantons Wallis das Kieswerk in Randa vorübergehend geschlossen. Auch Wanderwege und Mountainbikerouten, die in der Gefahrenzone liegen, sind gesperrt.
(pem)
