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Sex, Drogen, Extremismus: Bundeswehr-Skandal zieht immer weitere Kreise

Fallschirmjäger der Bundeswehr (Symbolbild): Ende des Jahres soll der Aktionsplan neu bewertet werden. (Quelle: IMAGO/Björn Trotzki/imago)
Fallschirmjäger zählen zu den Elitesoldaten der deutschen Streitkräfte. (Archivbild).Bild: imago-images.de

Sex, Drogen, Extremismus: Bundeswehr-Skandal zieht immer weitere Kreise

Bei der Eliteeinheit der Fallschirmjäger wächst die Zahl der Verdächtigen auf 59. Gegen viele von ihnen laufen bereits Disziplinar- und Strafverfahren.
05.06.2026, 17:2005.06.2026, 17:20
Ein Artikel von
t-online

Im Skandal um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei Fallschirmjägern ist die Zahl der Beschuldigten auf 59 gestiegen. Zugleich sagte eine Sprecherin des Heeres, der wegen der Vorfälle in Kraft gesetzte Aktionsplan erfahre innerhalb der Luftlandetruppe «eine hohe Akzeptanz». «Eine umfassende Evaluierung ist für Ende 2026 vorgesehen», sagte sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Vorfälle bei den Fallschirmjägern waren durch Eingaben bei der damaligen Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) bekannt geworden. Nach dem bisherigen Stand der Untersuchung war von 55 Beschuldigten im Fallschirmjägerregiment 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken ausgegangen worden.

Die Sprecherin des Heeres sagte, in 18 Fällen seien Disziplinarmassnahmen verhängt worden. In 24 Fällen habe die Wehrdisziplinaranwaltschaft bei der Division Schnelle Kräfte disziplinäre Vorermittlungen aufgenommen. Es seien fünf gerichtliche Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

In 20 Fällen erfolgte eine Abgabe an die Staatsanwaltschaft. «In 17 Fällen wurden Verbote zur Ausübung des Dienstes ausgesprochen und von 21 beantragten Entlassungsverfahren sind mittlerweile 16 vollzogen worden, die übrigen sind in Bearbeitung», sagte die Sprecherin.

(dsc/online)

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