International
Auto

Autozulieferer ZF streicht in Deutschland bis zu 14'000 Stellen

Bis zu 14'000 Stellen –Autozulieferer ZF streicht in Deutschland stellen

26.07.2024, 15:0026.07.2024, 15:00

Der deutsche Autozulieferer ZF will bis Ende 2028 bis zu 14'000 Stellen in Deutschland streichen. Das teilte der Konzern am Freitag in Friedrichshafen mit.

In welchem Umfang Reduzierungen an den Standorten vorgesehen seien, werde nun konkretisiert. «Die Reduzierung soll soweit möglich sozialverträglich geschehen, indem ZF die demografische Struktur der Belegschaft und die Fluktuation nutzt.»

ZF plant die Gründung mehrerer Standortverbunde mit schlankeren Strukturen. Zurzeit seien 54'000 Menschen in Deutschland bei dem Unternehmen beschäftigt.

04.09.2023, Bayern, M
Die ZF Friedrichshafen AG präsentiert sich beim Pressetag der Auto- und Verkehrsmesse IAA in einer Halle der Messe München, 2023.Bild: keystone

Strenges Sparprogramm

Das Unternehmen hat sich erst im Frühjahr ein strenges Sparprogramm auferlegt. In diesem und im kommenden Jahr sollen die Kosten weltweit um etwa sechs Milliarden Euro gesenkt werden, hiess es im Februar. Damit will sich ZF eine bessere Position verschaffen, um den weiterem Wandel zur E-Mobilität ab 2026 anzugehen.

ZF-Chef Holger Klein hatte bereits im April angekündigt, dass die Zahl der Beschäftigten in Deutschland perspektivisch nicht zu halten sein wird. «Mit den nun beschlossenen Massnahmen wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und unsere Position als eines der weltweit führenden Zulieferunternehmen festigen», erklärte er nun.

Hohe Schulden belasten

Hauptgrund für die Sparmassnahmen sind die hohen Schulden des Konzerns. Diese haben ihren Ursprung vor allem im Erwerb des Autozulieferers TRW und des Bremsenspezialisten Wabco. Der Konzern bezahlt aktuell Hunderte Millionen Euro an Zinsen - die zum Beispiel in den Bereichen Forschung und Entwicklung fehlen.

Zugleich muss der Autozulieferer, der mehrheitlich der Zeppelin-Stiftung der Stadt Friedrichshafen gehört, in den kommenden Jahren Milliarden investieren, um die Transformation meistern zu können.

Weltweit arbeiten rund 169'000 Menschen für ZF. Am Bodensee sind rund 10'300 Menschen beschäftigt. ZF ist an mehr als 160 Produktionsstandorten in 31 Ländern vertreten. 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 46,6 Milliarden Euro. (sda/awp/dpa)

    DANKE FÜR DIE ♥
    Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
    (Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
    5 CHF
    15 CHF
    25 CHF
    Anderer
    Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
    Das könnte dich auch noch interessieren:
    Du hast uns was zu sagen?
    Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
    6 Kommentare
    Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
    6
    Die Doping-Spiele sind vorbei – rate mal, wie viele Weltrekorde es gab
    In Las Vegas gingen dieses Wochenende die umstrittenen «Enhanced Games», eine Art Olympia, bei der Doping erwünscht ist, über die Bühne. Die Athletinnen und Athleten übertrumpften die Weltelite nur in einem einzigen Wettbewerb.
    Ein einziger Weltrekord wurde bei der höchst umstrittenen Veranstaltung in der US-Casinostadt Las Vegas gebrochen: Der griechische Schwimmer Kristian Golomeew schaffte es, den «sauberen» Weltrekord des Australiers Cameron McEvoy über 50 Meter Freistil zu übertrumpfen. Der 32-Jährige schlug mit einer Zeit von 20,81 Sekunden an, McEvoys Bestmarke liegt bei 20,88. Für Golomeew lohnt sich die Teilnahme zumindest finanziell: Nebst 250'000 US-Dollar erhielt er auch den 1-Million-Dollar-Bonus für das Brechen eines bestehenden Weltrekords, wie Yahoo Sports schreibt.
    Zur Story