International
Banken

Kroate Boris Vujcic wird neuer EZB-Vizepräsident

Kroate Boris Vujcic wird neuer EZB-Vizepräsident

20.03.2026, 06:2520.03.2026, 06:25

Der Kroate Boris Vujcic wird neuer Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Das beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in Brüssel abschliessend.

Boris VujÄiÄ addresses the media after being nominated for Vice President of the European Central Bank Governor of the Croatian National Bank Boris Vujcic addressed the media after being nominated for ...
Boris Vujcic wird neuer Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB).Bild: www.imago-images.de

Der 61-Jährige soll den Posten am 1. Juni für acht Jahre antreten. Zuvor hatten sich die Finanzminister der Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro für Vujcic ausgesprochen. Der Posten wird frei, weil der aktuelle Vizechef der EZB, der Spanier Luis de Guindos, Ende Mai planmässig aus dem Amt scheiden wird.

Bislang steht Vujcic Kroatiens Notenbank vor. Die Nachfolge von de Guindos ist nicht der einzige Spitzenposten bei der EZB, der zuletzt im Fokus stand. Die Amtszeit von EZB-Präsidentin Christine Lagarde endet im Oktober 2027. Über die Nachfolge der Französin wird bereits spekuliert – auch weil es Berichte über einen vorzeitigen Abtritt Lagardes gab. Mit Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und EZB-Direktorin Isabel Schnabel warfen unter anderem zwei Deutsche schon ihren Hut in den Ring.

Bei der Postenbesetzung haben die Verhandler üblicherweise im Blick, dass es zwischen kleinen und grossen, südlichen und nördlichen Euroländern ein Gleichgewicht gibt. Das gilt auch für das Verhältnis von Befürwortern einer harten Geldpolitik und den Verfechtern eines eher lockeren Kurses. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Macron: Demonstrationen können notfalls verboten werden
Nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron angekündigt, dass neue Demonstrationen notfalls auch verboten werden können. «Angesichts der aktuellen Lage werden die Präfekten in Abstimmung mit den Bürgermeistern Entscheidungen treffen, um unsere Städte, unsere öffentlichen Gebäude und unsere Geschäfte zu schützen, und dabei gegebenenfalls sogar so weit gehen, bestimmte Versammlungen zu verbieten und alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen», sagte Macron in einer Fernsehansprache am Abend.
Zur Story