International
Blaulicht

4-Jährige zu Tode geprügelt – weil sie Saft verschüttete

Einem 19-Jährigen droht lebenslängliche Haft, weil er ein kleines Mädchen zu Tode prügelte.
Einem 19-Jährigen droht lebenslängliche Haft, weil er ein kleines Mädchen zu Tode prügelte.Bild: Waukegan Police Department

Er prügelte eine 4-Jährige zu Tode – weil sie Saft auf seine Xbox verschüttete

14.01.2019, 06:4614.01.2019, 07:18

Ein 19-Jähriger soll im US-Staat Illinois ein vier Jahre altes Mädchen zu Tode geprügelt haben, weil es Saft auf einer Videospielkonsole verschüttete. Die «abscheulichen» Umstände der Tat rechtfertigten lebenslange Haft, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dazu müsste der mutmassliche Täter letztlich wegen Mordes an dem Kind verurteilt werden. Nach einem Bericht der Zeitung «Chicago Tribune» handelte es sich bei dem Kind um die Tochter der Freundin des Angeklagten. Er sollte Mitte Dezember in einer Wohnung in der nahe Chicago gelegenen Stadt Waukegan auf die Vierjährige aufpassen. Als sie nach der mutmasslichen Prügelattacke das Bewusstsein verlor, brachte er sie in ein Spital. Zunächst behauptete er, das Kind sei gestürzt.

In einer Chicagoer Klinik musste sich da Mädchen dann einer Operation unterziehen, durch die Ärzten zufolge Schwellungen in ihrem Gehirn zurückgehen sollten, wie das Büro der Staatsanwaltschaft im Bezirk Lake County mitteilte. Doch starb es einige Tage später. Die Mutter war nach Polizeiangaben zum Zeitpunkt des mutmasslichen Übergriffs nicht zu Hause gewesen.

Die Tat ereignete sich in der Stadt Waukegan im Bundesstaat Illinois.

Der Anwalt des Angeklagten pochte auf die Unschuldsvermutung für seinen Mandanten. Wenn die wahren Fakten herauskämen, werde er freigesprochen, sagte der Verteidiger der Nachrichtenagentur AP am Sonntag. Auf den Vorwurf, wonach auf eine Xbox verschütteter Saft zu einer Prügelattacke führte, wollte er sich nicht äussern.

Am Mittwoch hatte eine Grand Jury eine Mordanklage in vier Fällen gegen den 19-Jährigen erhoben. Nach seiner Festnahme im Dezember war ihm zunächst schwere Körperverletzung zur Last gelegt worden. Er sitzt in Haft, die Kaution liegt bei fünf Millionen Dollar. Mitte Februar soll er zur Anklage vernommen werden. (sda/ap)

Promis werden Opfer von häuslicher Gewalt: #StopViolenceAgainstWomen:

1 / 20
Promis werden Opfer von häuslicher Gewalt: #StopViolenceAgainstWomen
2015 sorfte die neue Kampagne #StopViolenceAgainstWomen des italienischen Künstlers Alexsandro Palombo für Aufsehen: Seine Photoshop-Montagen verwandeln Miley Cyrus, Kim Kardashian und weitere Stars in Gewaltopfer. bild: alexsandro Palombo
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Aktuelle Polizeibilder:

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
2.3.2020, Bremgarten (AG): Mehrere Feuerwehren rückten nach Bremgarten aus, nachdem ein Brand in einer Liegenschaft ausgebrochen war. Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.bild: kapo Aargau
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Trump startet Wahlkampftour – und spricht über seine Beliebtheitswerte
Gut einen Monat vor den wichtigen Parlamentswahlen hat US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfoffensive gestartet und dabei zumindest in einer Hinsicht auch selbstkritische Töne geäussert. Bei einer Rede vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers im texanischen Denton liess er erkennen, dass er sich seiner seit längerem schlechten Beliebtheitswerte bewusst zu sein scheint.
Zur Story