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Schüler schützt Drogenlager im Kinderzimmer mit Sprengfallen und Selbstschussanlage

Mit einer Selbstschussanlage und einer Sprengfalle aus Feuerwerkskörpern hat ein 16-Jähriger in München seine Drogenvorräte in der elterlichen Wohnung geschützt.
Beschlagnahmte Sprengmittel.Bild: Polizei München

Schüler schützt Drogenlager im Kinderzimmer mit Sprengfallen und Selbstschussanlage

12.01.2017, 16:4016.01.2017, 12:46

Mit einer Selbstschussanlage und einer Sprengfalle aus Feuerwerkskörpern hat ein 16-Jähriger in München seine Drogenvorräte in der elterlichen Wohnung geschützt.

Die Polizei habe die Wohnung auf richterlichen Beschluss hin durchsucht und diverse Drogen gefunden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. «Der junge Mann hat sehr viele Drogen zuhause gehabt – und hat sie geschützt mit Sprengfallen», sagte Polizeisprecher Michael Riehlein.

Mit einer Selbstschussanlage und einer Sprengfalle aus Feuerwerkskörpern hat ein 16-Jähriger in München seine Drogenvorräte in der elterlichen Wohnung geschützt.
Die Beamten entdeckten im Zimmer des Jugendlichen eine Vielzahl von teils verbotenen Messern, darunter Springmesser, Kampfmesser und Butterfly-Messer.bild: polizei münchen

Die Beamten entdeckten im Zimmer des Jugendlichen eine Vielzahl von teils verbotenen Messern, darunter Springmesser, Kampfmesser und Butterfly-Messer. Unter der Schreibtischplatte klebte ein etwa 20 Zentimeter langer, spitzer Holzpfeil. Der Schussapparat dafür befand sich im Kleiderschrank. «Er war mit einer Schnur versehen, die zünden kann, wenn jemand in das Zimmer eindringt», sagte Riehlein.

Zudem hatte der Jugendliche drei Feuerwerkskörper mit Nylonschnüren zusammengebunden und mit einem Zünder versehen – der bei der Durchsuchung auch zündete, aber keine Explosion auslöste. Vorsichtshalber setzten die Beamten einen Sprengstoffspürhund ein und zogen Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts hinzu.

Mit einer Selbstschussanlage und einer Sprengfalle aus Feuerwerkskörpern hat ein 16-Jähriger in München seine Drogenvorräte in der elterlichen Wohnung geschützt. (Bild: Polizei München)
Die Beamten fanden insgesamt 118 Gramm Marihuana, 112 mit Pulver gefüllte Kapseln, vermutlich Ecstasy, 31 Cannabis-Samen, etwas Haschisch sowie fünf blaue Pillen, die zunächst nicht eingeordnet werden konnten.bild: polizei münchen

«Sehr speziell»

Die Feuerwerkskörper hätten zwar keine enorme Sprengkraft gehabt. Sie hätten aber durchaus Verletzungen hervorrufen können, etwa bei einer Explosion in der Hand, sagte der Polizeisprecher. Die Vorrichtungen seien vor allem mit Blick auf das Alter des Schülers «sehr speziell» gewesen. «Wir kennen Sprengfallen von erwachsenen Menschen, aber nicht von Jugendlichen», sagte Riehlein.

Offenbar war der Schüler mit verschiedenen Drogen im Geschäft. Die Beamten fanden insgesamt 118 Gramm Marihuana, 112 mit Pulver gefüllte Kapseln, vermutlich Ecstasy, 31 Cannabis-Samen, etwas Haschisch sowie fünf blaue Pillen, die zunächst nicht eingeordnet werden konnten.

Zudem stellten sie 155 Euro in bar sicher, dazu mehrere Feinwaagen, ein Vakuumiergerät und eine Vielzahl von Druckverschlusstütchen – Utensilien, die typischerweise beim Drogenverkauf gebraucht werden. (sda/dpa)

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