International
Blaulicht

Schiesserei in Frankreich: Mann tötet drei «Fahrende» (darunter ein Baby) und einen Polizisten

Schiesserei in Frankreich: Mann tötet drei «Fahrende» (darunter ein Baby) und einen Polizisten

25.08.2015, 21:1026.08.2015, 17:50

Ein Mann hat in Nordfrankreich ein sechs Monate altes Kleinkind und drei Erwachsene erschossen, darunter einen Polizisten. Drei weitere Menschen wurden bei der Schiesserei schwer verletzt. Innenminister Bernard Cazeneuve sprach am Dienstag von einer «absolut dramatischen» Tat, die sich in einem Lager von Menschen abspielte, die in Frankreich von den Behörden als «Fahrende» («gens du voyage») bezeichnet werden.

Der Mann habe auf dem Gelände kaltblütig einen Mann, eine Frau und das Baby erschossen, sagte Cazeneuve. Ein dreijähriges Kind und zwei Gendarmen, die ihn stoppen wollten, wurden ebenfalls getroffen. Einer der Polizisten erlag später seinen Verletzungen, wie die Präfektur des Departements Somme bestätigte.

Täter angeschossen

Nach Angaben eines Sprechers der Präfektur schossen die Gendarmen auf den Täter, um ihn ausser Gefecht zu setzen – er wurde ebenfalls schwer verletzt. Die Hintergründe der Schüsse sind noch unklar. Örtliche Medien berichteten von einer angespannten Stimmung vor Ort, das Gebiet sei von zahlreichen Ordnungskräften abgeriegelt worden. 

Cazeneuve sprach der Gemeinschaft der «Fahrenden» (Französisch: «gens du voyage» – auch gebräuchlich für Roma) sein Mitgefühl aus. (jas/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Mehr Sumpf geht nicht: Wie es zum dubiosen IRS-Deal mit Trump kam
Trumps Fonds zur Entschädigung von sogenannten politischen Justizopfern während Joe Bidens Präsidentschaft wurde am Freitag von einer Richterin auf Eis gelegt. Recherchen der «New York Times» und des «Wall Street Journals» zeigen nun, dass der höchst umstrittene Deal von einem kleinen Anwaltszirkel ohne richterliche Aufsicht ausgehandelt wurde. Besonders ein Anwalt sticht dabei hervor.
Am 1. Januar 2026 veröffentlichte Sonderermittler Jack Smith seinen Report zu den Anstrengungen, das Resultat der Präsidentschaftswahlen 2020 zu kippen. Darin werden neben Donald Trump sechs Mitverschwörer als Haupttäter genannt. Die Namen sind nicht explizit aufgeführt. Deshalb existieren wilde Spekulationen – primär über den sechsten Mitverschwörer. Einer der Hauptverdächtigen dafür ist der US-Russe Boris Epshteyn. Er wurde im Zusammenhang mit den Ereignissen nach den Wahlen 2020 in Arizona wegen Urkundenfälschung, Betrug und Verschwörung angeklagt und plädiert auf unschuldig.
Zur Story