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Universität von Hongkong beseitigt Mahnmal für Tian'anmen-Opfer

Universität von Hongkong beseitigt Mahnmal für Tian'anmen-Opfer

23.12.2021, 05:2723.12.2021, 05:27

Die Universität von Hongkong hat eine Skulptur zur Erinnerung an die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China von ihrem Campus entfernen lassen. Die acht Meter hohe «Säule der Schande» des dänischen Künstlers Jens Galschiøt wurde in der Nacht zum Donnerstag zerlegt und abtransportiert. Die Beseitigung des Mahnmals löste scharfe Kritik von Mitgliedern der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungsregion aus und stiess auch dem Künstler übel auf.

The "Pillar of Shame" statue, a memorial for those killed in the 1989 Tiananmen crackdown, is removed from the University of Hong Kong, Thursday, Dec. 23, 2021. The monument at the universit ...
Bilder zeigen, wie die Skulptur weg transportiert wird.Bild: keystone

«Wir haben alles getan, was wir tun können, um der Universität von Hongkong zu sagen, dass wir die Skulptur gerne abholen und nach Dänemark bringen wollen», sagte Galschiøt der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. Er betrachtet das Kunstwerk als sein Eigentum. Es war aus seiner Sicht nur eine Leihgabe an die Hongkonger Allianz zur Unterstützung der demokratischen Bewegungen in China, die sich unter dem Druck des neuen «Sicherheitsgesetzes» auflösen musste.

FILE - The "Pillar of Shame" statue, a memorial for those killed in the 1989 Tiananmen crackdown, is displayed at the University of Hong Kong, Oct. 13, 2021. A monument at a Hong Kong univer ...
Die Skulptur wurde aus der Universität Hong Kong entfernt.Bild: keystone

Indem Chinas Regierung das umstrittene Gesetz vor eineinhalb Jahren in Hongkong durchsetzte, wurde die Oppositionsbewegung in der Sieben-Millionen-Metropole praktisch ausgeschaltet. Die vage Formulierung des Gesetzestextes erleichtert das Vorgehen gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht - und zielt damit auf Kritiker der Hongkonger Regierung und der chinesischen Führung.

Peking war das Kunstwerk für die Massaker-Opfer von 1989 auf dem Universitätsgelände schon lange ein Dorn im Auge, da jede Erinnerung an den Militäreinsatz gegen die Tian'anmen-Bewegung in der Volksrepublik gezielt ausgelöscht werden soll. Die Universität begründete die Beseitigung jetzt mit «rechtlichen Risiken». Auch wurden Sorgen über Sicherheitsgefahren durch die «zerbrechliche Statue» geäussert, wie der Radiosender RTHK berichtete. (saw/sda/dpa)

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Hongkong hat immer weniger Platz
Video: srf
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