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China

In Shanghai gibt es eine Katzeninsel und Katzencafés für Streuner

In Shanghai bietet eine Insel Streunern ein Zuhause

China kümmert sich nicht um die vielen streuenden Katzen. Darum setzen sich private Katzencafés und die Katzeninsel für sie ein. Du hast richtig gelesen: eine Katzeninsel.
21.03.2024, 19:0321.03.2024, 19:03

In Shanghai leben nicht nur 25 Millionen Menschen, sondern auch 400'000 bis 1,5 Millionen streunende Katzen.

Und einige dieser Büsis leben auf einer Katzeninsel. Ganz in der Nähe des Disneylands tummeln sich über 400 Katzen. Es ist eine Art Spielplatz, mit grasbewachsenen Tunnels und Pagoden. Eine Holzbrücke führt zu einem Obstgarten – die ehemaligen Streuner haben sogar Zugang zu einem Pferdestall.

Die Streuner, die auf der Katzeninsel ein Zuhause gefunden haben, können alle adoptiert werden. Daneben gibt es in Shanghai «Katzencafés», wo Kundinnen sich mit einer Katze anfreunden und sie mit nach Hause nehmen können.

Doch sowohl die Katzeninsel als auch die Cafés haben einen traurigen Hintergrund: Der Staat kümmert sich nicht um die Katzen, so sind es private Initiativen, die sich ihrer erbarmen. Diese retten sie aus den Bedingungen auf der Strasse – oder vor Leuten, die sie am liebsten töten würden.

Katzen zu adoptieren, sei in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, vor allem bei der jüngeren Generation, sagt Erica Guo zur Washington Post. Sie führt das Katzencafé More Meow Garden.

Dabei ist es für viele Chinesinnen und Chinesen eigentlich ungewohnt, ein Haustier zu besitzen. Noch vor ein paar Generationen lebten die meisten ein einfaches bäuerliches Leben und viele sehen Tiere immer noch vor allem als Nutztiere oder Mäusefänger, doch nicht als Gefährten. Bei Jüngeren werden Haustiere jedoch immer beliebter. Oft haben sie Katzen oder Hunde statt eigener Kinder.

Analystinnen schätzen, dass es heute in China bis zu 51 Millionen Hunde und 65 Millionen Katzen als Haustiere gibt. Es ist ein lohnendes Business: 2020 resultierten daraus umgerechnet etwa 40 Milliarden Franken.

Doch lassen wir die Bilder sprechen:

(rbu)

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