Amthors Strandkorb im deutschen Kanzleramt sorgt für Spott – jetzt ist er wieder weg
In der neuen ZDF-Doku-Serie «Inside CDU» (Staffel 2) präsentierte Philipp Amthor sein neustes Möbelstück: einen Strandkorb. Diesen liess der CDU-Politiker auf der Terrasse seines Büros im Kanzleramt aufstellen.
Der Spott folgte prompt. In den sozialen Medien ist von «spätrömischer Dekadenz» die Rede, KI-Videos von Amthor als Sonnenkönig Louis XIV. machen die Runde.
Dagegen wirkt Ludwig XIV. wie ein bodenständiger Dude. #Amthor pic.twitter.com/LmtATR3L6P
— Christopher Pietsch (@Invictus1577019) September 24, 2026
Inzwischen liess Amthor den Strandkorb wieder entfernen. Das teilte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag in der Regierungspressekonferenz mit. Er stellte dabei klar, dass Amthor den Strandkorb «privat gekauft und die Anlieferung und den Aufbau auch privat bezahlt» habe. Trotzdem nehme der Politiker die Kritik ernst, weshalb das Möbelstück wieder abtransportiert wurde.
Meyer erklärte ausserdem, dass der Korb «im Wahlkreis des Staatsministers auf der Insel Usedom gefertigt» worden sei. Damit sollte er ein «sichtbares Symbol seiner Heimat im Kanzleramt» sein. Kostenpunkt: 1590 Euro plus Versand. Amthor habe «wirklich das Einfachste und Schlichteste gekriegt», so der Verkäufer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Dass Philipp Amthor zur Zielscheibe von Spott wird, dürfte für ihn nicht neu sein: Er gehört zu den am häufigsten parodierten Politikern Deutschlands. Die Satiresendung «heute-show» thematisiert ihn regelmässig, wobei Amthor die Pointen mitunter selbst liefert.
Dem Image der CDU dürfte das jedoch nicht helfen. Denn in derselben Folge der Doku spricht Friedrich Merz über die Arbeitsmoral in Deutschland: «Mit Work-Life-Balance, mit Viertagewoche, ist das nicht zu schaffen», so der Bundeskanzler. Der Strandkorb scheint angesichts der Aufregung ein Symbol der Doppelmoral zu sein, als würden für Politik und Volk nicht die gleichen Massstäbe gelten. (hkl)
