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«Bild» schickt Praktikanten an Anti-Corona-Demo – es kam, wie es kommen musste



Mehrere Zehntausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen demonstriert. Die Demos lockten dabei eine heterogene Menschenmasse an: Impfgegner, Normalos, Rechtsextreme, Hippies und Esoteriker.

Und mittendrin: Demonstranten, die am Brandenburger Tor nicht etwa «Wir sind das Volk» brüllten, sondern das berühmte hinduistische Mantra «Hare Krishna» skandierten.

In einer Live-Sendung der deutschen Boulevardzeitung «Bild» fragt eine Moderatorin, wie die Lage vor Ort denn sei. Der junge Reporter kommentiert die Szene folgendermassen:

«Die Leute singen Harry Krischner, Harry Krischner. Das sind Harry-Krischner-Jünger. Ich persönlich kenne ihn nicht. Aber meine Kollegen haben mir gerade von ihm berichtet, er soll eine berühmte Persönlichkeit sein, wohl nicht mehr aus meiner Zeit.»

Die Szene im Video:

Der Reporter trägt dabei eine Schutzmaske, so ist nicht ganz erkennbar, ob sich dieser nur einen kleinen Scherz erlaubt hat, oder ob er die Bewegung tatsächlich nicht kennt.

So oder so: Das Video trendete auf Twitter. Mittlerweile hat es fast eine halbe Million Views und war kurzzeitig gar in der Top 3 der Deutschland-Trends aufgetaucht. Der Journalist selbst hat sich noch nicht dazu geäussert.

Vor allem auf Twitter sorgte das Video für Lacher:

Axel Lier, Mitglied der Chefredaktion der Berliner Zeitung (also vom gleichen Verlag wie «Bild»), nahm den jungen Journalisten aber in Schutz: Ein 19-jähriger Volontär müsse kein Sektenfachmann sein:

Was ist Hare Krishna?

Für die, die es nicht wissen: Hare Krishna ist eine Organisation, die 1966 von Abhay Charan Bhaktivedanta Swami Prabhupada gegründet wurde. Sie wird als sogenannte Neue Religiöse Bewegung eingestuft, die sich in den 70ern auch in Europa ausbreitete. Sie ist vor allem für ihre «Hare Krishna»-Gesänge und Tänze bekannt.

Muss man die «Hare Krishna»-Bewegung kennen?

(jaw)

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quelle: x01744 / © ivan alvarado / reuters
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