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Das Bild des Selfies ging um die Welt: Anas Modamani mit Kanzlerin Merkel in einem Flüchtlingsheim in Berlin-Spandau am 10. September 2015. bild: keystone

Vier Jahre nach der Flüchtlingskrise: Wie das Merkel-Selfie ein Leben total veränderte

In Syrien schickt eine Mutter ihren Sohn auf den Weg nach Europa. Dort kommt er just zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise an. Er knipst mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Selfie, das um die Welt geht. Eine Zeitreise mit Anas Modamani durch vier Jahre Willkommenskultur.

daniel fuchs / ch media



Anas Modamani kommt aus gutem Haus. In einem Vorort von Damaskus in Syrien wächst er wohlbehütet auf. Die Mitglieder seiner grossen und weit verzweigten Familie zählt er seine Freunde. In Syrien geht er ans Gymnasium. Dann bricht der Krieg aus.Nun, Jahre später, steht der 22-Jährige auf dem Alexanderplatz in Berlin, seiner neuen Heimat. Hier verabredet er sich mit Freunden, die er in Deutschland und auf Facebook kennengelernt hat. Und hier trifft er sich mit uns. «Ich mag das Gewusel, die vielen Leute, die diesen zentralen Platz bevölkern», sagt er

. Modamani trägt eng geschnittene Bluejeans, dazu ein blau kariertes Hemd und Sneakers. Er ist ein junger Erwachsener, der kaum auffällt. Gerne lässt er sich in all den Leuten für diese Zeitung ablichten. Er selbst schiesst viele Fotos, gerne auch von sich. Und eines dieser Selfies hat sein Leben verändert. Es war ein Selfie mit Kanzlerin Angela Merkel. Vor vier Jahren ging es um die Welt.

Auf dem Alexanderplatz beginnt Anas Modamani seine Geschichte zu erzählen, die Teil ist einer Völkerwanderung von der Türkei und Griechenland über den Balkan nach Nordeuropa, die im Spätsommer 2015 ihren Höhepunkt erreichte und als Flüchtlingskrise die Schlagzeilen beherrschte. Sie ist eng verknüpft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die angesichts der stark steigenden Zahl an Flüchtlingen Ende August 2015 «Wir schaffen das!» sagte und damit eine Willkommenskultur in Deutschland ausrief.

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Anas Modamani zeigt auf dem Alexanderplatz in Berlin das Selfie, das er mit Angela Merkel geschossen hat. Das Bild hat sein Leben verändert. bild: Gregor Zielke/chmedia

Ihre Folgen klingen bis heute nach; sie hat die Migrationspolitik geprägt.Anas Modamani ist Profiteur und zugleich Opfer dieser Willkommenskultur. Doch der Reihe nach.

Mit 4000 Euro allein im Flugzeug

Es ist der Sommer 2015. Der Syrienkrieg tobt seit vier Jahren, vier Millionen Syrer suchen Sicherheit in anderen Ländern, mehr und mehr wagen die gefährliche Fahrt übers Mittelmeer und nach Europa.

Während in Europa die Politik sich über ertrunkene Bootsflüchtlinge, die Seenotrettung auf dem Mittelmeer und einen Verteilschlüssel für Asylbewerber streitet, büffelt Anas Modamani, 17-jährig, in Damaskus für die letzten Abiturprüfungen. «Es war der Horror», sagt er. «Ich durfte kaum noch raus, jedes Mal rief mich meine Mutter zurück ins Haus, weil sie immerzu Luftangriffe auf das Wohnviertel befürchtete, in dem wir wohnten.» Seine Mutter hätte alles für ihn entschieden. «Ich war unselbstständig und ich war dünn und schwach», erinnert er sich. Wenig mehr als 50 Kilogramm will er damals gewogen haben. Was nun, vier Jahre später, kaum zu glauben ist, steht einem doch ein breitschultriger, kräftiger Mann gegenüber. In Berlin geht Anas fast täglich ins Fitnessstudio.

«Das schien so nah, ich dachte mir, die Distanz würde ich eigentlich auch schwimmend schaffen.»

In Syrien sieht Anas’ Mutter keine Zukunft mehr für ihren Sohn. Nach dem Abitur erhält er von seiner Familie 4000 Euro und verlässt mit einem Visum das Land. Dafür musste die Familie einen Beamten bestechen. Minderjährig, allein, zum ersten Mal steigt Anas in ein Flugzeug und fliegt von Damaskus nach Beirut im Nachbarland Libanon. Anas ist privilegiert. Zu Beginn verläuft seine Reise rasch und unkompliziert. Anas übernachtet in Hotels. Nach wenigen Tagen fliegt er weiter nach Izmir an der türkischen Mittelmeerküste. Alles klappt wie geplant. Es ist der Juli 2015.

In Izmir muss Anas mehrere Wochen auf eine Gelegenheit für die Fahrt übers Mittelmeer warten. Von einem Strand in der Nähe kann er über die Ägäis bis zur nächsten griechischen Insel sehen, Chios. «Das schien so nah, ich dachte mir, die Distanz würde ich eigentlich auch schwimmend schaffen.» Zuhause in Damaskus hatte ein Onkel ein Schwimmbad und Anas ist ein guter Schwimmer. Es soll ihm noch das Überleben sichern.Auf den Strassenmärkten in Izmir gibt es alles für die Fahrt übers Mittelmeer zu kaufen. Schwimmwesten werden zu Tausenden feilgeboten. Daneben Schlauchboote. Und ein solches Schlauchboot ist es auch, das Anas über die Ägäis bringen soll. Für 1500 Euro buchte er bei einem Schlepper eine Überfahrt. «Wir mussten unser Gepäck an Land lassen», erzählt Anas. So haben mehr Menschen Platz im viel zu kleinen Boot. In einem Luftballon hängt Anas sich Pass, Geld und Handy um den Hals. Es ist alles, was er auf das Schlauchboot mitnehmen darf.

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Anas Modamani in seiner Wohnung in Berlin Lichtenberg. bild: Gregor Zielke/chmedia

Einer der Flüchtlinge muss nichts für die Überfahrt bezahlen. Dafür wird er selbst zum Schlepper. Von den Organisatoren am Strand erhält er Instruktionen. «Der Mann sollte beim Anlegen am Strand in Griechenland mit einem Messer das Schlauchboot zerstechen, damit die griechische Polizei uns nicht direkt wieder ins Boot setzen und zurück ins Meer stossen konnte», so Anas.

Doch die Nacht und die Unerfahrenheit des Neo-Kapitäns werden zum Problem. «Er verschätzte sich komplett. Alles ging glatt und vom Boot aus konnten wir bereits den Strand der griechischen Insel sehen. In einer Strandbar brannte noch immer Licht und Touristen feierten dort.» Laut Anas war der unerfahrene Bootskapitän der Meinung, es wären nur noch ein paar Meter bis zum Strand. Und so zerschneidet er noch auf offener See das Boot. «Es war viel zu früh. Unser Boot sank innert Sekunden. Die Leute schrien. Ich aber begann zu schwimmen, ich denke, es waren ungefähr noch 300 Meter bis zum Strand.» Anas schafft es mit ein paar anderen Flüchtlingen an den Strand. Dort schlagen sie Alarm. Anas hat keine Ahnung, ob alle überlebt haben. «Vermutlich nicht», sagt er.In einem Erstauffanglager kann sich Anas aufwärmen, kriegt zu essen und einen Platz zum Schlafen. Nachdem er sich neue Kleider gekauft hat, steigt er auf die Fähre und reist weiter nach Athen. Hier beginnt für Anas und Tausende Flüchtlinge die sogenannte Balkanroute.

«Der Mann sollte beim Anlegen am Strand in Griechenland mit einem Messer das Schlauchboot zerstechen, damit die griechische Polizei uns nicht direkt wieder ins Boot setzen und zurück ins Meer stossen konnte»

Die Bilder, die in diesen und nachfolgenden Monaten um die Welt gehen und Medien sowie Politik in Aufregung versetzen – Anas kennt sie aus eigener Erfahrung. Mittlerweile ist August. Zuerst strandet Anas an der Grenze zu Mazedonien.

Die Mazedonier schliessen Mitte August 2015 die Grenze, das Land ist überfordert mit den vielen Menschen. Als es für Anas schliesslich doch weitergeht, stockt seine Flucht an der Grenze von Serbien zu Ungarn. Um sie zu überwinden, nimmt er drei Anläufe. Ein eintägiger Fussmarsch muss er wiederholen, nachdem ihn die ungarische Polizei schnappt und zurück nach Serbien bringt. Doch schliesslich schafft er es nach Budapest und von dort in einem Kleinlaster eingepfercht nach Wien.Danach geht es weiter nach Berlin. «Alle wollten nach Berlin, das ist auch heute noch so. Hier ist alles günstig und es hat viele Araber, was das Ankommen erleichtert.»Und dort, in Deutschlands Hauptstadt, meldet er sich Anfang September 2015 in einem Flüchtlingsheim. Jetzt wird Anas Modamani zur öffentlichen Figur: Als Kanzlerin Angela Merkel am 10. September 2015 das Flüchtlingsheim besucht, ist auch Anas da. Spontan knipst er ein Selfie, ein Agenturfotograf drückt ebenfalls ab.

Das Bild der Szene geht um die Welt. In den Medien wird er zitiert, er habe erst im Nachhinein erfahren, dass es sich bei Merkel um die «Chefin von Deutschland» handelte.

Anas lernt schnell Deutsch, er ist motiviert, will unbedingt in Deutschland bleiben und seine Familie nachholen. Die Publizität, die er dank Merkel und dem Selfie erhält, weiss er zu nutzen.

Auf Facebook wird er überschwemmt mit Freundschaftsanfragen, auch seine Gastfamilie, bei der er als noch minderjähriger Asylsuchender unterkommt, lernt er so kennen.Am Alexanderplatz in Berlin steigen wir ins Tram. Anas will uns seine Wohnung zeigen in Berlin Lichtenberg. Seit mehreren Monaten wohnt er nicht mehr bei der Gastfamilie. Dass er eine günstige Wohnung in guter Lage gefunden hat, führt er vor allem auf seine Publizität zurück. Wir stehen vor dem renovierten Plattenbau aus DDR-Zeit. In der Wohnung giesst Anas Tee auf.Hier erzählt er von den negativen Erfahrungen. Die deutsche Willkommenskultur hielt nicht an. Von Beginn weg gab es die Stimmen, die Merkels Kurs und die unkontrollierte Zuwanderung kritisierten, niederschrien. In ostdeutschen Städten skandierten wütende Bürger «Wir sind das Volk!» und «Merkel muss weg!». Einzelne Flüchtlingsheime gingen in Flammen auf. Es war die Zeit der Pegida und der AfD. «Wir wollen das gar nicht schaffen», sagte AfD-Chef Alexander Gauland im Herbst 2015 und erhielt grossen Beifall.Das deutsche Flüchtlingsmärchen des Spätsommers 2015 ging nicht friedlich aus. Terroranschläge erschütterten Europa und das Land. Manche Attentäter waren als Flüchtlinge getarnt nach Europa gelangt.

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Im Netz entfaltete Anas’ Merkel-Selfie ein Eigenleben. Auf Facebook wurde behauptet, bei einem der Attentäter der Anschläge in Brüssel vom 22. März 2016 handle es sich um den Merkel-Selfie-Flüchtling Modamani.Solche Behauptungen rechter Trolls dienten in erster Linie als Angriff auf die Politik von Merkel. Doch Anas Modamani stand bei manchen Leuten unter Verdacht.

«Ich traute mich kaum noch aus dem Haus, verkroch mich.»

In der Stadt musste er fremden Menschen Red und Antwort stehen. «Einmal beschimpfte mich eine Frau als Terroristen. Das war wirklich sehr unangenehm.» Und in einem syrischen Restaurant wurde er von arabischen Kunden angepöbelt, er sei eine Schande für ihre Kultur, er gehöre ins Gefängnis. Arabische Fake-News-Seiten, so Anas, hätten die Geschichte über den Terroristen Anas Modamani übernommen «und noch etwas nachgewürzt, weitere Dinge dazu erfunden, die noch weniger stimmten.»

Mit einem Anwalt gegen Facebook vor Gericht

Der Wind hatte sich gewendet. Die deutsche Willkommenskultur schlug in Ablehnung um. Anas flog das Selfie mit Merkel um die Ohren. Doch wiederum halfen ihm sein grosses Netzwerk und die vielen Bekannten, die er aufgrund des Selfies gemacht hatte. «Ich rief jeden an, ob er mir helfen konnte.» Anas fand einen Anwalt und sie zogen gemeinsam vor Gericht gegen Facebook. Aus ihrer Sicht sollte die Plattform dafür belangt werden, dass Fake-News wie Anas’ angebliche Verstrickung mit dem Terror weiterhin herum irrten. Zwar ging der Prozess gegen Facebook verloren, doch was für Anas wichtiger war: Er konnte die Geschichte gerade biegen, sie so erzählen, wie sie wirklich war: Er war kein Terrorist.«Mittlerweile erkennen mich die Menschen nicht mehr auf der Strasse und das ist gut so», sagt er.

Mit ein Grund, weshalb Anas unbedingt weiter Gewicht und Muskeln zulegen will.Was bleibt? Anas weiss, er hatte viel Glück. Im Oktober beginnt er in Berlin Wirtschaft zu studieren. Vier Jahre nach seiner Flucht nach Deutschland darf Anas Modamani vorläufig bleiben in Deutschland. Ein Familiennachzug bleibt ihm verwehrt.

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andi Amo 01.09.2019 17:56
    Highlight Highlight Ich stelle mal die These, es gibt bei dieser Völkerwanderung nur ganz wenige Gewinner:
    1. Flüchtlinge, die in Länder gelangen, wo sie ohne irgendwelche Gegenleistungen komplett umsorgt werden
    2. Die ganze Flüchtlingsindustrie wie auch Vermieter von billigem Wohnraum
    3. Die wirtschaftliche Elite, die so immer neue günstige Arbeitskräften erhalten.

    Grosser Verlierer ist wohl der ganze Rest der Gesellschaft, deren hart erabeitete Steuergelder nun auch im grossen Stil für absolut kulturfremde aufgewendet werden muss + Kultur und Land von wachsenden neuen Einflüssen und Religionen verdrängt wird.
  • Cédric Wermutstropfen 01.09.2019 09:27
    Highlight Highlight Die wahren Opfer in dieser Geschichte sind der deutsche Steuerzahler und wohl auch die deutsche Kultur.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 01.09.2019 11:51
      Highlight Highlight Geb ich dir recht, aber ausser jammern und meckern hat das Volk auch nicht viel erreicht obwohl sie so gross prahlen sie schaffen das.
    • Menel 01.09.2019 12:10
      Highlight Highlight Die deutsche Kultur?
    • aglio e olio 01.09.2019 12:22
      Highlight Highlight Definiere bitte deutsche Kultur? Inwiefern nimmt die deutsche Kultur daran Schaden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Soziale 01.09.2019 09:06
    Highlight Highlight Interessanter Bericht. Danke Watson. 👍🏾
    Schade, dass Flüchtlinge teilweise von rechten Wutbürgern runtergemacht werden.
    Die Wilkommenskultur von
    Frau Merkel finde ich gar nicht so falsch.
    Weniger Hass und Diskriminierung dafür mehr Toleranz und gegenseitiger Respekt. ☮️
    • Andi Amo 01.09.2019 15:55
      Highlight Highlight Der Respekt und die Geldzahlungen kommen leider oft nur von der einen Seite und sobald das Geld mal ausbleibt, bleibt dann auch ganz schnell der letzte Anstand aus. Das ist das Problem!
  • murrayB 01.09.2019 08:57
    Highlight Highlight In Deutschland hat es "viele Araber, was das Ankommen erleichtert." Daher wollen alle nach Deutschland...

    Das nennt man dann Pullfaktor...

    Ich bin froh haben wir in der Schweiz nicht bereits die türkisch/arabischen Verhältnisse wie in Deutschland...
    • aglio e olio 01.09.2019 12:24
      Highlight Highlight «Alle wollten nach Berlin, das ist auch heute noch so. Hier ist alles günstig und es hat viele Araber, was das Ankommen erleichtert.»

      So steht es geschrieben. Nicht so wie du es darstellst.
    • Hochen 01.09.2019 13:18
      Highlight Highlight Ich bin froh muss ich mich hier in Berlin nicht mehr oft mit Leuten wie dir zu tun!
    • Rabbi Jussuf 02.09.2019 11:22
      Highlight Highlight Hochen
      Das versteh ich. Hättest auch Mühe ein korrektes Deutsch zu verstehen.
  • Mr. Alto 01.09.2019 08:53
    Highlight Highlight dieses selfie ging um die Welt...
    Benutzer Bild
    • Ueli der Knecht 01.09.2019 12:35
      Highlight Highlight Auch das ist kein Selfie sondern ein Bild von einer Person, die ein Selfie zusammen mit Merkel macht.
    • Ueli der Knecht 02.09.2019 06:59
      Highlight Highlight E7#9, ein Selbstportrait ist zwar auch ein Portrait, aber ein Portrait ist nicht unbedingt ein Selbstportrait.

      Es sind einfach ganz unterschiedliche Blickwinkel. Vorallem sieht man bei einem Selfie zB. nicht das Smartphone, mit dem es gemacht wurde. Und ausserdem schaut man in der Regel bei einem Selfie in die Kamera.

      Nun wie auch immer. Ich anerkenne, dass da viele Leute keinerlei Unterschied feststellen können. Für mich allerdings ist es ein grosser Unterschied.
    • Mr. Alto 02.09.2019 13:45
      Highlight Highlight mich hat an der Geschichte nur gestört, das die erfolgreiche Story zu einem anderen Selfiebild erzählt wurde - und nicht die Story zu dem tatsächlich sehr bekannten „Selfiebild“
  • Saerd neute 01.09.2019 08:19
    Highlight Highlight Irgendwie lässt die Geschichte einen schalen Geschmack zurück.
    Einerseits bestätigt es dass vorallem priviligierte flüchten konnten, die wirklich Armen mussten bleiben. Andererseits zeigt es auch auf die Familie zahlt einem Sprössling die Flucht, selber bleiben die Angehörigen aber dort. (Hoffen sie nachzukommen?)
    Die andere Frage, Ana ist jetzt 4 Jahre hier und will nun ein Studium machen; wer hat das bis jetzt bezahlt und zahlt weiterhin?
    Sind das dann einmal wirklich die Arbeitskräfte welche unseren Ländern weiterhelfen?
    • namib 01.09.2019 10:21
      Highlight Highlight Dass mehrheitlich privilegierte Flüchtlinge nach Europa kommen liegt daran, dass es in Syrien nicht möglich ist, Asyl in einem europäischen Land zu beantragen. Man braucht Geld, um die Schlepperbanden für die illegale Einwanderung zu bezahlen. Den Prozess legal und günstig zu starten, ist unmöglich.

      Ob Anas uns weiter bringt als einheimische Studenten (welche wir ebenfalls bezahlen), ist ungewiss. Selbst wenn er zurückkehren sollte ist die Investition aber wahrscheinlich lohnend, denn die Strukturen, die er dann aufzubauen hilft, entsprechen eher unseren Vorstellungen als die Situation heute.
    • Dr.Ve 01.09.2019 10:50
      Highlight Highlight Ja diese ist meist die Taktik der Familien. Es wird eine Minderjährige Person vorausgesendet und später wird auf den Familiennachzug gehofft.
    • Sternentraum 01.09.2019 11:08
      Highlight Highlight ja, gerade Menschen aus priviligiertem Hause sind eher gut ausgebildet und bringen der Wirtschaft wohl viel. Beispiel? CHer Uhrenindustrie
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Ole 01.09.2019 05:40
    Highlight Highlight Zu sagen, er sei ein Opfer der Willkommenskultur geworden, ist meines Erachtens falsch. Er wurde ein Opfer von rechten Lügnern.
  • Sonnenbankflavor 01.09.2019 02:17
    Highlight Highlight Er ist heute 22? Sorry aber er sieht mindestens 10 Jahre älter aus. Seid ihr sicher mit den Zahlen?
    • Toessemer 01.09.2019 10:20
      Highlight Highlight Ich weiss nicht ob du arabische Freunde hast, aber die sehen meiner Meinung nach immer viel älter aus, als dass sie sind.. so wie Asiaten immer jünger aussehen
    • Sonnenbankflavor 01.09.2019 12:11
      Highlight Highlight Seit wann ist ein Syrer ein Araber?!
    • Ueli der Knecht 01.09.2019 14:06
      Highlight Highlight Er konnte seine Identität offensichtlich einwandfrei belegen.

      Syrer sind Araber, Sonnenbankflavor, und sie sprechen auch arabisch.

      "Die Mehrheitsbevölkerung in Syrien bilden mit rund 90 % die Araber, die sich mit der arabischsprachigen Bevölkerung der Nachbarländer kulturell als Gemeinschaft fühlen."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Syrien

      Man darf ja mal fragen, gell?
      Ja, wenn man sich lächerlich machen will.

      Aber im Grunde genommen hast du doch ganz andere Motive, wie zB. Hass zu schüren und zu hetzen. Glaubst du wirklich, das würde man nicht bemerken, bloss weil du scheinheilig frägst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caissa15 01.09.2019 00:12
    Highlight Highlight Ich habe langsam den Eindruck, den Gastgeber als schutzbedürftig auszumachen. Ausnahmen bestätigen die Regel,aber das Wort INTEGRATION hängt dem Steuerzahler, täglich sichtbar, wie ein Euro -Mühlstein um den Hals, der immer Milliardenschwerer wird , und den Bürger in all seinen Lebensbereichen immer mehr einschränkt !
    • Klaus07 01.09.2019 08:49
      Highlight Highlight „Und den Bürger in all seinen Lebensbereichen immer mehr einschränkt“

      Wo bitte leben Sie denn?

      Ich bin nun 57 Jahre alt und hab weder massiv höhere Steuern noch irgendwelche Einschränkungen in der Arbeit oder beim Wohnen! Im Gegenteil, ich arbeite mit diversen „Bürger“ zusammen, die aus verschiedenen Ländern in die Schweiz geflüchtet sind oder hier ihre Zukunft gesucht haben. Von Eritreer über Syrer von Vietnamese, Portugiese oder Deutsche.
      Täglich sichtbar? Ich sehe auch täglich sichtbar die Ignoranz der konservativen Schweizer gegen alle anderen Mitbürger dieser Erdkugel!
    • P.Rediger 01.09.2019 10:16
      Highlight Highlight Sie wissen aber schon, dass die Kosten für Flüchtlinge in DE im Jahr 2016 ungefähr bei drei Milliarden Euro lagen, dem deutschen Staat im gleichen Jahr jedoch 50 Milliarden wegen Steuerhinterziehung durch die Lappen gingen? Ich frage moich gerade, wo das grössere, monetäre Problem liegt.

      https://www.vorwaerts.de/artikel/panama-papers-steuerhinterziehung-kostet-50-milliarden-euro-jahr
    • namib 01.09.2019 11:35
      Highlight Highlight Danke, Klaus07. Wir sind mehr!
  • Ueli der Knecht 31.08.2019 22:34
    Highlight Highlight "Anas Modamani zeigt auf dem Alexanderplatz in Berlin das Selfie"

    Er zeigt nicht das Selfie, sondern ein Foto von ihm mit Merkel, als er das Selfie machte. Das von ihm produzierte Selfie schaut ganz ähnlich aus (Anas hat noch ein zweites Selfie in anderer Umgebung mit Merkel gemacht):
    Benutzer Bild
    • Zauggovia 01.09.2019 09:39
      Highlight Highlight Tüpflischeisserei at its best
    • Ueli der Knecht 01.09.2019 12:34
      Highlight Highlight Klar doch, Zauggovia.... ich bin mich gewöhnt, die Dinge genau und die Feinheiten wahr zu nehmen.

      Es gibt nunmal ein frappanter Unterschied zwischen einem Selbstportrait und einem Portrait. Das eine wird vom Abgebildeten selbst gemacht, das andere von jemandem Aussenstehenden. Das sind komplett verschiedene Blickwinkel. Ganz verschiedene Inhalte, bzw. Botschaften.

      Man braucht natürlich ein Gespür für solche Unterschiede. Vielen Leuten fehlt leider solche Feinfühligkeit. Für sie schauen die Bilder praktisch identisch aus. Aber die sind in meinen Augen einfach nur abgestumpft. Blind und taub.
    • Sonnenbankflavor 02.09.2019 10:35
      Highlight Highlight 🤦‍♀️ Wow was für eine Arroganz. Peinlich.
  • Cédric Wermutstropfen 31.08.2019 22:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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