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Solingen: Tatverdächtiger Issa al-H. erfand wohl Onkel in Deutschland

Solingen: Tatverdächtiger Issa al-H. erfand wohl Onkel in Deutschland

In seinem Asylverfahren sprach Issa al-H. von einem Onkel in Deutschland. Den haben die Behörden allerdings nie gefunden.
27.08.2024, 04:1327.08.2024, 05:05
Ein Artikel von
t-online

Der mutmassliche Attentäter von Solingen soll in seinem Asylverfahren falsche Angaben gemacht haben. Nach Informationen von WDR und NDR habe sich der 26-jährige Syrer Issa al-H. auf einen Verwandten in Deutschland berufen, der Grund für seine Einreise sei, berichtete die ARD am Montag. Andere Medien sprechen davon, dass al-H. von einem Onkel in Deutschland erzählt haben soll. Eine solche Person sei aber nie festgestellt worden.

epa11564006 Federal Police officers lead the Solingen knife attack suspect out of the helicopter to his arraignment at the Federal Supreme Court (BGH) in Karlsruhe, Germany, 25 August 2024. The man, w ...
Der mutmassliche Täter bei seiner Abführung.Bild: keystone

Als Asylgrund habe der Mann angegeben, in Syrien drohe ihm der Wehrdienst und zudem eine Strafe, weil er sich dem durch seine Flucht habe entziehen wollen. Allerdings habe der 26-Jährige auch für das Verfahren irrelevante Gründe vorgetragen, etwa dass er seine Familie in Syrien mit in Deutschland erzielten Einkünften unterstützen wolle.

Al-H. stellte sich den Behörden

Issa al-H. wird vorgeworfen, am Freitagabend unvermittelt auf Besucherinnen und Besucher eines Stadtfestes in Solingen eingestochen zu haben. Dabei starben zwei Männer und eine Frau durch Messerstiche, weitere acht Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Al-H. wurde am Samstagabend festgenommen. Er stellte sich selbst den Behörden.

Laut einem Bericht des «Spiegel» wurde inzwischen an der Tatwaffe die DNA des 26-Jährigen nachgewiesen. Das Magazin berief sich auf ein vertrauliches Papier der Polizei. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Issa al-H. war 2022 nach Deutschland eingereist und hatte in Bielefeld einen Asylantrag gestellt. Zuvor war er allerdings bereits in Bulgarien als Flüchtling registriert worden. Eine deswegen nach den Dublin-Regeln der EU mögliche Überstellung von Deutschland nach Bulgarien scheiterte jedoch.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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