Mindestens 5 Tote nach Schüssen in Jugendeinrichtung in Stade (D) – das ist bekannt
Das ist passiert
In der Innenstadt von Stade in Niedersachsen sind Schüsse gefallen. Laut der Polizei wurden dabei fünf Personen getötet, mehrere weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Zahl der Todesopfer noch steige. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Laut der Polizei wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, darunter soll sich auch der mutmassliche Schütze befinden. Gemäss t-online soll er versucht haben, mit einem Auto zu flüchten.
Tatort war eine Mutter-Kind-Einrichtung
Laut der Polizei ereignete sich das Tötungsdelikt in einer Jugendhilfeeinrichtung. Dort gebe es Mutter-Kind-Wohngruppen für junge Mütter. Die Polizei rief die Menschen während des Einsatzes dazu auf, den abgesperrten Bereich zu meiden.
+++ACHTUNG – Polizeieinsatz in der Dankersstraße in Stade+++
— Polizeidirektion Lüneburg (@Polizei_LG) June 29, 2026
Derzeit kommt es in Stade zu einer polizeilichen Einsatzlage. Meidet den Bereich weiträumig!
Einsatzbegleitende Informationen erhaltet ihr auf dem WhatsApp-Kanal der Polizei Stade unter:https://t.co/LeoOTiCZOz pic.twitter.com/12fvSVxH8I
Gegen 14.15 Uhr berichtete die Polizei, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Tatablauf würden andauern.
Nahe des Tatorts befinden sich eine Kita und eine Grundschule. Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für beide Orte habe keine Gefahr bestanden. Die Stadt habe nach den ersten Meldungen umgehend Kontakt zu den Einrichtungen gesucht. Die Kita-Kinder seien zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude gewesen, sagte der Stadtsprecher. Eltern konnten ihre Schulkinder inzwischen abholen.
Diese Fragen sind noch offen
Nähere Angaben zu der Identität der Toten und der Tatverdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht. Offen ist auch noch, welche Rolle die zweite festgenommene Person bei der Tat gespielt haben soll. Die Hintergründe des Gewaltverbrechens sind zunächst völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es jedenfalls keinen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität.
Stade gehört zur Metropolregion Hamburg und ist auch als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem grössten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Die Stadt liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt. Sie kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme zur Tat an. (vro/sda/dpa)
