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Die verräterische Datumsangabe im Dateinamen. Bild: screenshot google+

«Wer hat uns verraten? Die Bild-Metadaten!» FDP in Erklärungsnot nach Social-Media-Panne



Kurz nach Mitternacht in der Nacht auf Montag trat FDP-Chef Christian Lindner vor die Medien. Seine Worte sandten Schockwellen durch Deutschland. Er verkündete, dass seine Partei nicht mehr länger an den Sondierungsgesprächen für eine neue Regierung aus CDU, CSU, Grünen und FDP bereitstehe. Die «Jamaika»-Koalition war gescheitert, bevor sie überhaupt das Licht der Welt erblickt hatte.

Praktisch zeitgleich mit Lindners Ankündigung startete die FDP damit, auf den sozialen Medien ein Spruchbild zu den Gründen des Verhandlungsabbruchs zu verbreiten: «Lieber nicht regieren als falsch.»

Das Motiv wurde unzählige Male geteilt: Auf Twitter, auf Facebook – zum Verhängnis wurde der FDP aber die Verbreitung über den Partei-Account bei Google+.

Lässt man sich dort die Bildinformationen anzeigen, so wird ersichtlich, dass das Bild bereits am Donnerstag 16.11. erstellt wurde – drei Tage vor dem Abbruch der Koalitionsgespräche.

Damit wurde die Frage laut, weshalb sich Liberalen nochmals für drei Tage mit ihren Verhandlungspartner an den Tisch setzten, wenn der Entscheid zum Abbruch der Gespräche bereits am Donnerstag gefallen sei. Auch die Co-Vorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt – selber Verhandlungsteilnehmerin – zeigte sich irritiert.

In Erklärungsnot geraten, sah sich die FDP zu einer öffentlichen Erklärung veranlasst. Gemäss dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan hätten die Verhandlungen am Freitag enden sollen. Das Social-Media-Team der Partei habe deshalb bereits alle drei Szenarien vorgedacht. Auf Twitter veröffentlichte die Partei die entsprechenden Motive.

Und das sagte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer zur Sache

(cbe)

Bundestagswahl 2017

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Wilhelm Dingo
21.11.2017 11:02registriert December 2014
Wo ist das Problem? Ist ja klar dass eine relvante Partei mit Szenarien arbeitet, alles andere wäre unprofessionell.
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ubu
21.11.2017 10:45registriert July 2016
Aha. Die FDP hat also verschiedene Szenarien professionell vorbereitet, was nicht nur legitim ist, sondern auch sinnvoll. Und wo genau ist jetzt die Geschichte?
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My Senf
21.11.2017 10:55registriert March 2017
Eine Nachricht die keine ist!
Lindner betont seit zwei Tagen ständig, dass er bereits am Donnerstag Merkel und Seehofer eröffnete abzubrechen, wenn es bei dem Resultat bleibt!
Und es blieb bei dem Resultat!
Und er brach ab!
Dass heisst konsequent!
Können sich andere eben nicht vorstellen, dass jemand das kann auch wenn er Politiker ist
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17

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