Sorge um ESC-Legende: Ralph Siegel nach Lungenentzündung in künstlichem Koma
Der 80-jährige Komponist Ralph Siegel wurde vor wenigen Tagen wegen einer schweren Lungenentzündung ins Spital eingeliefert. Nun wurde bekannt, die Musikikone befindet sich mittlerweile im künstlichen Koma. Mit weit über 2000 registrierten Titeln gilt der Münchner als einer der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten und Produzenten im deutschsprachigen Raum.
Wie der Münchner Merkur unter Berufung auf den engsten Familienkreis berichtet, hatte sich der Zustand des Hitmachers nach seiner Einlieferung ins Spital verschlimmert, woraufhin die Ärzte ihn in ein künstliches Koma versetzten. Trotz der ernsten Lage gebe es jedoch einen Lichtblick: Ralph Siegel sei bereits wieder in der Lage, eigenständig zu atmen.
Seine Tochter Giulia Siegel und seine Ehefrau Laura gaben auf Instagram ein erstes Update zum Zustand des Komponisten und bedankten sich für die Anteilnahme:
Detaillierte medizinische Angaben mache die Familie bewusst nicht.
«Mister Grand Prix»
Kaum jemand ist so tief in der DNA des Eurovision Song Contests (ESC) verwurzelt wie Ralph Siegel. Zwischen 1974 und 2017 schickte der Musiker 24 Songs ins Finale des Wettbewerbs. Ein Rekord, der ihm den Spitznamen «Mister Grand Prix» einbrachte.
Zudem schrieb Siegel Kult-Hits wie «Dschinghis Khan» (1979) und prägte über Jahrzehnte hinweg die Karrieren von Berühmtheiten wie Udo Jürgens, Peter Alexander, Roy Black und Rex Gildo. Für sein Wirken wurde er 2007 mit dem Musikpreis Echo für sein Lebenswerk geehrt. (val)
