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Deutschlandweit Festnahmen im Fall von mutmasslichem Geldwäsche-Netzwerk

Bavaria, Germany - October 6, 2026: PHOTOMONTAGE: Federal police officers symbolically check traffic and people at the German border using a stop sign. The image represents border controls, migration, ...
Am deutschlandweiten Einsatz waren rund 300 Kräfte beteiligt. (Symbolbild)Bild: www.imago-images.de

Mutmassliches Geldwäsche-Netzwerk: Festnahmen in Deutschland

08.10.2026, 13:3408.10.2026, 13:34

Ermittler von Polizei und Zoll in Deutschland haben vier Menschen im Zusammenhang mit einem mutmasslichen Geldwäsche-Netzwerk festgenommen.

Es seien am Mittwoch zudem mehr als 30 Orte in den Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Rheinland-Pfalz durchsucht worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Zollfahndungsamt Stuttgart mit.

Im Raum Stuttgart wurde den Angaben zufolge die 72 Jahre alte Hauptverdächtige festgenommen. Der Frau werfen die Ermittler vor, sie habe ein deutschlandweites Geldwäsche-Netzwerk angeführt und dabei auch mehrere Tarn-Identitäten benutzt. Geschäftsmodell des Netzwerkes sei es gewesen, für andere Kriminelle Geld zu waschen. Man spreche von «Geldwäsche as a service», teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Alle vier Festgenommenen sitzen in Haft

Drei weitere mutmassliche Bandenmitglieder wurden den Angaben zufolge im Raum Stuttgart, in Hamburg sowie im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Gegen alle vier Festgenommenen habe ein Haftbefehl vorgelegen, der in Vollzug gesetzt worden sei, hiess es. Deutschlandweit seien rund 300 Kräfte eingesetzt gewesen.

Die Beschuldigten sollen nach Angaben der Ermittler ein komplexes Netzwerk aus zahlreichen Konten im In- und Ausland sowie aus mehreren Scheinfirmen aufgebaut haben. Über die Konten sollen die Verdächtigen dann mehrere Hunderttausend Euro geschleust haben, die aus Betrugstaten stammten.

Zudem bestehe der Verdacht, dass die Verdächtigen auch die Logistik für Drogenimporte angeboten hätten. Ein weiteres Standbein dürfte nach Einschätzung der Ermittler gewesen sein, dass die Verdächtigen falsche Rechnungen angeboten hätten, um Schwarzarbeit zu ermöglichen.

Bei den Durchsuchungen seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden, darunter etwa Bargeld in Höhe von rund 75'000 Euro (70'000 Schweizer Franken) sowie zwei Schusswaffen inklusive Munition. (sda/dpa)

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