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Cannabis vor Heroin und Kokain: Europäer geben pro Jahr 24 Milliarden Euro für Drogen aus

Cannabis vor Heroin und Kokain: Europäer geben pro Jahr 24 Milliarden Euro für Drogen aus

05.04.2016, 16:2605.04.2016, 17:23

Die Europäer geben nach EU-Schätzungen jährlich mindestens 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus. Das macht den Drogenhandel zu einer der Haupteinnahmequellen für das organisierte Verbrechen.

«Die Produktion und der Schmuggel illegaler Drogen bleiben einer der grössten und innovativsten Märkte für Kriminelle in Europa.»

Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht hervor. Cannabis ist demnach die beliebteste Droge (jährlicher Handelswert von 9,3 Milliarden Euro), gefolgt von Heroin (6,8 Milliarden Euro) und Kokain (5,7 Milliarden Euro).

«Die Produktion und der Schmuggel illegaler Drogen bleiben einer der grössten und innovativsten Märkte für Kriminelle in Europa», sagte Europol-Chef Rob Wainwright bei der Vorstellung des EU-Drogenberichts 2016 in Brüssel.

Sorgen bereitet der EU-Polizeibehörde, dass sich die Drogenhändler von den klassischen Schmuggelrouten aus den Hauptanbaugebieten wegbewegen und verstärkt in die Ströme des Welthandels einklinken.

Internet und Terrorismus

Auch das Internet biete immer mehr Möglichkeiten für Kriminelle, sich zu vernetzen und den Drogenschmuggel zu organisieren. Zudem sei eine Vermischung der organisierten Kriminalität mit Terrorismus zu beobachten.

Ohne Libyen, Syrien und die Ukraine namentlich zu nennen warnte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos zudem davor, dass die Instabilität in Nachbarregionen der EU weitreichende Auswirkungen auf den Drogenmarkt in Europa haben könne.

Im Zuge von Flüchtlingskrise und der Bedrohung durch den Terrorismus bemüht sich die EU-Kommission derzeit um einen stärkeren und gemeinsamen Schutz der EU-Aussengrenzen. (whr/sda/dpa/reu)

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