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Ferien in Mexiko: Das müssen Touristen nach Drogenboss-Tod wissen

epa12770448 An aerial photograph shows plumes of smoke rising after violent reactions to the killing of Nemesio Ruben Oseguera Cervantes, known as El Mencho, leader of the Jalisco New Generation Carte ...
Im mexikanischen Urlaubsort Puerto Vallarta steigen Rauchwolken nach gewalttätigen Reaktionen auf den Tod des Drogenbosses «El Mencho» auf.Bild: keystone

Chaos in Mexiko nach Drogenboss-Tod – so sollen sich Reisende nun verhalten

23.02.2026, 10:3623.02.2026, 10:36

Nach dem Tod des mexikanischen Kartellchefs Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als «El Mencho», ist in mehreren Urlaubsorten Mexikos Gewalt und Chaos ausgebrochen.

In den Bundesstaaten Jalisco, Michoacán und Guanajuato wurden etwa Strassen durch brennende Fahrzeuge blockiert. Zudem wurden Stützpunkte der Nationalgarde attackiert, wie örtliche Medien berichteten. Es soll dabei Tote und Verletzte gegeben haben.

Ein US-amerikanischer Tourist berichtete gegenüber CNN, wie er sein Hotel verlassen habe, um frühstücken zu gehen. Er habe gesehen, wie überall Taxis in die Luft gesprengt worden seien und die Strassen blockiert hätten. «Dann rannten plötzlich alle schreiend und brüllend die Strasse entlang und forderten alle auf, in ihre Hotels zurückzukehren», erzählt er.

Vor allem am Flughafen der westmexikanischen Stadt Guadalajara kam es unter Touristinnen und Touristen zu Panik, wie mehrere Aufnahmen zeigen. Am internationalen Flughafen von Guadalajara suchten Reisende in der Nähe einer Fluggastbrücke Schutz und rannten durch das Terminal.

Video: watson/reuters

Zahlreiche Inlands- und Auslandsflüge sind zwischenzeitlich gestrichen worden. Inzwischen wurde der Betrieb laut der mexikanischen Bundesbehörde für Zivilluftfahrt wieder aufgenommen.

So sollen sich Touristen in Mexiko verhalten

Die Botschaft der USA sowie die diplomatischen Vertretungen anderer Länder forderten ihre Bürger in Mexiko nun zu erhöhter Wachsamkeit auf. Unter anderem wurde vor Gewalttaten in den beliebten karibischen Urlaubszielen Cancún, Cozumel und Tulum gewarnt.

Das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für Mexiko am Montag angepasst. In Jalisco müsse mit Verkehrsbehinderungen und Strassensperren gerechnet werden. Der Flugverkehr könne beeniträchtigt oder eingeschränkt werden. Es sei «höchste Vorsicht» geboten.

Reisende in Mexiko sollen «Massenveranstaltungen und Kundgebungen jeder Art» meiden. Zudem sollen Anweisungen der lokalen Behörden – etwa Ausgangssperren – befolgt werden.

Die deutsche Botschaft warnte auf der Plattform X ebenfalls, dass es «in verschiedenen Landesteilen zu Unruhen, Strassensperren und Brandstiftungen» kommt. Wer sich an einem sicheren Ort wie einem Hotel aufhalte, solle dort bis auf Weiteres bleiben und auf nicht unbedingt erforderliche Fahrten verzichten. «Versuchen Sie bei Strassensperren nicht, sich zu widersetzen oder zu flüchten», erklärte die Botschaft weiter.

Der mexikanische Kartellchef «El Mencho», erlag am Sonntag nach einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme im westlichen Bundesstaat Jalisco seinen Verletzungen. Der 59-Jährige war der Anführer des extrem gewalttätigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG; auf Deutsch «Jalisco Neue Generation»).

(hkl, mit Material der sda)

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