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Drogenboss «El Mayo» in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt

Drogenboss «El Mayo» in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt

Der Mitbegründer eines der mächtigsten mexikanischen Drogenkartelle ist von einem US-Bundesrichter in New York zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
20.07.2026, 20:2320.07.2026, 20:23

Wie das US-Justizministerium mitteilte, soll der 76-jährige Ismael «El Mayo» Zambada wegen seiner Rolle als einer der Anführer des Sinaloa-Kartells nun den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen.

In this courtroom sketch, Ismael "El Mayo" Zambada, center, is seated in court during his sentencing, flanked by a U.S. Marshal, left, and his attorney Frank Perez, right, in federal court i ...
«El Mayo» bei der Gerichtsverhandlung.Bild: keystone

Zambada ist demnach einst der engste Partner des ebenfalls in den USA inhaftierten Joaquín «El Chapo» Guzmán gewesen. Nach Jahrzehnten auf der Flucht war er vor knapp zwei Jahren im westmexikanischen Bundesstaat Sinaloa von einem der Söhne von «El Chapo» verraten, entführt und in die USA geflogen worden. Dort bekannte er sich schuldig – vermutlich, um sich wegen seines schlechten Gesundheitszustands und seines Alters bessere Haftbedingungen zu sichern.

«El Mayo» habe fast vier Jahrzehnte lang den Schmuggel von Tonnen von Fentanyl, Kokain und anderen tödlichen Drogen in die Vereinigten Staaten geleitet, hiess es in der Mitteilung des US-Justizministeriums. Zudem habe er ein «rücksichtsloses gewalttätiges Vorgehen» des Kartells angeordnet, um sein Imperium zu schützen.

Das Gericht in New York verurteilte ihn wegen Verschwörung zur organisierten Kriminalität und der Führung einer kriminellen Organisation. Zudem soll er 15 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten abtreten.

Die spektakuläre Entführung von «El Mayo», die von der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft später bestätigt wurde, führte zu Spannungen zwischen Mexiko und den USA. Mexiko stellt die offizielle US-Version infrage, wonach keine US-Behörden beteiligt gewesen seien. (sda/dpa)

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