International
Drohnen

Bürgermeister Sobjanin: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an

Bürgermeister: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an

16.08.2026, 09:1316.08.2026, 09:13

Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb er auf Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug abgewehrt worden.

Von einem der grössten Angriffe der letzten Zeit sprach der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow. Ein 83 Jahre alter Mann sei getötet worden, als eine Drohne auf sein Grundstück gefallen sei. Es habe im Gebiet Moskau auch mehrere Verletzte gegeben.

In Gebiet Rostow am Don im Süden Russlands starben bei einem ukrainischen Drohnenangriff laut Behörden mindestens drei Menschen. Ein Mensch sei verletzt worden, hiess es.

In der Stadt Podolsk rund 40 Kilometer von Moskau seien drei Menschen verletzt worden. Zudem sei ein Feuer in einem Lager des grössten russischen Online-Versandhandels Wildberries ausgebrochen, teilte Worobjow bei Telegram mit. Die Mitarbeiter hätten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. In Domodedowo, wo auch einer der Moskauer Flughäfen liegt, sei zudem ein Lager mit Medikamenten in Brand geraten. In der Stadt seien auch mehrere Wohnhäuser beschädigt worden. Auch in anderen Ortschaften gebe es Schäden an ziviler Infrastruktur, darunter auch eine Schule.

Ukraine antwortet mit Angriffen auf Russlands Krieg

Die Ukraine führt beinahe täglich grosse Angriffswellen gegen die Hauptstadtregion aus. Ende Juli etwa berichteten russische Behörden von 390 Drohnen in einer Nacht, Anfang Juli waren es 452 gewesen. Die Ukraine greift auch in anderen Landesteilen täglich an. Dabei waren zuletzt immer wieder Logistikzentren von Wildberries zerstört worden. Das Unternehmen bestätigte den neuen Angriff im Moskauer Gebiet und informierte, dass die Arbeit über andere Objekte abgewickelt werde.

Russland attackierte die Ukraine in der Nacht nach Angaben aus Kiew auch erneut mit ballistischen Raketen, Gleitbomben und Drohnen an. Ziele waren unter anderem die Hauptstadt Kiew sowie die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih.

Die Angaben der beiden Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Für Gegenangriffe auf russisches Gebiet nutzt Kiew vor allem Drohnen, aber auch immer wieder Marschflugkörper. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
40 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Hadock50
16.08.2026 12:11registriert Juli 2020
Go Ukraine Go.
Ich hoffe die Ukraine kann mit aller Kraft zurückschlagen gegen den Agressor Ruzzland.

NEIN zur heuchlerischen Neutralitätsinitiative von SVP Blocher, der nur Geschäfte mit Ruzzland machen will!
618
Melden
Zum Kommentar
avatar
benn
16.08.2026 12:03registriert September 2019
Schön zu lesen, weiter so Ukraine, bringt den Krieg nach Moskau!
396
Melden
Zum Kommentar
avatar
Conny 56
16.08.2026 11:51registriert April 2024
Super, weiter so. Lasst den Krieg auch in Moskau spüren, den Putin angefangen hat und versucht Putin und sein ganzes Regime auszulöschen. Wird schwierig sein und eine grosse Mammut-Aufgabe werden.
293
Melden
Zum Kommentar
40
Nach schwerem Beben in Indonesien: So geht es mit der Hilfe vorwärts
Nach dem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens sind Hilfslieferungen aus der Hauptstadt Jakarta auf dem Weg zur betroffenen Insel Flores. Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) hatte ein Beben der Stärke 7,7 die Provinz Ost-Nusa Tenggara erschüttert.
Mittlerweile wurden 51 Todesopfer gezählt, nachdem am Morgen drei weitere Leichen geborgen wurden, wie der Leiter der Nationalen Such- und Rettungsbehörde Basarnas, Mohammad Syafii, am Sonntag sagte.
Zur Story